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Cosi fan tutte in der Damensauna

von Christian Holst. Durchschnittliche Lesezeit: weniger als eine Minute.

Noch was Interessantes zum Thema Musik und Oper habe ich im Urlaub beim Podcast-Hören entdeckt. In NDR-Kultur – Das Gespräch war am 24. Februar 07 Werner Schneyder zu Gast und sprach über seine Autobiographie. Da er als junger Mann eine Karriere als Wagner-Tenor erwog und später als Dramaturg arbeitete, kam die Sprache auch auf das Musiktheater. Auf die Frage, ob ihm im Operntheater heute zuviel Schindluder getrieben wird, antwortet Schneyder:

Ich finde das Operntheater etwas Wunderbares, nur man muss sich klar machen: Es ist eine museale Kunst. Und gemessen daran, ist sie überdotiert. Und daher gibt es auch diesen unendlichen Starkult mit seinen Mega-Stargagen. Und das Gefälle zur sogenannten Provinz, die es heute nicht mehr gibt, also zu den Mittelbühnen, ist ganz einfach zu krass.

Und weiter auf die Frage, wer dafür verantwortlich sei:

Es ist das Feuilleton. Es ist ganz einfach das Feuilleton, das nicht sagt: Hier geschieht eine Trottelei. Sondern das Feuilleton sagt: Hier geschieht eine Innovation. Carmen in einem Iglu gespielt oder Cosi fan tutte in der Damensauna ist keine Innovation, sondern Schwachsinn.

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