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	<title>Kulturblogger &#187; Bildung</title>
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	<description>Ruhe ist Bedingung der Kultur. - Schiller</description>
	<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 08:14:44 +0000</pubDate>
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		<title>Sprachverfall ist nur Sprachwandel</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 12:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>

		<category><![CDATA[Rudi Keller]]></category>

		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Gerade bin ich auf einen sehr lesenswerten, erfrischenden Artikel des Germanisten Rudi Keller gestoßen, in dem er sich mit dem angeblichen, vielerseits beklagten Verfall der deutschen Sprache beschäftigt. Er zeigt anhand sehr sinnfälliger Beispiele, dass diese Sorge eigentlich unbegründet ist, dass die Fehler von heute die Regeln von morgen sein werden und dass das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Gerade bin ich auf einen <a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/rudi.keller/download/Sprachverfall.pdf">sehr lesenswerten, erfrischenden Artikel</a> des Germanisten Rudi Keller gestoßen, in dem er sich mit dem angeblichen, vielerseits beklagten Verfall der deutschen Sprache beschäftigt. Er zeigt anhand sehr sinnfälliger Beispiele, dass diese Sorge eigentlich unbegründet ist, dass die Fehler von heute die Regeln von morgen sein werden und dass das schon immer so gewesen ist. </p>
<p>»Sprachzustände sind keine Endzustände von Prozessen, sondern flüchtige Episoden in einem potentziell unendlichen Prozess kultureller Evolution.« So bringt Keller seinen Ansatz auf den Punkt. Allein schon sein Stil zeigt, dass er damit einem unbedachten Umgang mit Sprache sicher nicht das Wort redet. Eher im Gegenteil, denn unbedacht ist es in seinen Augen, Sprache für statisch zu halten und mit dem (derzeit) regelkonformem Gebrauch des Genitivs oder des Kausalsatzes gleich das gesamte Abendland untergehen zu sehen.</p>
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		<title>Wirtschaftsästhetik</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 15:26:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<category><![CDATA[Kulturarbeit]]></category>

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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Vor ein paar Tagen bin ich auf eine Seite zum Thema Wirtschaftsästhetik gestoßen. Das soll eine Forschungsrichtung der Managementlehre sein oder werden, bei der »das Feld der Kunst der Managementtheorie zugänglich« gemacht werden soll. Forschungsfragen können zum Beispiel sein:
Was kann von »Hochleistungsorganisationen« wie Orchestern, die ein Höchstmass an Koordination und Perfektion bei der Produkterstellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Vor ein paar Tagen bin ich auf eine Seite zum Thema <a href="http://www.wirtschaftsaesthetik.com/" target="_blank">Wirtschaftsästhetik</a> gestoßen. Das soll eine Forschungsrichtung der Managementlehre sein oder werden, bei der »das Feld der Kunst der Managementtheorie zugänglich« gemacht werden soll. Forschungsfragen können zum Beispiel sein:</p>
<blockquote><p>Was kann von »Hochleistungsorganisationen« wie Orchestern, die ein Höchstmass an Koordination und Perfektion bei der Produkterstellung erbringen, zur Organisationsgestaltung gelernt werden? </p>
<p>Wie schafft es das Kunstsystem ständig ein so großes Innovationspotential zu entwickeln? Kann die Organisation des Kunstsystems Vorbild sein für Unternehmungen, die auf hoch innovativen Märkten agieren?
</p></blockquote>
<p>Das klingt ja zunächst recht spannend. Dass man aber damit zu sinnvollen Ergebnissen kommt, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln. Orchester funktionieren deswegen gut, weil sie streng hierarchisch und im Kern antidemokratisch organisiert sind. Soll das Vorbildcharakter für innovative, moderne Unternehmen haben? Wohl kaum. Und ist es nicht vielmehr so, dass die Wirtschaft, auch die bei Adorno-belesenen Kulturschaffenden so verachtete Kulturindustrie, in punkto Innovation und Fortschrittlichkeit die (ästhetischen) Standards setzt, während die etablierte Kulturszene dagegen den relevanten Themen um Jahre hinterher hechelt? »Café Umberto« beispielsweise, Moritz Rinkes Stück über Arbeitslosigkeit, wurde 2005 uraufgeführt, zwei ganze Jahre nachdem die Agenda 2010 (nach herrschender Meinung ja auch schon viel zu spät) ausgerufen wurde. Ästhetische Trends und Ausrufezeichen dagegen werden von Unternehmen wie Apple, Nike, Madonna oder Herzog &#038; de Meuron gesetzt.</p>
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		<title>Initiative Printmedien</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 10:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Initiative Printmedien]]></category>

		<category><![CDATA[Jugend]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Die Gesamtauflagen der deutschen Tageszeitungen sind seit 1993 - dem Jahr, als der Netscape-Browser auf den Markt kam - um gut 5,6 Mio. gesunken, konkret von 30,5 auf 24,9 Mio. Dieses wirtschaftliche Problem der Werbung verkaufenden Zeitungsverlage deutet die Initiative Printmedien in ein kulturelles um: Die Jugend werde immer lesefauler, was geradewegs in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die Gesamtauflagen der deutschen Tageszeitungen sind seit 1993 - dem Jahr, als der Netscape-Browser auf den Markt kam - um gut 5,6 Mio. gesunken, konkret von 30,5 auf 24,9 Mio. Dieses wirtschaftliche Problem der Werbung verkaufenden Zeitungsverlage deutet die Initiative Printmedien in ein kulturelles um: Die Jugend werde immer lesefauler, was geradewegs in die Politikverdrossenheit und demokratische Teilnahmslosigkeit führe. In einem <a href="http://www.bundesregierung.de/nsc_true/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/Anlagen/2008-04-15-konzept-nationale-initative-printmedien-barrierefrei,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/2008-04-15-konzept-nationale-initative-printmedien-barrierefrei" target="_blank">Konzeptpapier</a> von <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragterfuerKulturundMedien/beauftragter-fuer-kultur-und-medien.html"  target="_blank">Kulturstaatsminister Bernd Neumann</a> heißt es: </p>
<blockquote><p>Auch gibt es immer mehr Stimmen, die einen Zusammenhang zwischen der abnehmenden Nutzung von Printmedien, sinkender Lesefähigkeit und wachsendem Desinteresse an politischen und gesellschaftlichen Fragen sehen. Deshalb ist es nicht nur für den Fortbestand einer pluralistischen Medienordnung, sondern auch für die Zukunft unserer Demokratie insgesamt lebenswichtig, dass besonders junge Menschen stärker über die klassischen schulischen Angebote hinaus an einen mündigen Umgang mit Zeitungen und Zeitschriften herangeführt werden.</p></blockquote>
<p><span id="more-63"></span></p>
<p>Dass diese Behauptung falsch ist, wird in einem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,548617,00.html" target="_blank">sehr lesenswerten Artikel</a> auf Spiegel online erklärt. Tatsächlich nutzen viele Leute, gerade junge, vermehrt das Netz zur Information und werden dabei weder dümmer noch teilnahmsloser - eher im Gegenteil. Ich selbst verstehe auch nicht, warum man überhaupt eine Tageszeitung lesen sollte. Da stehen immer die Sachen drin, die man schon seit dem vorigen Abend aus den Nachrichten weiß oder längst als Schlagzeile bei GMX oder web.de gelesen hat. Für etwas fundierteren Informationsbedarf sind die (kostenlosen) RSS-Feeds z.B. der Süddeutschen oder der FAZ die bessere, schnellere Lösung. </p>
<p>Die Behauptung, dass Netzangebote weniger anspruchsvoll sind, widerlegt ja auch der Test, dem ich dieses Blog <a href="http://kulturblog.net/2008/04/21/schlau-genug/">gestern</a> unterzogen habe. <img src='http://kulturblog.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /></p>
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		<title>Schlau genug?</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 11:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

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		<category><![CDATA[Lesbarkeit]]></category>

		<category><![CDATA[Schulabschluss]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Über schlaflosinmuenchen bin ich auf eine Seite aufmerksam geworden, auf der man testen kann, welches Maß an Bildung erforderlich ist, damit man ein Blog mit Gewinn lesen kann. Links das Ergebnis für dieses Blog. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.criticsrant.com/bb/reading_level.aspx"><img style="border: none;" src="http://www.criticsrant.com/bb/readinglevel/img/high_school.jpg" height="160" align="left" hspace="5" vspacealt="blog readability test" /></a> Über <a href="http://www.podsitter.com/wordpress/blog-lesbarkeit/" target="_blank">schlaflosinmuenchen</a> bin ich auf eine <a href="http://www.criticsrant.com/bb/reading_level.aspx" target="_blank">Seite</a> aufmerksam geworden, auf der man testen kann, welches Maß an Bildung erforderlich ist, damit man ein Blog mit Gewinn lesen kann. Links das Ergebnis für dieses Blog. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Beethoven groovt</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 14:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CH</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Beethoven]]></category>

		<category><![CDATA[Järvi]]></category>

		<category><![CDATA[Mousse T.]]></category>

		<category><![CDATA[Musikpädagogik]]></category>

		<category><![CDATA[Orchester]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich finde es sehr traurig, dass es eine Barriere gibt zwischen der klassischen Musik und dem, was junge Leute hören.
klagt Paavo Järvi, Chefdirigent des HR-Sinfonieorchesters, und hat deswegen das Music Discovery Project ins Leben gerufen. Ich persönlich vermute zwar, dass die Barriere z.B. zwischen Techno und Heavy Metal sehr viel größer ist als die zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>Ich finde es sehr traurig, dass es eine Barriere gibt zwischen der klassischen Musik und dem, was junge Leute hören.</p></blockquote>
<p>klagt Paavo Järvi, Chefdirigent des HR-Sinfonieorchesters, und hat deswegen das Music Discovery Project ins Leben gerufen. Ich persönlich vermute zwar, dass die Barriere z.B. zwischen Techno und Heavy Metal sehr viel größer ist als die zwischen Klassik und Pop, aber das soll hier mal dahingestellt bleiben. </p>
<p>Järvi jedenfalls hat im Rahmen dieses Music Discovery Projects mit dem Musikproduzenten Mousse T. zusammen ein Programm konzipiert mit dem Titel <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=2021&#038;key=standard_document_33824312" target="_blank">A Taste of Beethovens 5th</a>. Dieser Titel trifft es recht gut. Ich finde, diese Stücke mit den Beethoven-Samples sind originell und gut gemacht. Auch die Idee, das ganze um nicht-musikalische »Performances« zu (Tanz, Video) erweitern, ist nicht schlecht. Auf jeden Fall macht es Spaß, sich die <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?key=standard_document_33824312&#038;jmpage=1&#038;type=v&#038;rubrik=2021&#038;jm=1&#038;mediakey=specials/standard/20080216_rso_mousse_t" target="_blank">Aufzeichnung des Konzerts</a> anzugucken. Damit ist ja schonmal viel gewonnen.</p>
<p>Mir ist allerdings die musikpädagogische Strategie nicht so ganz deutlich. Möchte man auf diese Weise mittelfristig dahin kommen, dass Mousse T.-Fans in ganz normale Sinfoniekonzerte gehen, wo Beethoven dann nicht mehr so groovt? Ich bezweifle, dass dieser Plan aufgeht. Oder reicht es dem Orchester, junge Leute zu erreichen, indem es Klassik-Versatzstücke zu Musik beisteuert, die diese <strong>eigentlich</strong> hören wollen? Das kann auch nicht der Anspruch eines Kulturorchesters sein.</p>
<p><strong>Nachtrag, 18.2.</strong>: In der FR gab es heute eine <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/musik/?cnt=1289755" target="_blank">Besprechung</a> zu dem Event mit etwa gleichen Erkenntnissen.</p>
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		<title>Metamorphose des Brockhaus</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 08:54:59 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<category><![CDATA[Brockhaus]]></category>

		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Ein aktuell viel diskutiertes Thema in Feuilletons und Blogs ist die Ankündigung, dass es den Brockhaus zukünftig nur noch online geben wird. Warum da allerdings vom Tod des Brockhaus die Rede ist, habe ich nicht ganz verstanden. Schließlich sind doch trotz aller Statussymbolträchtigkeit des gedruckten Brockhaus im Wohnzimmerschrank die Inhalte das Entscheidende und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ein aktuell viel diskutiertes Thema in <a href="http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2008-02-13.html" target="_blank">Feuilletons</a> und <a href="http://wikipedistik.de/2008/02/12/brockhaus-das-ende-einer-aera/" target="_blank">Blogs</a> ist die Ankündigung, dass es den Brockhaus zukünftig nur noch online geben wird. Warum da allerdings vom <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1690" target="_blank">Tod des Brockhaus</a> die Rede ist, habe ich nicht ganz verstanden. Schließlich sind doch trotz aller Statussymbolträchtigkeit des gedruckten Brockhaus im Wohnzimmerschrank die Inhalte das Entscheidende und die bleiben erhalten. Ob sich der Online-Brockhaus dann gegen Wikipedia behaupten kann, wird sich erst noch zeigen. Die Chancen, dass das gelingt, stehen allerdings nicht schlecht, denn der Brockhaus genießt »ein wesentlich größeres Vertrauen als Wikipedia«, wie <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/02/14/die-zukunft-der-bucher/" target="_blank">Christian Henner-Fehr</a> schreibt. Das ist sicher richtig.</p>
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