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Musik

Hochkultur als Leitkultur?
In der aktuellen Ausgabe des KM Magazins ist nicht nur ein von mir verfasster Rückblick auf das Symposium Kultur digital – ich weiß, ich wiederhole mich – sondern auch ein Rückblick auf die Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement von Dirk Heinze (S.52ff.). Auf der Jahrestagung wurde offenbar u.a. die Frage diskutiert, ob Hochkultur denn noch Leitkultur [...] Weiterlesen – ‘Hochkultur als Leitkultur?’.
Musikvermittlung: Marketing oder musikalische Bildung?
In der ZEIT gab es kürzlich eine Debatte über Sinn und Unsinn von Musikvermittlung. Dabei ging es um die Frage, ob Musikvermittlung die Anstrengung, die ein komplexes Kunstwerk seinen Rezipienten abverlangt, zu einem «der großen Tabus eines auf allgemeine Erleichterungen gerichteten Angebotsmarkts der Medien, des Kultur- und inzwischen auch des Bildungsbetriebs» mache, wie Holger Noltze [...] Weiterlesen – ‘Musikvermittlung: Marketing oder musikalische Bildung?’.
Ästhetik und Fußball
Dass Finanzprodukte anhand von ästhetischen Kriterien bewertet werden, wurde bereits vor längerem einmal in der ZEIT konstatiert. Aktien «performen» mehr oder weniger gut und haben – wenn es richtig gut läuft – «Fantasie»; nicht wenige ehemalige «Börsenstars» hoffen auf ein «Comeback», jetzt nach der Krise. Auch Kreditbedarf würde nicht mehr berechnet, sondern «dargestellt». Ein ähnliches [...] Weiterlesen – ‘Ästhetik und Fußball’.
Beethoven-Analyse im Sportreportjargon
In den Kommentaren zu einem Artikel von Christian Henner-Fehr, in dem es um die (Un)Vereinbarkeit von Fußball und Kunst ging, stieß ich neulich auf diesen grandiosen Youtube-Clip (nur Audio): Ganz erstaunlich, wie gut es einer einigermaßen fundierten musikalischen Analyse von Beethovens Fünfter steht, wenn sie in dampfplaudernden Sportreporter-Jargon eingekleidet wird. Man könnte doch noch glatt [...] Weiterlesen – ‘Beethoven-Analyse im Sportreportjargon’.
Johannes-Passion: «Mein teurer Heiland»
Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, mit dem Berner Kammerchor zwei Mal die Johannes-Passion aufführen zu können. Eins meiner Lieblingsstücke aus dieser Passion ist die Bass-Arie mit Chor «Mein teurer Heiland». Als kunstvolle Verschränkung von Arie und Choral in jeweils unterschiedlichen Taktarten ist sie einerseits musikalisch besonders. Aber auch inhaltlich ist sie in meinen Augen [...] Weiterlesen – ‘Johannes-Passion: «Mein teurer Heiland»’.
Airbag für die Pferdekutsche: Innovation im klassischen Konzert
Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht übersteigen – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren. Diese Äußerung von Gottlieb Daimler bringt ein elementares Problem von Innovationen auf den Punkt: Wir wissen nicht, was wir nicht wissen und wo unsere blinden Flicken sind. Daimlers Einschätzung ist aus heutiger Sicht vor allem amüsant. Kurios [...] Weiterlesen – ‘Airbag für die Pferdekutsche: Innovation im klassischen Konzert’.
Heutiges Musiktheater: Nur «Hope» macht Hoffnung
Die Oper erhebt zwar immer den Anspruch, «heutig» sein zu wollen, tatsächlich versucht man aber doch auffällig oft, sich in den warmen Glanz der großen Kunst und der großen Erzählungen der Vergangenheit zu legen und diesen zu reflektieren. Beispiel Wolfgang Rihm. Sein letztes Bühnenwerk war eine Vertonung von Goethes Proserpina, einer Figur aus der griechischen [...] Weiterlesen – ‘Heutiges Musiktheater: Nur «Hope» macht Hoffnung’.
Warum der Säbelzahntiger die Neue Musik auf dem Gewissen hat
Im Hamburger Abendblatt las ich zu Silvester, dass 72 Prozent der Hamburger glauben, dass es im neuen Jahr aufwärts gehen werde. Auch die Wirtschaft ist optimistisch. Keine Spur von Angst vor Neuem oder dem «Früher war alles besser»-Syndrom, zumindest nicht, wenn es um Jahre geht. Das ist etwas anders bei Musik. Heerscharen von Musikpädogogen und [...] Weiterlesen – ‘Warum der Säbelzahntiger die Neue Musik auf dem Gewissen hat’.
Weihnachtskonzert im Innovator’s Dilemma
Es gehört zum guten Ton unter Konzert- und Kulturveranstaltern, Hör- und Seherwartungen des Publikums gezielt zu unterwandern, um deren kulturellen Horizont Richtung zeitgenössischer Kultur zu erweitern. Das führt mitunter dazu, dass man interessante Werke entdeckt, auf die man sonst nicht gestoßen wäre. Mühsam wird es, wenn dieses Vorgehen zur Ideologie wird. Denn dann bekommt es [...] Weiterlesen – ‘Weihnachtskonzert im Innovator’s Dilemma’.
Fingerübung für Fortgeschrittene
Während Virtuosität bei klassischen Instrumenten eine zwingende Voraussetzung ist, um musikalisch überhaupt ernst genommen zu werden, gilt es in der Pop- und Rockmusik nicht selten als Angeberei oder gar als verkünstelndes Element, das dem unmittelbaren emotionalen Ausdruck im Wege steht. Das ist freilich ein Missverständnis, denn die Virtuosität, also die absolute technische Beherrschung eines Instruments, [...] Weiterlesen – ‘Fingerübung für Fortgeschrittene’.
Gründer der Liedergalerie wirft das Handtuch
Vor einiger Zeit habe ich die Hamburger Liedergalerie als Best practice für beherztes Kulturunternehmertum vorgestellt. Was der Gründer Thomas Franke dort aufgebaut hat, dem gebührt wirklich großer Respekt. Jetzt gibt er entnervt auf und verlegt seine Aktivitäten ins Ausland. Dieser Schritt ist ebenso schade wie verständlich. Auf seiner Homepage destimo.de legt er ausführlich dar, was [...] Weiterlesen – ‘Gründer der Liedergalerie wirft das Handtuch’.
Hallelujah! – Der Messias als Weihnachtskonzertklassiker
Im Dezember haben nicht nur Aufführungen des Weihnachtsoratoriums Hochkonjunktur, sondern auch von Händels Messias. Dabei kommt die Weihnachtsgeschichte hier nur im ersten Teil vor, der zweite handelt von der Passion und Auferstehung Jesu, der dritte von der Erlösung und der Überwindung des Todes. Der Messias könnte damit ebenso gut Alternativprogramm zu Ostern oder der Trauerzeit [...] Weiterlesen – ‘Hallelujah! – Der Messias als Weihnachtskonzertklassiker’.
Junge Tonhalle Düsseldorf (Best practice X)
Wie die stART.09 war auch die junge Tonhalle Düsseldorf beim diesjährigen Kulturmarkenaward nominiert. Bei diesem Projekt des Intendanten Michael Becker handelt es sich um den offenbar ziemlich erfolgreichen Versuch, junge Leute in die altehrwürdige Tonhalle zu bekommen. Im Rahmen dieses Projekts gibt es daher verschiedene Veranstaltungsformate, die speziell auf die Ansprüche junger Konzertbesucher zugeschnitten sind. [...] Weiterlesen – ‘Junge Tonhalle Düsseldorf (Best practice X)’.
Orianthi Panagaris: Mit Rock in eine Männerdomäne
In der Musikwelt gibt es immer noch erstaunlich viele Männerdomänen. Zum Beispiel den Job des Dirigenten. Mittlerweile gibt es zwar einige Dirigentinnen, aber sie sind immer noch eine Ausnahme. Noch schlimmer ist es bei den Rockgitarristen. Die Rockgitaristinnen der letzten Jahrzehnte, die Bekanntheit über eine kleine Nische hinaus erlangt haben, dürfte man an einer Hand [...] Weiterlesen – ‘Orianthi Panagaris: Mit Rock in eine Männerdomäne’.
Dudamel: Der Obama unter den Dirigenten
Gustavo Dudamel ist so eine Art Barack Obama unter den Dirigenten: Groß geworden in sehr bescheidenen Verhältnissen, dank starker Ausstrahlung und Begeisterungsfähigkeit eine spektakuläre Karriere in der jeweiligen Branche hingelegt und dort höchst rasant auf einen Spitzenposten durchmarschiert. Anfang Oktober trat Dudamel sein Amt als Chef des Los Angeles Philharmonic Orchestras an. Das Eröffnungskonzert in [...] Weiterlesen – ‘Dudamel: Der Obama unter den Dirigenten’.
Podcast: Ein Kontrabass spielt selten allein
Ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie persönlich und authentisch man über soziale Medien kommunizieren kann ist der Podcast Ein Kontrabass spielt (selten) allein. Friedrich Witt – fast 80-jährig! – erzählt darin Anekdoten, Erlebnisse und Ansichten aus seinem Leben als Musiker und jahrzehntelanger Solobassist der Berliner Philharmoniker. Das ist ebenso unterhaltsam wie informativ und subjektiv. Nett [...] Weiterlesen – ‘Podcast: Ein Kontrabass spielt selten allein’.
La Bohème im Multichannel-Livestream
Vor einiger Zeit habe ich über das Konzert der Philharmoniker Hamburg berichtet, wo das Orchester über halb Hamburg verteilt war und, über Kameras koordiniert, Brahms Zweite spielte. Das Ganze konnte man sich online entweder registerweise oder in der Zusammenschau anhören und -sehen. Wo der künstlerische Mehrwert lag, hat sich mir nicht erschlossen. Gestern Abend hat [...] Weiterlesen – ‘La Bohème im Multichannel-Livestream’.
Beethovens Fünfte zum Angucken
Als Waldorfschüler ist man aus dem Unterrichtsfach Eurythmie mit der Vorstellung vertraut, Musik könne (und solle) nicht nur hör-, sondern auch sichtbar gemacht werden. Auch jahrelanger Unterricht in diesem Fach konnte mich von dieser These allerdings nie überzeugen. Worin sollte da ein Fortschritt oder Vorteil liegen? Ins Zweifeln, ob nicht doch etwas dran sein könnte, [...] Weiterlesen – ‘Beethovens Fünfte zum Angucken’.
Noch einmal Dirigenten
Im Rahmen der Diskussion, die ich vor einiger Zeit mit meinem Beitrag über Dirigenten als Vorbilder für Manager angestoßen habe, fragte ich mich im Nachhinein, warum die Bedeutung von Dirigenten so wahnsinnig hoch eingestuft wird. Es scheint fast, als seien Dirigenten heute der Inbegriff positiver, charismatischer Herrschaft schlechthin – zumindest unter Musikkennern und Kulturmanagern. In [...] Weiterlesen – ‘Noch einmal Dirigenten’.
Bayreuther-Festspiele-TV (Best practice VIII)
Kürzlich wurden die ersten Bayreuther Festspiele unter der Leitung von Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier eröffnet – ohne Premiere. Wobei, das stimmt nicht ganz, denn eine Premiere gab es doch – den Podcast der Bayreuther Festspiele. Das ist erstmal eine gute Idee und läuft deswegen hier auch unter meiner in letzter Zeit stark vernachlässigten «Best [...] Weiterlesen – ‘Bayreuther-Festspiele-TV (Best practice VIII)’.
Die Fledermaus in Interlaken
Die Operette gilt gemeinhin als die minderwertige, weil weniger anspruchsvolle, Variante der Oper. Nachdem ich am Wochenende die äußerst kurzweilige Premiere der Fledermaus bei den Operettenfestspielen Interlaken miterlebt habe, frage ich mich allerdings, warum das so ist. Denn all das Unmoderne, Pathetische und Fragwürdige der Gattung Musiktheater, das Opernregisseuren aus oftmals nachvollziehbaren Gründen Schwierigkeiten macht, [...] Weiterlesen – ‘Die Fledermaus in Interlaken’.
Einsame Musiker: hier wird ihnen geholfen
Ein Leben für die Musik kann sehr einsam machen. Viele große Komponisten und Musiker wussten im wahrsten Sinne ein Lied davon zu singen: Beethoven, Schubert, Brahms, Gould, Callas, Elvis – die Liste ließe sich mühelos fortsetzen. Vielleicht hätte Ihnen geholfen werden können, wenn es zu ihrer Zeit das Internet schon gegeben hätte. Denn hier gibt [...] Weiterlesen – ‘Einsame Musiker: hier wird ihnen geholfen’.
Nellie McKay – Meisterin der Ironieironie
Vor einigen Jahren kündigte Sat1 seine Filme immer als «FilmFilm» an. Während diese Wortdopplung hier natürlich ziemlich schwachsinniges Werberdeutsch war, ist die Dopplung Ironieironie in meinen Augen eine perfekte Umschreibung dessen, was die Sängerin Nellie McKay macht: Hier nimmt sie nicht nur den einschlägigen Forderungskatalog fundamentalistischer Feministinnen aufs Korn, sondern zugleich auch die ebenso einschlägigen [...] Weiterlesen – ‘Nellie McKay – Meisterin der Ironieironie’.
Junge Konzertbesucher – in Paris gibt’s sie
Norman Lebrecht schreibt in seinem Blog über eine Studie, nach der die Pariser Konzert- und Opernbesucher im Durchschnitt 32 Jahre alt sind. Das passt so gar nicht zu den Sorgen über die Überalterung der Konzertbesucher oder gar deren langsames Aussterben, wie man sie sonst kennt. Die Gründe für das niedrige Durchschnittsalter sieht Lebrecht darin, dass [...] Weiterlesen – ‘Junge Konzertbesucher – in Paris gibt’s sie’.
Dirigenten als Vorbilder für Manager
Schon öfters habe ich die Idee kritisiert, die Arbeitsweise von klassischen Orchestern zum Vorbild für Führung in Unternehmen zu nehmen. Der Grund: Orchester sind streng hierarchische Organisationen, in denen Entscheidungen nach dem Top-down-Prinzip getroffen werden. Das ist nicht gerade das Non-Plus-Ultra moderner Führung. Natürlich – bestimmte Organisationen müssen aus Effizienzgründen streng hierarchisch funktionieren, nämlich solche, [...] Weiterlesen – ‘Dirigenten als Vorbilder für Manager’.
Kommt Kunst von Kompilieren?
Eine Prämisse adornitischer Ästhetik lautet, das Neue, Unerhörte ist das Gute. Das hat für lange Zeit in den Künsten eine obsessive Originalitätssucht nach sich gezogen und tut es bis heute. Ironischerweise haben sich die Künste mit dem Hochhalten dieser Idee geradewegs ins Bedeutungsabseits manövriert und das beschworen, was sie um jeden Preis verhindern wollten, nämlich [...] Weiterlesen – ‘Kommt Kunst von Kompilieren?’.
stART.hilfe: Qual der Wahl
Die stARTconference vergibt zusammen mit den Duisburger Philharmonikern und Upload eine «stART.hilfe» für ein herausragendes Kunst-Kultur-Web-Projekt. Die stART.hilfe besteht dabei aus dem Umsatz eines Konzertkartenkontingents, dass die Duisburger Philharmoniker für den Ring ohne Worte am 28. Mai zur Verfügung gestellt haben. Alle Infos zu der Aktion und dem Konzert gibt es im Blog der Duisburger [...] Weiterlesen – ‘stART.hilfe: Qual der Wahl’.
Buchtipp: Tristanakkord
Für meinen Trip nach Cardiff über das vergangene Wochenende habe ich mich bei der Suche nach geeigneter Reiselektüre für Tristanakkord von Hans-Ulrich Treichel entschieden, ein Buch, das ich vor einiger Zeit schon einmal mit ziemlichem Vergnügen gelesen hatte. Dieses Mal war das Vergnügen nicht kleiner, denn das Buch ist eine wunderbar treffsichere Tragikomödie über die [...] Weiterlesen – ‘Buchtipp: Tristanakkord’.
Unspielbar
Dass visionäre Kunstwerke zunächst als «unspielbar» gelten, kam und kommt gelegentlich vor. Berühmte Beispiele ist u.a. Schuberts Große C-Dur-Sinfonie oder Wagners Tristan und Isolde. An Wagners Musikdrama haben sich 1863 keine geringeren als die Wiener Philharmoniker in 77 Proben die Zähne ausgebissen und es dann doch sein gelassen. Sowohl bei Tristan als auch bei der [...] Weiterlesen – ‘Unspielbar’.
Kunst ist immer Risiko!
In Bern stößt man früher oder später auf Mani Matter, eine Berner Liedermacher-Legende, 1972 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Seine Lieder sind aber bis heute beliebtes didaktisches Material, nicht nur in den Bärndütsch-Kursen der Migros-Klubschulen, sondern auch an den normalen Schweizer Schulen. Die Lieder sind durchwegs kurze, simpel gestrickte Ohrwürmer, die man über Tage [...] Weiterlesen – ‘Kunst ist immer Risiko!’.
Lohengrin meets Lehman Brothers
Das scheinbar Antiaufklärerische, das in Lohengrin im sog. Frageverbot zu Tage tritt, ist vermutlich schon in tausenden von Inszenierungen kritisiert und auseinandergedröselt worden. Jetzt, wie es scheint, einmal mehr in der Neuinszenierung an der Staatsoper Unter den Linden. Regisseur Herheim entblödet sich nicht, es gar «faschistoid» zu nennen. Natürlich muss es einem gebildeten Mitteleuropäer zu [...] Weiterlesen – ‘Lohengrin meets Lehman Brothers’.
Rundkfunkchor Berlin sucht singende Manager für LeaderChor
Der Rundfunkchor Berlin lädt Manager und Führungskräfte zu einem Workshop-Wochenende vom 11. bis 14. September ein, an dem ein Programm mit Werken von Händel, Palestrina, Brahms und Whitacre erarbeitet und gemeinsam mit Mitgliedern des Rundfunkchores aufgeführt wird. Dieser so genannte «LeaderChor» (was für ein Wortspiel!) wird vom Chefdirigent Simon Halsey geleitet. Der Chor ist Teil [...] Weiterlesen – ‘Rundkfunkchor Berlin sucht singende Manager für LeaderChor’.
Oper rechnet sich
Weil Theater und Musik nicht einfach nur schön sein sollen, wenn sie viel kosten, werden seit einiger Zeit so genannte Umwegrentabilitäten errechnet, die aufzeigen sollen, dass es sich bei der öffentlichen Finanzierung von Theatern um lohnende Investitionen in den jeweiligen Standort handelt. Laut einer aktuellen Studie bringt die Wiener Staatsoper dem Staat eine Rendite von [...] Weiterlesen – ‘Oper rechnet sich’.
Buchtipp: Die Offenbarung
Ein größerer Antiheld als Jakob Kemper lässt sich kaum denken, zumindest wenn man sich auf seine wehleidige Selbsteinschätzung einlässt: «Eine einzige Kränkung sei sein Leben gewesen, eine ins Monumentale getriebene Demütigung. Eine private wie berufliche Katastrophe.» So beginnt Robert Schneiders Roman Die Offenbarung. Kemper fristet sein Dasein als Klavierlehrer, ehrenamtlicher Organist im Naumburger Dom und [...] Weiterlesen – ‘Buchtipp: Die Offenbarung’.
Comeback
Mit Extreme und Guns N’Roses haben 2008 zwei Bands meiner Jugend ihr Comeback gefeiert und CDs herausgebracht, die ich mittlerweile mal die Gelegenheit zu hören hatte. Bei GNR ist nach 15-jähriger Arbeit an Chinese Democracy, ausschweifenden Rausschmissen und Auswechslungen von Bandmitgliedern, x-fachen Neu-Einspielungen, permanenten Verschiebungen des Veröffentlichungstermins doch noch ein solides Album entstanden, das deutlich [...] Weiterlesen – ‘Comeback’.
Jodeldiplom
Meine erste Begegnung mit dem Jodeln hatte ich bei target=”_blank”>Otto Waalkes, der diese Disziplin für einen Norddeutschen erstaunlich gut beherrscht. Die meisten Durchschnittsdeutschen tun sich dagegen mit dieser eigenartigen Sangeskunst ziemlich schwer, wie Frau Hoppenstedts ersten unsicheren Schritte auf dem Weg zum Jodel-Diplom zeigen: Was bei Loriot nur Gag ist, ist in der Schweiz Realität: [...] Weiterlesen – ‘Jodeldiplom’.
Digitale Konzerthalle
Morgen eröffnen die Berliner Philharmoniker ihre Digital Concert Hall. In dieser virtuellen Konzerthalle kann man die Konzerte aus der Philharmonie entweder als Livestream oder als Video on demand abrufen. Die »Eintrittskarte« kostet 9,90 EUR, was im Vergleich zum Meistersinger-Livestream der Bayreuther Festspiele ein sehr fairer Preis ist. Auch die Qualität ist selbst bei niedrigster Auflösung [...] Weiterlesen – ‘Digitale Konzerthalle’.
Liedergalerie (Best practice V)
Ein weiteres schönes Beispiel für ambitioniertes Kulturunternehmertum ist die Liedergalerie, die 2003 von dem Sänger Thomas Franke ins Leben gerufen wurde. Zunächst gab es eine Konzertreihe mit unterschiedlichen Liedprogrammen in der Galerie Chaco in den Hamburger Zeisehallen. Und weil sich das Konzept bewährt hat, Lieder in einem kleinen, intimen Rahmen auzuführen, gibt es mittlerweile auch [...] Weiterlesen – ‘Liedergalerie (Best practice V)’.
Andante con YouTube
Tan Dun ist einer der bemerkenswertesten zeitgenössischen Komponisten. Ihm gelingt es einerseits die Negativ-Klischees zeitgenössischer Musik weiträumig zu umschiffen, andererseits aber durchaus sehr originelle Musik zu komponieren, indem er Elemente östlicher und westlicher Musik mischt und gerne Schlaginstrumente einsetzt, die die Faszination des Exotischen verströmen. Auch mit seinem aktuellen Projekt beweist er, dass er sicher [...] Weiterlesen – ‘Andante con YouTube’.
Die Walküre in Zürich: Wieland reloaded
Robert Wilson ist ein Regisseur, bei dem das Regiekonzept bei jeder Inszenierung genau gleich ist: durchgängig Zeitlupenbewegungen, symbolisierte, abstrakte Gesten, schlichte stilvolle Gewänder für alle Personen, dazu plateauartige, weitgehend abstrahierte Bühnenbilder, einigermaßen entlang der Handlung durchgestellte szenische Aktion – und fertig. Das funktioniert mal besser, zum Beispiel bei dem getragenen, weitgehend undramatischen Bühnenweihfestspiel Parsifal (Hamburg) [...] Weiterlesen – ‘Die Walküre in Zürich: Wieland reloaded’.
Bond ist wieder da
»Ich war nie weg« sind Bonds letzte Worte in Quantum of Solace (Trailer). Das ist nicht ganz richtig, denn im vorherigen Film war von dem MI6-Agenten nicht viel zu erkennen. Bond war hier mehr der kleine Bruder von Bruce Willis, was sich jetzt erfreulicherweise wieder geändert hat. Zwar fehlen Miss Moneypenny und Q weiterhin, aber [...] Weiterlesen – ‘Bond ist wieder da’.
Deutsche Orchester mischen ganz oben mit (Best practice IV)
Einmal im Jahr macht die Zeitschrift Gramophone eine Kritikerumfrage, um die besten Orchester der Welt zu ermitteln. Beim diesjährigen Ranking kommen drei der Top10-Orchester aus Deutschland, gleich viele wie aus den USA. Die Berliner Phllharmoniker kommen dabei auf Platz 2, von dem sie die Wiener Philharmoniker verdrängt haben. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks erreicht Platz [...] Weiterlesen – ‘Deutsche Orchester mischen ganz oben mit (Best practice IV)’.
Best Practice II: Bayerische Philharmonie
Die lebhafte Diskussion zu Armin Kleins »Der exzellente Kulturbetrieb« veranlasste mich zu der Behauptung, ich würde keine Kultureinrichtungen kennen, die so schlecht arbeiten würden, wie Klein es in seinem Buch als allgemeines Niveau suggeriert. Ich muss gestehen, dass mir mittlerweile doch zwei bis drei eingefallen sind, die wirklich ziemlich unprofessionell arbeiten. Trotzdem scheinen mir diese [...] Weiterlesen – ‘Best Practice II: Bayerische Philharmonie’.
Die Walküre in Hamburg: »Man ist begeistert.«
Bei allem, was mich am Theater stört und aufregt, gibt es doch gelegentlich Abende, die für alle anderen entschädigen. Abende, in denen man etwas erlebt, was man nur im Theater erleben kann und die das beste Argument für das Theater sind. Ein solcher Abend war der gestrige mit einer fulminanten Aufführung der Walküre an der [...] Weiterlesen – ‘Die Walküre in Hamburg: »Man ist begeistert.«’.
Langweilig und uninspiriert: Rienzi in Bremen
Gestern schrieb Christian Henner-Fehr darüber, was Marketingleute von Künstlern lernen können. Etwas verkürzt gesagt: Passion und Begeisterung. Dass das leider nicht immer stimmt, konnte ich gestern in der ermüdenden Rienzi-Inszenierung von Katharina Wagner erleben, die ich als weiteren griffigen Beleg für die Verankerung des Theaters in vordemokratischen Strukturen abgebucht habe. Denn dass man Wagner hier [...] Weiterlesen – ‘Langweilig und uninspiriert: Rienzi in Bremen’.
Meine Güte! Bachler im Interview
Dass es das Schlichte oft einfacher hat als das Komplizierte erlebe ich täglich an mir selbst beim Bäcker, wo mein Blick eher an der Schlagzeile der BILD-Zeitung hängen bleibt als an der des Weser-Kuriers, obwohl auch bei deren Beschreibung »kompliziert« nicht das Wort der Wahl ist. Die Künste, so könnte man meinen, seien dagegen der [...] Weiterlesen – ‘Meine Güte! Bachler im Interview’.
Kunst vereinnahmt Kommerz
Vor kurzem wurde im Kulturmanagement-Blog über die Vereinbarkeit von Kunst und Kommerz debattiert. Im Grunde war man sich schnell einig, dass beide einander nicht grundsätzlich ausschließen, aber sichergestellt sein sollte, dass der Kommerz die Kunst nicht vereinnahmen können sollte. Aber was im umgekehrten Fall, wenn sich die Kunst der Gallionsfiguren kulturindustriellen Kommerzes bemächtigt? Diese Frage [...] Weiterlesen – ‘Kunst vereinnahmt Kommerz’.
Orchesterkino
Nach den Erfolgen von Rhythm Is It und Trip to Asia scheinen Orchesterfilme Konjunktur zu haben. Heute hat der Film The Promise of Music beim Beethovenfest in Bonn Europapremiere. Es geht darin um die Vorbereitungen des Simon Bolivar Youth Orchestras unter Leitung von Gustavo Dudamel auf ein Konzert beim Beethovenfest 2007. Im Oktober folgt dann [...] Weiterlesen – ‘Orchesterkino’.
England sucht den Super-Maestro
Models, Sänger, Magier, Köche – wer wurde nicht schon alles in Fernsehschows gecastet. Jetzt suchte die BBC die Dirigiertalente unter britischen Promis. Die Gewinnern Sue Perkins (Comedian) durfte vergangenen Samstag den ersten Preis einsacken: einen Auftritt bei den »Last Night of the Proms«. In der Jury saßen u.a. Simone Young und Sir Roger Norrington; entscheiden [...] Weiterlesen – ‘England sucht den Super-Maestro’.
Wagner-Hass-Zitate
Nachdem ich neulich die schönsten Mozart-Hass-Zitate gesucht habe, setze ich diese kleine Reihe nun mit Hass-Zitaten zu Wagner fort. Während sich bei Mozart ja eigentlich alle einig sind, was er doch für ein Genie war, scheiden sich an Wagner von jeher die Geister, was die Suche ungleich ergiebiger macht. Allein ein nicht unbeträchlicher Anteil von [...] Weiterlesen – ‘Wagner-Hass-Zitate’.
Bayreuther Ränkespiele
Eigentlich schien es, als sei Nike Wagner im Rennen um die Nachfolge von Wolfgang Wagner bereits klar abgehängt, nachdem Eva Wagner-Pasquier nach zunächst gemeinsamer Bewerbung mit Nike zur Feindin Katharina übergelaufen war und mit der ein Konzept eingereicht hatte. Nikes kürzlich gemachte Äußerung, sie werde bei der Bewerbung weiter dran bleiben, klang daher eher nach [...] Weiterlesen – ‘Bayreuther Ränkespiele’.
Interaktion ganz klassisch II
Noch einen Schritt weiter als Montero geht Bobby McFerrin. Bei ihm ist das Publikum nicht spontaner Ideengeber, sondern gleich Duettpartner, wenn es über das von McFerrin intonierte Prelude aus dem Wohltemperierten Klavier das Ave Maria von Gounod singt. Als McFerrin-Nummer ist das Stück wohl fast so bekannt wie target=”_blank”>Don’t worry, be happy, das allerdings nicht [...] Weiterlesen – ‘Interaktion ganz klassisch II’.
Interaktion ganz klassisch
Mit dem so genannten Web 2.0 wurde die Interaktion zwischen Konsument/Publikum und Anbieter neu erfunden. Dass gerade in der Hochkultur diesbezüglich jede Menge Potenzial vorhanden ist, dürften Leser dieses Blogs mittlerweile verinnerlicht haben. Natürlich geht Interaktion aber auch ganz ohne Web 2.0, wie die Pianistin Gabriela Montero auf charmante Art und Weise zeigt: Hier improvisiert [...] Weiterlesen – ‘Interaktion ganz klassisch’.
Oper für alle?
Was sollen eigentlich immer diese Slogans a la Oper für alle (oder s. auch hier und hier)? Klingt irgendwie politisch korrekt, wenn Steuergelder auf diese Weise allen zu gute kommen sollen. Genausogut kann man es aber als Zeichen für Nachholbedarf in Sachen Marketing verstehen, denn diese Aussage zeugt weder von Marken- oder zumindest Selbstbewusstsein noch [...] Weiterlesen – ‘Oper für alle?’.
Konzepte für Bayreuth
Die FAZ hat kürzlich die Konzepte für die Bayreuther Festspiele von den Bewerberinnenduos Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier sowie Nike Wagner und Eva Wagner-Pasquier abgedruckt. Im Vergleich zu Elke Heidenreichs ebenfalls in der FAZ veröffentlichten Bayreuther Vision sind beide Bewerbungen relativ brav, sogar verzagt – Nikes Konzept mit einem geplanten Vorfestival zu Pfingsten unwesentlich innovativer. [...] Weiterlesen – ‘Konzepte für Bayreuth’.
Mozart-Hass-Zitate
Mozart finden alle gut. Unter den Vorzeichen, dass Ruhm Kennerschaft verüberflüssigt, muss er einem direkt suspekt werden (s. in diesem Zusammenhang auch…). Laut Falco war er schließlich nicht weniger als Superstar und Rockidol. Die folgenden Mozart-Hass-Zitate sind deswegen ausgesprochen erfrischend, zumal sie von Leuten stammen, denen man Kennerschaft nicht grundsätzlich absprechen kann. If a man [...] Weiterlesen – ‘Mozart-Hass-Zitate’.
Shining eyes mit Benjamin Zander
Eigentlich halte ich die Behauptung, dass Musik eine universelle Sprache ist, die jeder versteht, die alle Grenzen überwindet usw. für musiksoziologisch verklärtes Blabla. Aber nicht aus dem Munde des Dirigenten Benjamin Zander, der zwar Engländer ist, aber eine sehr amerikanische Begeisterungs- und Lehrfähigkeit hat, die an Leonard Bernstein erinnert. Denn Zander »beweist« in diesem Clip, [...] Weiterlesen – ‘Shining eyes mit Benjamin Zander’.
Kulturmarketing 2.0
Nicht nur aufgrund der zahlreichen Beispiele in der Web 2.0-Serie des Kulturmarketing-Blog, sondern auch durch aktuelle Gespräche bekomme ich das Gefühl, dass Web 2.0 in Kultureinrichtungen ein Thema wird und auch hier mit einiger Verspätung ein gewisser Hype entsteht. Mitunter werden die Möglichkeiten äußerst euphorisch und optimistisch eingeschätzt, mit Web 2.0 neues Publikum erschließen zu [...] Weiterlesen – ‘Kulturmarketing 2.0’.
Heidenreichs Bayreuther Visionen
Seit einiger Zeit veröffentlicht die FAZ so genannte Bayreuther Visionen, auf die ich hier zu deren Beginn mal verlinkt habe. Es ist schon sehr bezeichnend für die ignorante Selbstbezogenheit und Routine der maßgeblichen Opernmenschen, dass ausgerechnet Elke Heidenreich als Leiterin der Kinderoper Köln die bislang querdenkerischsten und originellsten Ideen beisteuert und es nicht bloß bei [...] Weiterlesen – ‘Heidenreichs Bayreuther Visionen’.
Bio ist besser – auch bei Musik
»Die ganze Barockmusik ist langweilig« schreibt Herbert Rosendorfer in einer Glosse in der aktuellen Rondo (gehe zu S. 20). Als Ausnahmen lässt er nur Bach, Händel, Telemann und Vivaldi gelten. Die Werke anderer Barockkomponisten sind seiner Meinung nach zu Recht vergessen. Da ist was dran. Das Genörgel an historischer Aufführungspraxis dagegen zeugt von Unkenntnis und [...] Weiterlesen – ‘Bio ist besser – auch bei Musik’.
Kulturerleben virtuell
Im Kulturmarketingblog kam kürzlich in den Kommentaren der Gedanke zur Sprache, dass das Web 2.0 interessante Möglichkeiten für das Marketing von kulturellen Veranstaltungen biete, es sich aber bei dem eigentlichen Angebot um ein alle Sinne ansprechendes Erlebnis handele, das sich eben nicht virtualisieren lasse. Die Hochschule für Musik und Theater in Rostock hat diese Diskussion [...] Weiterlesen – ‘Kulturerleben virtuell’.
Unternehmensberater-Oper
Vermutlich hat keiner Schwierigkeiten, sich eine rundum gut gemachte, humorvolle aber nicht oberflächliche TV-Serie über das Leben und Leiden von Unternehmensberatern vorzustellen. Schließlich gibt es zahlreiche gute Anwaltsserien wie »Boston Legal«, »Damages« oder selbst noch »Unschuldig«. Da ist der Unternehmensberater nicht weit entfernt. Aber eine Oper über Unternehmensberater? Das klingt doch eher nach einem dummen [...] Weiterlesen – ‘Unternehmensberater-Oper’.
Sag mir, welche Musik du magst
… und ich sage dir, wer du bist. Nach diesem Motto verfährt ein Test, der am Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin an der HTM Hannover entwickelt wurde. Mein Testergebnis lautet: Sie gehören am ehesten zu Typ 3: konventionelle und peppige Musik Verschiedene Studien haben herausgefunden, dass Menschen, die die gleichen Angaben wie Sie machen, gerne [...] Weiterlesen – ‘Sag mir, welche Musik du magst’.
Hagen-Quartett in der Glocke
Gestern war ich in einem sehr beeindruckenden Konzert des Hagen-Quartetts im Kleinen Saal der Glocke – übrigens ein wirklich miserabler Konzertsaal, da man alle paar Minuten das Grollen der draußen vorbeifahrenden Straßenbahnen hört. Bei Bruckner wäre das vielleicht nicht so wild, aber bei Kammermusik ist das eine ziemliche Beeinträchtigung. Trotzdem war es ein tolles Konzert. [...] Weiterlesen – ‘Hagen-Quartett in der Glocke’.
Lennon läuft sich warm
Julian Lennons Album Photograph Smile aus dem Jahr 1998 gehört für mich zu den besten Pop-Alben aller Zeiten: es ist eingängig, aber nie banal, es ist gekonnt arrangiert aber nie verfrickelt oder routiniert und es ist originell und stilistisch eigenständig. Deswegen bin ich seit 98 gespannt auf das Nachfolger-Album. Das war erst für 2002, dann [...] Weiterlesen – ‘Lennon läuft sich warm’.
Martenstein hadert mit der Kunst
Beim Aufräumen fiel mir eine alte Martenstein-Kolumne von Anfang 2007 in die Hand, in der er anlässlich des Skandals um Neuenfels Idomeneo-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin mit moderner Kunst hadert. Lesenswert und witzig wie immer. Inhaltlich passt die Kolumne auch zu meinem vorletzten Eintrag, indem es um die Frage ging, was Kunst und Ökonomie [...] Weiterlesen – ‘Martenstein hadert mit der Kunst’.
Nochmal: Gedopte Musiker
Heute habe ich entdeckt, dass es vor kurzem einen kurzen Artikel im Focus über das auch hier bereits thematisierte Problem des »Dopings« bei Musikern gab. Dort werden ein paar interessante Zahlen genannt: - 50 % der deutschen Orchestermusiker leiden unter Auftrittsangst, die über normales Lampenfieber hinausgeht. Speziell Stimmführer und Solisten sind gefährdet. - Ein Drittel [...] Weiterlesen – ‘Nochmal: Gedopte Musiker’.
Links: Wolfgang Wagner dankt ab
Jetzt ist es amtlich: Wolfgang Wagner tritt noch in diesem Jahr als Leiter der Bayreuther Festspiele ab. Ich belasse es hier bei einer kleinen Zusammenstellung der interessantesten Links: Wagners Rücktrittsschreiben Sehr guter Hintergrundbericht von Julia Spinola in der FAZ. Vor allem interessant, dass es keinerlei Verpflichtung der Findungskommission gibt, die beiden Wolfgang-Töchter tatsächlich zu inthronisieren. [...] Weiterlesen – ‘Links: Wolfgang Wagner dankt ab’.
Lang Lang gedopt?
Durch ein Interview mit dem Pharmakologen und Doping-Experten Fritz Sörgel, das ich gerade gehört habe, bin ich auf ein sehr interessantes Tabuthema gestoßen und zwar: Doping im Kulturbereich. Das klingt vielleicht erstmal nach einem blöden Witz, ist aber durchaus nicht so gemeint. Kürzlich schrieb ich im Zusammenhang mit Trip to Asia über den immensen Leistungsdruck [...] Weiterlesen – ‘Lang Lang gedopt?’.
Abbado-Jubiläumsbox
Über all die Feierlichkeiten zu Karajans 100. gerät etwas in Vergessenheit, dass sein Nachfolger Claudio Abbado dieses Jahr 75. Geburtstag feiert, wenngleich erst am 26. Juni. Vielleicht arbeitet die DGG ja noch dran, ich jedenfalls präsentiere hier schon mal die Aufnahmen, die meine Erachtens in eine Abbado-Jubiläumsbox gehören würden. Mahlers Neunte mit den Berliner Philharmonikern. [...] Weiterlesen – ‘Abbado-Jubiläumsbox’.
Bühnenfestspiel hinter den Kulissen
Die ans Herz gehende Versöhnung der zerstrittenen Wagner-Familie, die gerade ausgiebig die Runde durch die Feuilletons macht, ebenso wie der Schlagabtausch zwischen Berliner Staatsoper und Senat bestätigt meine alte These, dass das, was im Theater hinter den Kulissen passiert, in aller Regel sehr viel spannender ist als das, was auf der Bühne geschieht. Bei den [...] Weiterlesen – ‘Bühnenfestspiel hinter den Kulissen’.
Karajan-Links
Am vergangenen Samstag war es genau 100 Jahre her, dass Herbert von Karajan geboren wurde und während die Geburtstags-CD- und -DVD-Editionen schon Wochen vorher in den Läden lagen, gab es jetzt eine Flut an Artikeln und Portraits in den Feuilletons. Dabei durften Artikel über seine NSDAP-Vergangenheit natürlich genauso wenig fehlen wie solche über die seine [...] Weiterlesen – ‘Karajan-Links’.
Das Rheingold III: In Hamburg nichts Neues
Vielleicht erschließt sich das im vorangegangen Eintrag erwähnte Sensationelle am Stuttgarter Rheingold nicht absolut, aber relativ zu anderen Inszenierungen, zum Beispiel der, die kürzlich an der Hamburgischen Staatsoper herausgekommen ist (unter diesem Link gibt es auch ein Video, das einen ganz guten Einblick in die Inszenierung gewährt). Denn was Claus Guth und sein Bühnenbildner abliefern [...] Weiterlesen – ‘Das Rheingold III: In Hamburg nichts Neues’.
Das Rheingold II: Das Stuttgarter Rheingold
In nahezu jeder Hinsicht ein Gegenteil zum Rheingold-Film von Karajan ist die Inszenierung von Joachim Schlömer aus dem viel diskutierten Stuttgarter Ring. Die Personenregie ist um ein vielfaches lebendiger und schildert sehr viel genauer (oder überhaupt) die emotionalen Zustände und die Konflikte zwischen den handelnden Personen. Man versteht, warum Alberich nach der Demütigung durch die [...] Weiterlesen – ‘Das Rheingold II: Das Stuttgarter Rheingold’.
Keine abendfüllende Statur: Trip to Asia
Die Berliner Philharmoniker sind eine der deutschen Kulturmarken schlechthin und haben als solche luxuriöse Möglichkeiten der Markenprofilierung, z.B. mittels Kinofilmen. Rhythm Is It! war ein sensationelles Beispiel dafür. Der Film »Trip to Asia«, eine Dokumentation einer Asienreise des Orchesters, ist ein weiterer Versuch. Mit dem Verweis, dass er vom gleichen Regisseur wie »Rhythm Is It!« [...] Weiterlesen – ‘Keine abendfüllende Statur: Trip to Asia’.
Rillings Matthäus-Passion
Angeregt durch die Blogger-Kantorei auf Tinos Blog und die bevorstehende Aufführung des Bremer Domchores, habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder die Matthäus-Passion zu Gemüte geführt. In der Aufnahme von Helmuth Rilling aus den 90er Jahren, die wirklich sehr empfehlenswert ist. Rillings Orchester spielt auf modernen Instrumenten, die Chöre sind relativ groß, aber das [...] Weiterlesen – ‘Rillings Matthäus-Passion’.
Ick bin ein Berliner Philharmoniker!
Einmal Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker sein? Das Web macht es möglich. In einem kleinen Online-Spiel kann man den Schwan aus Saint Saëns Karneval der Tiere spielen. Je geschickter man den Bogen führt, umso besser klingt es. Zum Glück muss man nicht auch noch greifen. Ich habe 3622 Punkte erreicht und folgendes schmeichelndes Urteil zu meinem [...] Weiterlesen – ‘Ick bin ein Berliner Philharmoniker!’.
Nochmal Karajan
Ich gehöre nicht direkt zu den Karajan-Fans, aber es ist ganz faszinierend zu sehen, wie er probt, hier Schumanns 4. Symphonie mit den Wiener Symphonikern. Er weiß genau, was er will, hat klare und präzise Vorstellungen von dem, was er hören möchte, und er kann sie klar und anschaulich vermitteln. Etwas anstrengend finde ich allerdings [...] Weiterlesen – ‘Nochmal Karajan’.
Dudamel rollt roten Teppich aus
Gestern hatte ich Gelegenheit in der Staatsoper Berlin Gustavo Dudamel zu erleben. Dudamel hat als Dirigent des Simón Bolívar-Jugendorchesters eine außerordentliche Karriere hingelegt und ist seit kurzem groß im Geschäft mit Vertrag bei der Deutschen Grammophon, Gastdirigaten an den großen Opernhäusern und großen Orchestern, derzeit einem Chefposten bei den Göteborger Symphonikern und ab 2009 beim [...] Weiterlesen – ‘Dudamel rollt roten Teppich aus’.
100 Jahre Karajan
Herbert von Karajan wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Deswegen liest (und hört und sieht) man zur Zeit aller Orten über ihn. Unter anderem im aktuellen Heft ZEIT Geschichte, wo auf 96 Seiten dem »Wunder Karajan« nachgegangen wird. Der interessanteste Artikel ist sicher das Interview mit Nikolaus Harnoncourt, der als junger Cellist unter Karajan [...] Weiterlesen – ‘100 Jahre Karajan’.
Smoke on the Griffbrett II
Eric Clapton hebt zum Solo an, lässt die Gitarre jaulen – und je schlimmer es klingt, je weniger Töne er trifft, umso verzückter schaut Clapton in die Menge, dann an die Decke, den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen halb geschlossen. Ja, so ist das bei Clapton. Tatsächlich geht es in dem Spiegel-Online-Artikel, aus [...] Weiterlesen – ‘Smoke on the Griffbrett II’.
Zwangsweise Patriot
Scheinbar haben viele Länder ihre Sorgen und Nöte mit ihren Nationalhymnen. Spaniens Hymne hatte bislang keinen Text und wird, wie es aussieht, auch weiterhin keinen haben. In der Schweiz gibt es zwar einen Text, aber was für einen! Kein Wunder also, dass eine Initiative dafür eintritt, einen neuen Text zu erfinden. Mein Vorschlag: Wenn man [...] Weiterlesen – ‘Zwangsweise Patriot’.
Beethoven groovt
Ich finde es sehr traurig, dass es eine Barriere gibt zwischen der klassischen Musik und dem, was junge Leute hören. klagt Paavo Järvi, Chefdirigent des HR-Sinfonieorchesters, und hat deswegen das Music Discovery Project ins Leben gerufen. Ich persönlich vermute zwar, dass die Barriere z.B. zwischen Techno und Heavy Metal sehr viel größer ist als die [...] Weiterlesen – ‘Beethoven groovt’.
Mozart mal so
Nachdem ich neulich von René Jacobs Einspielung des Weihnachtsoratoriums geschwärmt habe, möchte ich heute über seine Don Giovanni-Aufnahme schwärmen. Sie ist ein Beweis für meine gestrige These, dass gute Musik vor allem auch eine Frage der Interpretation ist. Bei Jacobs erübrigt sich jedenfalls die Frage, ob es unbedingt noch eine weitere Aufnahme von diesem Werk [...] Weiterlesen – ‘Mozart mal so’.
Smoke on the Griffbrett
Das Riff des Deep Purple-Songs »Smoke on the Water« ist eins der bekanntesten und meistgespielten Gitarrenriffs überhaupt. Und weil es so simpel ist, dass wirklich jeder angehende Rocker es spielen kann, gilt in den meisten Gitarrenläden ein per Aushang verhängtes Spielverbot. Eine verständliche Reaktion der Ladenbesitzer, die allerdings durch neue fragwürdige Auswüchse kompensiert wird: (am [...] Weiterlesen – ‘Smoke on the Griffbrett’.
Diva im Badeanzug
Der Weser-Kurier stellte gestern in einem Bericht über die Midem 08 fest, dass der Klassikmarkt zunehmend nach den Mechanismen des Popmarktes funktioniert. Das künstlerische Fliegengewicht Anna Netrebko lässt grüßen. Die Gefahr sei, so der Weser-Kurier, dass Künstler verheizt würden. Die andere Gefahr, die nicht erwähnt wurde aber damit zusammenhängt, ist die der nachlassenden Qualität. Sehr [...] Weiterlesen – ‘Diva im Badeanzug’.
Von Coelho lernen
Die CD-Verkäufe bröckeln seit einiger Zeit fröhlich dahin, auch im letzten Jahr gab es wieder Umsatzeinbußen von 20%. Auf der Musikmesse Midem kam die Musikindustrie deswegen überein, zukünftig verstärkt auf Online-Vermarktung und vor allem auf Online-Abos zu setzen. Naxos macht bereits vor, wie es gehen kann. Die Branche verbindet damit die Hoffnung, das Problem der [...] Weiterlesen – ‘Von Coelho lernen’.
Ausweg aus dem Museum?
»Wir verehren Altes, nur weil es alt ist.« ist eine zentrale These eines Essays aus der Zeit vom 3.1.08 (Siehe auch Kulturmanagement-Blog und Kulturblog.ch). Warum das Berliner Stadtschloss originalgetreu wieder aufgebaut werden soll, gar nicht mal nur konserviert, sondern komplett neu wieder aufgebaut, das verstehe ich tatsächlich auch nicht. Aber ansonsten glaube ich doch eher, [...] Weiterlesen – ‘Ausweg aus dem Museum?’.
Unerschöpflicher Hörgenuss
Das Weihnachtsoratorium probend stellte Beisasse die Frage, ob es wichtig ist zu wissen, wie die musikalische Leitung die geistliche Bedeutung der Musik einschätzt. Da ich gerade die unerreichte Weihnachtsoratoriums-Aufnahme von René Jacobs rauf und runter höre, meine ich, dass es zumindest ein großer und unerschöpflicher Hörgenuss ist, wenn dem Text genau nachgespürt wird. Zum Beispiel [...] Weiterlesen – ‘Unerschöpflicher Hörgenuss’.
Franziskus auf tönenden Pfannkuchen
Von Saint Francois d’Assise gibt es übrigens eine wirklich hervorragende Aufnahme unter der Leitung von Kent Nagano. Getragen wird sie insbesondere von einem grandiosen José van Dam in der Titelrolle. Ihm gelingt es, die demutvolle Haltung des Rollencharakters auch gesanglich umzusetzen und gleichzeitig würdevolle Autorität auszustrahlen. Sein Gesang ist geradlinig, unprätentiös aber mit dezentem Pathos. [...] Weiterlesen – ‘Franziskus auf tönenden Pfannkuchen’.
Fünf Mal Oper
Da ich fand, dass es mal wieder Zeit ist für eine neue Folge in der Reihe »Fünf mal…« ist, hier und heute fünf hörenswerte Opern. Norma mochte schon Wagner, was erstaunlich ist, weil er ja normalerweise kein gutes Haar an der italienischen Oper ließ. Und Norma ist durch und durch italienische Oper: Liebe, Eifersucht, Tod [...] Weiterlesen – ‘Fünf Mal Oper’.
Drei Orangen
Endlich bin ich jetzt mal dazu gekommen, die Aufnahme von »L’Amour des trois Oranges« zu hören, die schon seit langer Zeit in meinem Besitz ist, die ich aber irgendwie nie die Lust zu hören hatte. Das hing wahrscheinlich mit der Erinnerung an eine anstrengende Aufführung dieser Oper in der Komischen Oper Berlin statt. Diese Aufführung [...] Weiterlesen – ‘Drei Orangen’.
»Jetzt singt sie auch noch!«
Nachdem ich ein sehr unterhaltsames, lustiges Interview mit Barbara Schöneberger im Bayern3-Podcast gehört hatte, interessierte mich ihr Album Jetzt singt sie auch noch! Wie das Schicksal es wollte wurden mir tags drauf ein paar iTunes-Songcard zugespielt, so dass ich es mir runterladen konnte. Singen kann Barbara Schöneberger, keine Frage. Allerdings finde ich, dass ihre Stimme [...] Weiterlesen – ‘»Jetzt singt sie auch noch!«’.
Gehversuch im Web 2.0
Auf connectedmarketing fand ich den Hinweis auf die sog. Whirlpods des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. So langsam kommen die Möglichkeiten des Web 2.0 offenbar auch bei den »klassischen« Kultureinrichtungen an. Die Filme sind gut gemacht und Ingo Metzmacher ist auch einfach ein sympathischer Typ. Allerdings hat Martin Oetting recht, wenn er bemängelt, dass die Clips nicht [...] Weiterlesen – ‘Gehversuch im Web 2.0’.
Karajan probt Schumann
Neulich wurde ich auf diesen und weitere target=”_blank”>Youtube-Clips aufmerksam gemacht, die zeigen, wie Herbert von Karajan mit den Wiener Symphonikern Schumanns 4. Symphonie probt. Ich gehöre nicht direkt zu den Herbie-Fans, aber es ist doch beeindruckend, welch klare und präzise Vorstellungen Karajan von dem hat, was er hören möchte, und wie er das anschaulich und [...] Weiterlesen – ‘Karajan probt Schumann’.
Mozart und Salieri-Blog
Christian Henner-Fehr hat das längst überfällige erste deutsche Theaterproduktionsblog entdeckt. Zu der Produktion »Mozart und Salieri« (Rimskij-Korsakow) der Hamburger Musikhochschule gibt es ein begleitendes Blog. Bislang wurde das Produktionsteam vorgestellt. Richtig interessant werden dürfte es mit den ersten Probenberichten werden, die für 10. September ff. angekündigt sind. Interessant, weil erst damit ein Unterschied zu einer [...] Weiterlesen – ‘Mozart und Salieri-Blog’.
Immer noch Sommerloch
Nachdem Katharina Wagner sich im Sommer mit ihrer Meistersinger-Inszenierung über Hans Sachs’ Schlussansprache aufgeregt hat, und damit zum 42.345. Mal die »unbequeme« Frage nach Wagners Nähe zum Nationalsozialismus gestellt hat, ist jetzt mal wieder Rudolf Steiner dran. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat nämlich gerade überlegt, zwei seiner Bücher auf den Index zu setzen, wegen [...] Weiterlesen – ‘Immer noch Sommerloch’.
Früher war alles besser
Gestern in München habe ich gleich die kompletten bis jetzt verfügbaren Folgen von Ein Kontrabass spielt (selten) allein gehört. Wie ich schon sagte, ist es ein wirklich netter, unterhaltsamer und empfehlenswerter Podcast. Allerdings sollte man vielleicht nicht alles hintereinander weghören, denn mir ging irgendwann der ständige Lobgesang auf die guten alten Zeiten, in denen es [...] Weiterlesen – ‘Früher war alles besser’.
Schrumm schrumm
Ein Kontrabass spielt (selten) allein. Bernd Röthlingshöfer ist vor einiger Zeit drauf gestoßen – bei der Suche nach dem ältesten Blogger. Friedrich Witt, der das Blog/den Podcast betreibt und darin aus seiner Zeit als Solobassist der Berliner Philharmoniker erzählt, ist immerhin 77 Jahre alt. Ich bin erst jetzt dazu gekommen, mal reinzuhören und bin begeistert! [...] Weiterlesen – ‘Schrumm schrumm’.
Lots of love to Steve!
Steve Vai ist ja so cool!! Bei seinem Ulmer Konzert vor einigen Wochen hat er ein junges Mädel auf target=”_blank”>die Bühne geholt und mit ihr zusammen »Answers« gespielt. Wie man bei youtube und myspace sehen kann, meistert »Yasi« mit ihren 14 Jahren die gitarristischen Herausforderungen von Vais Songs ziemlich perfekt. Irgendwie witzig, wie sich bei [...] Weiterlesen – ‘Lots of love to Steve!’.
Sound Theories Vol. 1 & 2
Mittlerweile ist das Orchester-Doppel-Album von Steve Vai erschienen und ich muss meine damals geäußerte Enttäuschung über »For The Love Of God« etwas revidieren. Das Stück ist natürlich nicht besser geworden, aber es ist nicht repräsentativ für das Album, wie ich schon zu befürchten geneigt war. Eher nur für Vol. 1, das bekannte Vai-Songs enthält, vom [...] Weiterlesen – ‘Sound Theories Vol. 1 & 2’.
Wagner satt
Heute gab (und gibt es noch) Wagners Ring auf 3sat. Nonstop von morgens um 9 bis Mitternacht. Und zwar in den vielgerühmten Stuttgarter Inszenierungen von Joachim Schlömer (Das Rheingold), Christof Nel (Die Walküre), Jossi Wieler/Sergio Morabito (Siegfried) und Peter Konwitschny (Götterdämmerung). Ich habe mich bei der Walküre reingeschaltet und es seitdem nebenbei immer mal wieder [...] Weiterlesen – ‘Wagner satt’.
Surftipp
Die Seite von Dieter-David Scholz ist eine echte (Wieder-)Entdeckung. War schon lange nicht mehr drauf und habe jetzt viele höchst interessante Berichte gefunden, vor allem über Wagner. Zum Beispiel ein höchst aufschlussreiches Interview mit Brigitte Hamann über ihr Buch »Winifred Wagner oder Hitlers Bayreuth«. Dort geht es natürlich vor allem um Winifreds Verhältnis zu Hitler [...] Weiterlesen – ‘Surftipp’.
Hollywood avant la lettre
Nochmal zum Thema Oper und moderne Technik. Gerade bin ich auf der Seite von Dieter David Scholz auf einen Buchtipp gestoßen, der extrem interessant klingt: »Filmpreis für Wagner. Eine zeitgemäße Betrachtung seines Theaters« von Eric Schulz, einem Musiktheaterregie-Absolventen der Hamburger Musikhochschule. Leider ist das Buch mit 49 Euro für 111 Seiten verdammt teuer. Allerdings gibt [...] Weiterlesen – ‘Hollywood avant la lettre’.
Speisung der 7.000
Bregenz lebt natürlich von den Festspielen. Das merkt man insbesondere in den Stunden vor den Aufführungen auf der Seebühne, wo nicht daran zu denken ist, im näheren Umkreis irgendwo einen Tisch in einem Restaurant oder Café zu bekommen. Immerhin passen 7.000 Personen auf die Seetribüne. (Ich habe mich gefragt, wie das gehen soll, wenn die [...] Weiterlesen – ‘Speisung der 7.000’.
Haydn im Dom
Komme gerade aus einer wunderschönen Aufführung von Haydns »Schöpfung« im Bremer Dom. Hätte gar nicht gedacht, dass mir das Stück so gut gefällt. Aber bei Haydn habe ich schon öfters die Erfahrung gemacht, dass es extrem von den Interpreten abhängt. Es kann echt langweilig sein, wenn einfach nur die Noten wiedergegeben werden und es kann [...] Weiterlesen – ‘Haydn im Dom’.
Das Gute, Schöne, Hehre
Im aktuellen Crescendo schreibt Katharina Wagner über das Gute, Schöne, Hehre – in ziemlich geschwurgeltem Stil, damit jeder merkt, dass sie auch studiert hat. Ein schönes Schwurgelbeispiel ist, wo sie schreibt, dass ihr beim Schluss vom Rheingold »leicht und regenbogenbunt« ums Herz wird und von »Frühlingsfrische und Riesenwaschkraft« schwadroniert. Ja, und der Regisseur, der die [...] Weiterlesen – ‘Das Gute, Schöne, Hehre’.
Schon wieder ins Innere der Figuren verlegt
Gestern schon wieder Oper. Diesmal in Oldenburg: Dialogues des Carmélites (Gespräche der Karmeliterinnen) von Francis Poulenc in einer Inszenierung von Jörg Behr. Der war Regieassistent an der Stuttgarter Oper, was man irgendwie sehen konnte, denn seine Inszenierung hat ein ziemliches Wieler-Morabito-Viebrock-Look-and-Feel. ln in der Kurzeinführung wurde übrigens gesagt, das Besondere der Inszenierung sei, dass die [...] Weiterlesen – ‘Schon wieder ins Innere der Figuren verlegt’.
Ins Innere der Figuren verlegt
Gestern waren wir in Tristan und Isolde im Bremer Theater. Beim Blättern im Programmheft vor Beginn der Oper fiel mir ein Wagner-Zitat ins Auge, in dem es heißt: »nur mittelmäßige Aufführungen können mich retten!« Mich überkam da schon die Befürchtung, das könne als vorweggenommene Entschuldigung für die Inszenierung gemeint sein. Aber so schlimm war es [...] Weiterlesen – ‘Ins Innere der Figuren verlegt’.
Jede Menge gute Tipps von Grönemeyer und einer von mir
So, jetzt habe ich es im dritten Anlauf tatsächlich mal geschafft, die neue Grönemeyer-CD durchzuhören. Vorher hatte ich das immer mal versucht, aber auch immer gleich wieder sein gelassen, weil ich sie doof fand. Jetzt fand ich sie auch doof, aber ich saß nachts in Basel auf dem Bahnhof fest und mir war so langweilig, [...] Weiterlesen – ‘Jede Menge gute Tipps von Grönemeyer und einer von mir’.
Akustischer Nachtrag
Hier noch ein kleiner akustischer Nachtrag zu dem gestrigen Eintrag. [audio:audioblog1.mp3 |leftbg=0x990000|rightbghover=0xFF0000 ] Weiterlesen – ‘Akustischer Nachtrag’.
Fünf Mal Moderne
Welcher Landschaft entspricht wohl die musikalische Moderne? Hm, Keine Ahnung, Vorschläge sind willkommen. Trotz mangelnden Vergleichs kommt hier eine Zusammenstellung mit fünf Klassikern der Moderne. Ligetis Atmospheres: Ja, schön klingt das nicht direkt, aber es erzeugt unbestreitbar so viel Atmosphäre, dass es seinen Namen zu Recht trägt. Sonst hätte das Stück wohl kaum an der [...] Weiterlesen – ‘Fünf Mal Moderne’.
Operntest Essen
Zum Start meines Wochenendes in Essen habe ich die Oper »getestet«, die ja laut Feuilleton mittlerweile auf den UEFA-Cup-Plätzen der deutschen Opernliga mitspielt. Gestern gab es die Derniere von »Die Nase«, einer Oper von Schostakowitsch nach einer Erzählung von Gogol. Die Story ist ziemlich gaga, die Musik grell, schrill und meistens ziemlich laut. Sie klingt [...] Weiterlesen – ‘Operntest Essen’.
Moskau Tscherjomuschki
Gestern war ich das erste Mal seit ziemlich genau 11 Monaten wieder in Oldenburg im Theater. Aber es kam mir vor, als sei es erst vorgestern gewesen. Das klingt natürlich furchtbar floskelig, aber es war wirklich so. Alles ganz vertraut und so. Obwohl natürlich auch einiges anders ist mittlerweile, überall z.B. große grüne “Os” in [...] Weiterlesen – ‘Moskau Tscherjomuschki’.
Fünf Mal Barock
Auch für das Wattenmeer gibt es eine musikalische Entsprechung: Die Barock-Musik. Auf den ersten Blick überaus langweilig, wenn man genauer hinhört jedoch von unvergleichlichem Reichtum und Schönheit. (1) Bei Bach empfiehlt es sich natürlich, gleich eine eigene Liste anzulegen. So wie Y. aka beisasse das in seinem Eintrag Das Evangelium nach St. Johann Sebastian getan [...] Weiterlesen – ‘Fünf Mal Barock’.
Vai in der Tube
Vor ungefähr zehn Jahren gab es eine Zeit, in der jede Metalband, die etwas auf sich hielt, ein Album mit Orchester machte: Metallica, Yngwie Malmsteen, Deep Purple nahm ihr Concerto for Orchestra noch einmal auf, die Scorpions machten was mit den Berliner Philharmonikern usw. usf. Steve Vai war damals nicht dabei, aber bastelt jetzt gerade [...] Weiterlesen – ‘Vai in der Tube’.
Ganz großes Kino
Zugfahrt gestern: Der Pate III. In der Kritik kommt dieser Film ja nicht so gut weg, irgendwo habe ich gelesen, Coppola habe ihn nur gemacht, weil er Geld brauchte. Ich muss aber sagen, dass ich das dem Film nicht angemerkt habe. Ich finde sogar, er ist fast der beste der Reihe, zumindest besser als der [...] Weiterlesen – ‘Ganz großes Kino’.
Erstaunlich sakral
Vergangenen Samstag bekam die Zürcher Oper eine zweite Chance. Es gab Parsifal, Inszenierung Hans Hollmann, von dem ich noch nie was gehört hatte, musikalische Leitung Bernard Haitink, den ich endlich einmal hören wollte. Auch wenn die Inszenierung sehr abstrakt war, hat sie mir unterm Strich doch ganz gut gefallen. Erstaunlich war nämlich, dass die sakralen [...] Weiterlesen – ‘Erstaunlich sakral’.
Wink mit dem Lattenzaun
Um hier die Reihe meiner Opernkommentare fortzusetzen, ein kleiner Bericht aus dem Berner Stadttheater, wo ich vorgestern Le Nozze di Figaro sah. Die Vorstellung begann damit, dass kreischende Choristinnen Flugblätter aus den Rängen ins Parkett warfen, auf denen die Abschaffung des Rechts der ersten Nacht gefordert wurde. Aus dieser Forderung ergeben sich nämlich die zahlreichen [...] Weiterlesen – ‘Wink mit dem Lattenzaun’.
Frauenmusik zum 30.
Ich habe an dieser Stelle schon mehrfach eine Lanze für den Schlager gebrochen. Bastian Sick tut das an anderer Stelle derzeit übrigens auch. Und zwar für Udo Jürgens, dessen Schlager er für ihre gediegene Sprache – na klar – bewundert. Das ist in der Tat bewundernswert, denn Udo Jürgens ist mittlerweile Schweizer und das sind [...] Weiterlesen – ‘Frauenmusik zum 30.’.
McKinsey im Theater
In der Februar/März-Ausgabe von crescendo gibt es einen Bericht über das neue Marketingkonzept der Frankfurter Oper, das McKinsey-Berater über »mehrere Monate« mit Mitarbeitern der Oper entwickelt haben. Natürlich ist es recht opportun, ins McKinsey-Bashing einzustimmen, aber nach dem Bericht zu urteilen, sind die Beratungsergebnisse doch erstaunlich konventionell. Laut dem Artikel empfahlen die Berater der Oper [...] Weiterlesen – ‘McKinsey im Theater’.
Huere grusig
In Zürich sieht man allerdings auch keine bessere Oper als in Bremen. War dort vorgestern in der Zauberflöte, in einer Inszenierung von Martin Kusej, dirigiert vom Godfather unter den lebenden Mozartdirigenten: Nikolaus Harnoncourt. Die Regie fußte auf der mittlerweile nicht mehr neuen und ohnehin recht müßigen Frage, ob nicht eigentlich Sarastro der Böse ist und [...] Weiterlesen – ‘Huere grusig’.
Pelleas in Bremen
Ich mag Bremen ja, fühle mich hier zu Hause und leide mittlerweile schon mit Werder mit, weil sie gerade den Anschluss in Sachen Meisterschaft verpassen. Aber gute Oper kann man hier nicht sehen. Zuletzt musste ich das in Pelleas et Melisande feststellen. Eine Inszenierung von Konstanze Lauterbach, einer Schauspielregisseurin, deren Herangehensweise von wenig Gespür für [...] Weiterlesen – ‘Pelleas in Bremen’.
Wolf im Schafspelz
Gute Popmusik zeichnet sich für meinen Geschmack durch in raffinierte Arrangements gekleidete, einschmeichelnde Melodien aus sowie durch Texte, die ihre eigene Banalität mit einem wissenden Augenzwinkern bedenken. Ein Kriterium, das übrigens erstaunlich viele Schlager erfüllen, weswegen deren Ruf in meinen Augen zu Unrecht so schlecht ist. Man denke z.B. einmal an »Zwei kleine Italiener« oder [...] Weiterlesen – ‘Wolf im Schafspelz’.
Musik als Sport
Ach, hätte ich doch etwas mehr geübt! Am besten gefällt mir aber eigentlich dieses unbestechliche Pokerface zu dieser Fingergymnastik für Fortgeschrittene. Weiterlesen – ‘Musik als Sport’.
Fünf Mal Spätromantik
Neulich wurde ich gefragt, welche (klassische) Musik man denn meiner Meinung nach kennen sollte. Ich habe mich daraufhin entschlossen, eine kleine Reihe einzuführen und dem geneigten Hörer die aus meiner Sicht wichtigsten oder schönsten Werke bestimmter Gattungen zu empfehlen. Heute: Spätromantik. Was die Berge in geographischer Hinsicht sind, ist die Spätromantik in musikalischer Hinsicht: sie [...] Weiterlesen – ‘Fünf Mal Spätromantik’.
Missverständnisse im Windschatten von Uschis Ente
In meinen Augen hat der Schlager einen unverdient schlechten Ruf, denn Schlager können große Freude bereiten. Mein Lieblingsschlager ist »Im Wagen vor mir« von Henry Valentino und Uschi. Als ich dieses Lied zum allerersten Mal gehört habe, habe ich lauthals gelacht, weil ich es für eine Parodie hielt. Bis heute höre ich dieses Lied wirklich [...] Weiterlesen – ‘Missverständnisse im Windschatten von Uschis Ente’.