6.3.08 um 22:53h | CH | In Diverses, Fundstücke | Keine Kommentare
Februar und März sind die Zeit der Hitlisten des vergangenen Jahres. Bill Gates ist nur noch der drittreichste Mann der Welt, war gerade zu erfahren, die bestbesuchte Ausstellung 07 war The Mind of Leonardo in Tokyo und es wurden die zehn innovativsten Produkte des vergangenen Jahres ermittelt. Auf Platz 1 Apples iPhone. Dabei kann das iPhone kommunikationstechnisch gesehen kaum mehr als mein zwei Jahre altes Sony Ericsson K750i. Freenet meint deswegen:

Aber was soll’s, wenn Dieter Bohlen es in Deutschland auf 14 Nummer-1-Hits gebracht hat?
Nachtrag 7.3.08: Ein Bild des Jahres wurde übrigens auch gerade gewählt. In diesem Fall eine verdiente Nummer 1.
Stichwörter: Hitparade, iPhone, Produktinnovation
5.3.08 um 18:14h | CH | In Film / TV, Fundstücke | Keine Kommentare
In der ZDF-Mediathek gibt es einen sehr interessanten Film von Claus Kleber über Das andere Amerika. Damit ist Kalifornien gemeint, achtgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und so etwas wie das globale Innovationslabor, in dem lauter besessene Daniel Düsentriebs an ihren verschrobenen Ideen basteln. Dass es so anders als das normale Amerika nicht ist, zeigt sich, wenn man die Leute reden hört: sendungsbewusst bis zur Hybris, voller pathetischem Eifer und dabei gänzlich unironisch. Mehr als einmal habe ich vergebens auf eine mimische Regung gewartet, die das Gesagte als zumindest nicht völlig ernst gemeint entlarven würde. Aber offensichtlich glauben auch die superintelligentesten Mitarbeiter tatsächlich an ein quasi-religiöses Heilsversprechen des Google-Angebotes: Freiheit durch Wissen. Was man aber wirklich lernen kann ist, dass das Prinzip »Think big« und die Prämisse »impossible is nothing« entscheidende Erfolgsfaktoren sind.
Stichwörter: Erfolgsfaktor, Innovation, Kalifornien, Think big
2.3.08 um 14:49h | CH | In Theater | Keine Kommentare
Auf Kulturelle Welten schreibt Jörn Borchert über den 18. Internationalen Museumstag, der dieses Jahr auch in Second Life begangen werden soll. Das International Council of Museum (ICOM) entblödet sich nicht, dies vollmundig als Revolution anzukündigen. Das wäre es bestenfalls vor zwei Jahren gewesen, vor dem längst wieder abgeklungenen Hype um Second Life. Mit dem Satz
Dass in die klassischen Museen das Eingang findet, was im realen Leben keinen festen Sitz mehr hat, das ist nicht neu.
bringt Borchert ein interessantes Dilemma der meisten klassischen Kultureinrichtungen auf den Punkt: Sie dokumentieren und verwalten das, was sich als kulturgeschichtlich relevant erwiesen hat, aber sie sind selbst kaum je Orte kultureller Innovation oder zukunftsweisender Kreativität. Das gilt für Museen ebenso wie für Theater - mit dem Unterschied, dass bei letzteren viel weniger Bereitschaft herrscht, diese Tatsache einzugestehen.
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Stichwörter: Internationaler Museumstag, Museum, Second Life, Theater