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Literatur

«Episch verseucht» – Die Theaterspielpläne der kommenden Saison
Schon häufiger habe ich darüber geschrieben, dass Theater heute zwangsläufig «museal» seien, auch wenn es in der Szene kaum einen schlimmeren Makel als ebendieses Etikett zu geben scheint. FAZ-Theaterkritiker Gerhard Stadelmeier macht’s jetzt fest an den Schauspiel-Spielplänen der nächsten Saison, die nach seiner Ansicht zu einem großen Teil «episch verseucht» seien, will sagen an einzelnen [...] Weiterlesen – ‘«Episch verseucht» – Die Theaterspielpläne der kommenden Saison’.
Twitteratur von Rick Moody
Seit einigen Stunden wird bei @ElectricLit eine Kurzgeschichte des amerikanischen Schriftstellers Rick Moody getwittert. Die Geschichte mit dem Titel «Some Contemporary Characters» gilt als erste Arbeit eines renommierten Schriftsteller, die explizit für Twitter geschrieben wurde und gehört damit in die junge literarische Gattung der «Twitter fiction». Es geht um die Beziehung einer jüngeren Frau (Ich-Erzählerin) [...] Weiterlesen – ‘Twitteratur von Rick Moody’.
Ein Buch namens Zimbo
Max Goldt hat ein neues Buch veröffentlicht. Es enthält eine Sammlung einiger Titanic-Kolumnen sowie die Dankesrede zur Verleihung des Kleist-Preises. Bislang habe ich noch jedes Buch von Max Goldt verschlungen, aber diesmal ist der Funke irgendwie nicht rübergesprungen. In einer Rezension des Hessischen Rundfunks heißt es: «… der Schreibstil wird dann zum eigentlichen Bedeutungsträger.» Da [...] Weiterlesen – ‘Ein Buch namens Zimbo’.
Ein Buch als Blog: Verratene Vermächtnisse
Mein Lieblingsblog ist ein Buch: «Verratene Vermächtnisse» von Milan Kundera. Natürlich handelt es sich dabei nicht um ein Blog, sondern um eine Sammlung hochspannender Essays. Ich komme aber auf die Aussage, weil das Buch einem in meinen Augen idealen Blogstil sehr nahe kommt: es ist sehr subjektiv und streitbar, meinungsfreudig und klug, ohne gelehrig oder [...] Weiterlesen – ‘Ein Buch als Blog: Verratene Vermächtnisse’.
Goethe und Schiller gebloggt
Vor kurzem mischte Adam Soboczynski mit einem Artikel in der Zeit die deutsche Blogosphäre auf. Das Internet sei kein Ort für Intellektuelle, war seine provokative These. Diese wird nun durch ein kürzlich gestartetes Blog Lügen gestraft, ein Blog nämlich, in dem sich zwei unbestrittene Geistesgrößen der deutschen Kulturgeschichte die Ehre geben: Goethe und Schiller. In [...] Weiterlesen – ‘Goethe und Schiller gebloggt’.
Das Web: kein Wohlfühlort für Intellektuelle
Mein Güte! Adam Soboczynskis Artikel Das Netz als Feind in der gerade noch aktuellen Ausgabe der Zeit hat die Blogosphäre ganz schön aufgemischt und zu zahlreichen Repliken angeregt (s. z.B. hier, hier, hier oder hier), die den Autor Lügen strafen sollen in Bezug auf seine Behauptung, dass das Web den Intellektuellen zum Schweigen bringe. Ich [...] Weiterlesen – ‘Das Web: kein Wohlfühlort für Intellektuelle’.
Buchtipp: Tristanakkord
Für meinen Trip nach Cardiff über das vergangene Wochenende habe ich mich bei der Suche nach geeigneter Reiselektüre für Tristanakkord von Hans-Ulrich Treichel entschieden, ein Buch, das ich vor einiger Zeit schon einmal mit ziemlichem Vergnügen gelesen hatte. Dieses Mal war das Vergnügen nicht kleiner, denn das Buch ist eine wunderbar treffsichere Tragikomödie über die [...] Weiterlesen – ‘Buchtipp: Tristanakkord’.
Buchtipp: Die Offenbarung
Ein größerer Antiheld als Jakob Kemper lässt sich kaum denken, zumindest wenn man sich auf seine wehleidige Selbsteinschätzung einlässt: «Eine einzige Kränkung sei sein Leben gewesen, eine ins Monumentale getriebene Demütigung. Eine private wie berufliche Katastrophe.» So beginnt Robert Schneiders Roman Die Offenbarung. Kemper fristet sein Dasein als Klavierlehrer, ehrenamtlicher Organist im Naumburger Dom und [...] Weiterlesen – ‘Buchtipp: Die Offenbarung’.
Tweet readings
Wenn ich kürzlich die Frage gestellt habe, ob die kommunikativen Strukturen sozialer Medien das Niveau der Diskussionen deckelt, die über sie geführt werden, dann nur, weil ich da die Tweet Readings von Marcus Brown noch nicht kannte. Kein Zweifel: Tweets sind nicht nur großartige Klolektüre, sondern eine literarische Form, in der sich bewegende, erschütternde, existenzielle [...] Weiterlesen – ‘Tweet readings’.
Der Roman zum Umzug: Heidiland
Lange Zeit hat es mir keinen Spaß mehr gemacht Romane zu lesen. Nach 20 Seiten fand ich es immer irgendwie langweilig, selbst bei guten Büchern, und habe stattdessen lieber DVD geguckt o.ä. Jetzt aber habe ich den Roman zum Schweiz-Umzug gelesen: «Heidiland». Hier wird am Beispiel einer jungen Ärztin das deutsche Gastarbeiterdasein in der Schweiz [...] Weiterlesen – ‘Der Roman zum Umzug: Heidiland’.
Rutschgefahr
Bei ihren Promoauftritten für Feuchtgebiete war Charlotte Roche immer ein Garant für gute Unterhaltung. Das lag zum einen an ihr selbst und zum anderen natürlich auch am Thema. Auf youtube gibts u.a. ihre charmanten Auftritte bei der target=”_blank”>N3-Talkshow und bei target=”_blank”>Kerner, der hörbar Mühe mit dem Thema hat, zu sehen. Von darstellenden Umsetzungen ihres Buches [...] Weiterlesen – ‘Rutschgefahr’.
Wagners Ring ohne Musik
Ob das so eine tolle Idee ist? Das Theater Heilbronn zeigt Wagners Ring als Schauspiel in einer Textfassung von Almut Fischer und K.D.Schmidt. Das ist insofern keine schlechte Idee, als Wagner als Dichter überhaupt nicht ernst genommen wird. Erst Dieter Borchmeyer fing an, mit diesem Vorurteil aufzuräumen, als er sein Buch »Das Theater Wagners« mit [...] Weiterlesen – ‘Wagners Ring ohne Musik’.
Die Erben Maos
Die Vorfreude auf die olympischen Sommerspiele in Peking halten sich wohl momentan auf allen Seiten in Grenzen. Alle Hoffnungen die diese Spiele hervorgerufen haben, China mehr in Richtung Demokratie und weg vom unerbittlichen Polizeistaat und Unterdrücker zu bewegen, scheinen sich in Wohlgefallen aufzulösen. Erinnerungen an die Zeiten der Kulturrevolution werden wieder wach. Vielleicht hat man [...] Weiterlesen – ‘Die Erben Maos’.
Kleist-Preis für Goldt
Wenn Bob Dylan den Pulitzer-Preis bekommt, dann ist es eigentlich das Mindeste, dass Max Goldt den Kleist-Preis erhält. Und während die FAZ sich fragt, ob es eigentlich einen komischen Beigeschmack hat, wenn ein Rowohlt-Autor dem anderen einen Preis zuschanzt, frage ich mich, ob es nicht mindestens so merkwürdig ist, dass ein so junger Autor wie [...] Weiterlesen – ‘Kleist-Preis für Goldt’.