Jodeldiplom
von Christian Holst. Durchschnittliche Lesezeit: etwa eine Minute.
Meine erste Begegnung mit dem Jodeln hatte ich bei target=”_blank”>Otto Waalkes, der diese Disziplin für einen Norddeutschen erstaunlich gut beherrscht. Die meisten Durchschnittsdeutschen tun sich dagegen mit dieser eigenartigen Sangeskunst ziemlich schwer, wie Frau Hoppenstedts ersten unsicheren Schritte auf dem Weg zum Jodel-Diplom zeigen:
Was bei Loriot nur Gag ist, ist in der Schweiz Realität: Melanie Oesch, Sängerin der Schweizer Familienband Oeschs die dritten, hat sich tatsächlich ein Diplom erjodelt: sie wählte Jodeln als Abiturprüfungsfach. Oeschs die dritten sind in der Schweizer Volksmusikszene übrigens gerade der Renner und schaffen es, wie auch andere Jodelgruppen, regelmässig in die Schweizer Popcharts.
Dieses Lied ist übrigens ein weiterer Beleg dafür, dass es hinter der pittoreksen Fassade des Schlagers durchaus sehr schlüpfrig zugeht – auch wenn eine Zeile wie «So üben wir die ganze Nacht, bis morgen früh der Tag erwacht: dann jodelst du ganz sicherlich, genauso gut wie ich!» natürlich lange nicht an z.B. Roland Kaisers erotische Eskapaden in «Santa Maria» oder «Manchmal möchte ich schon mit dir…» heranreichen.
(Dass der Name der Gruppe Bezug auf das dentale Equipment des Stammpublikums Bezug nähme, wäre übrigens ein Trugschluss: die Familienband heißt so, weil sie mittlerweile in der dritten Generation musiziert.)

Ich habe mir die Videos angeschaut, Dein Beitrag durchgelesen und mich kaputtgelacht.
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, aus satirischer Kunstbetrachtung Kapital zu schlagen? Wäre im Fernsehen sicherlich der Renner!
In diesem Sinne: Jodudililililila
Jo-DÜ-dilililila – bitte noch einmal im ganzen Satz!
Gerade den Loriot-Clip finde ich auch zum Schreien komisch. Freut mich, wenn es dir gefallen hat!
Jodeln soll ja aus dem Bauch kommen und nicht aus der Kehle. Wahrscheinlich ist es deswegen so schwierig zu praktizieren…
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