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Kommt Kunst von Kompilieren?

Jeder Mensch ist ein Kunstwerk
Vergangene Woche besuchte ich das Symposium Kultur digital, das Migros Kulturprozent im Gottlieb Duttweiler Institut, Rüschlikon, veranstalte. Dort wurde sehr facettenreich über die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Kulturbereich diskutiert. Mein ausführlicher Bericht über das Symposium erscheint in der nächsten Ausgabe des KM Magazins. Deswegen an dieser Stelle nur der Hinweis, dass die durchwegs sehr [...] Weiterlesen – ‘Jeder Mensch ist ein Kunstwerk’.
3. Forum Kulturvermittlung in Basel
»Rettet Kulturvermittlung die (Kultur-)Welt?« – So lautete der Titel des dritten von insgesamt vier Foren zur Kulturvermittlung, die von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia veranstaltet werden. Die Titelfrage war zwar offenkundig rhetorisch gemeint, aber sie hatte Interesse geweckt: das Literaturhaus Basel war bis auf den letzten Platz besetzt. Eva Sturm, Professorin für Kunstvermittlung an der [...] Weiterlesen – ‘3. Forum Kulturvermittlung in Basel’.
Nach der stART ist vor der stART
Kaum ist die stART11 erfolgreich über die Bühne gegangen, gibt es bereits den stARTschuss für die nächste Ausgabe. Die soll dieses Jahr am 14. und 15. Juni in der Haniel Akademie in Duisburg stattfinden. Das Motto lautet »NAVIGARE! Schiff, Seekarte, Kompass und Rettungsboot für das Social Web«. Das Thema haben wir anlässlich des 500. Geburtstags [...] Weiterlesen – ‘Nach der stART ist vor der stART’.
Zur Spielplanwahl am Thalia
Vor kurzem wurde in verschiedenen Blogs und Kulturteilen die Aktion des Thalia-Theaters diskutiert, den Spielplan demokratisch wählen zu lassen. Kurz rekapituliert: das Thalia wollte vier der acht Premieren im Großen Haus für die Saison 2012/13 von der Öffentlichkeit bestimmen lassen und bat zur Abstimmung. Detaillierte Abstimmungsregeln gab es keine, so dass sich die Aktion verselbständigte [...] Weiterlesen – ‘Zur Spielplanwahl am Thalia’.
Weltuntergang
Jetzt habe ich gerade wieder angefangen zu bloggen und das soll es schon wieder gewesen sein? In der aktuellen Ausgabe des Kulturmanagement Magazins geht es um den «Weltuntergang», der 2012 (wieder einmal – diesmal laut Maya-Kalender) bevorstehen soll. Auf den Seiten 16ff. werden verschiedene Personen nach ihrer Vision eines Kulturbetriebs 0.0 gefragt, was also wäre, [...] Weiterlesen – ‘Weltuntergang’.
Da bin ich wieder
So, da bin ich wieder. Zu meinen guten Vorsätzen für das neue Jahr gehört es, das Kulturblog zu reanimieren. Der erste Schritt ist hiermit gemacht. Aber warum eigentlich wieder bloggen? Als ich kürzlich meine Blogroll ausmistete, stellte ich fest, dass viele Einträge gar nicht mehr aktiv waren, sondern entweder wie dieses Blog pausieren oder ganz [...] Weiterlesen – ‘Da bin ich wieder’.
Musikvermittlung: Marketing oder musikalische Bildung?
In der ZEIT gab es kürzlich eine Debatte über Sinn und Unsinn von Musikvermittlung. Dabei ging es um die Frage, ob Musikvermittlung die Anstrengung, die ein komplexes Kunstwerk seinen Rezipienten abverlangt, zu einem «der großen Tabus eines auf allgemeine Erleichterungen gerichteten Angebotsmarkts der Medien, des Kultur- und inzwischen auch des Bildungsbetriebs» mache, wie Holger Noltze [...] Weiterlesen – ‘Musikvermittlung: Marketing oder musikalische Bildung?’.
Öffentliches Geld für Kultur oder für Bildung?
Christian Henner-Fehr hat kürzlich in zwei Beiträgen über die Problematik der Kulturfinanzierung geschrieben. In einem Beitrag schlug er vor, zusätzliche Einnahmen über eine Community zu generieren, die aber voraussetzt, dass man eine “magnetische Marke” gebildet hat. Im anderen Beitrag von Christian ging es um den Freiburger Beteiligungshaushalt, der zeigte, dass Politiker offenbar dicht an Volkes [...] Weiterlesen – ‘Öffentliches Geld für Kultur oder für Bildung?’.
Die stART10
Mittlerweile ist der Start der stART10 auch schon wieder eine Woche her. Die beiden Konferenztage sind in meinen Augen noch schneller vergangen als im Jahr zuvor. Wenn diese Kurzweiligkeit schon im letzten Jahr als Indikator für den Erfolg der Konferenz gedient hat, dann ist das nur konsequent, denn in meinen Augen hat die Konferenz die [...] Weiterlesen – ‘Die stART10’.
Tagungsband der stART.09 erschienen: Kultur 2.0
Nach einem Umweg über meine alte Bremer Adresse hat der Tagungsband der stART.09 jetzt auch zu mir gefunden. Ich bin natürlich ebenso wenig objektiv, wie Christian Henner-Fehr, der bereits vor einigen Tagen über den Band geschrieben hat. Aber auch wenn ich es wäre, würde ich zu dem Urteil kommen: es ist ein wirklich gutes, interessantes [...] Weiterlesen – ‘Tagungsband der stART.09 erschienen: Kultur 2.0’.
Dramaturgie des Fußballs
Neulich schrieb ich darüber, dass dieser Tage gern ein Zusammenhang zwischen Fußball und Ästhetik konstruiert wird und kam zu dem Schluss, dass dieser aber letztlich nicht «verhebt», wie man in der Schweiz sagt. Den Titelgewinn der spanischen Mannschaft sehe ich als weiteren Beleg für diese These. Zugegeben: keiner spielt «schöneren» Fußball und keine Mannschaft hat [...] Weiterlesen – ‘Dramaturgie des Fußballs’.
«Episch verseucht» – Die Theaterspielpläne der kommenden Saison
Schon häufiger habe ich darüber geschrieben, dass Theater heute zwangsläufig «museal» seien, auch wenn es in der Szene kaum einen schlimmeren Makel als ebendieses Etikett zu geben scheint. FAZ-Theaterkritiker Gerhard Stadelmeier macht’s jetzt fest an den Schauspiel-Spielplänen der nächsten Saison, die nach seiner Ansicht zu einem großen Teil «episch verseucht» seien, will sagen an einzelnen [...] Weiterlesen – ‘«Episch verseucht» – Die Theaterspielpläne der kommenden Saison’.
Ästhetik und Fußball
Dass Finanzprodukte anhand von ästhetischen Kriterien bewertet werden, wurde bereits vor längerem einmal in der ZEIT konstatiert. Aktien «performen» mehr oder weniger gut und haben – wenn es richtig gut läuft – «Fantasie»; nicht wenige ehemalige «Börsenstars» hoffen auf ein «Comeback», jetzt nach der Krise. Auch Kreditbedarf würde nicht mehr berechnet, sondern «dargestellt». Ein ähnliches [...] Weiterlesen – ‘Ästhetik und Fußball’.
Zwei Hinweise betreffend die stARTconference
Vor wenigen Tagen ist die erste Programm-Version erschienen. Vorerst zwar in einer vorläufigen Version, aber um die 90% der Referenten und Veranstaltungen stehen bereits fest, einige weitere Veranstaltungen werden noch dazu kommen und werden gerade abschließend definiert. Wie im vergangenen Jahr sind es wieder ca. 50 verschiedene Referenten, die auf der Konferenz sprechen werden. Die [...] Weiterlesen – ‘Zwei Hinweise betreffend die stARTconference’.
Museen wie Parkhäuser: Freier Eintritt, kostenpflichtiger Austritt
Die Frage nach innovativen Geschäftsmodellen für den Kulturbereich beschäftigt nicht nur die die diesjährige stARTconference, sondern auch den Schweizer Ökonomen Bruno S. Frey. In den klassischen Kultureinrichtungen spielen bei der Preisbildung kulturpolitische, inhaltliche Erwägungen eine große Rolle, weniger formale Prinzipien wie die Preisregulierung durch Angebot und Nachfrage. Nicht selten wird die Kunst diesen Prinzipien sogar [...] Weiterlesen – ‘Museen wie Parkhäuser: Freier Eintritt, kostenpflichtiger Austritt’.
Museen wie Parkhäuser: Freier Eintritt, kostenpflichtiger Austritt
Die Frage nach innovativen Geschäftsmodellen für den Kulturbereich beschäftigt nicht nur die die diesjährige stARTconference, sondern auch den Schweizer Ökonomen Bruno S. Frey. In den klassischen Kultureinrichtungen spielen bei der Preisbildung kulturpolitische, inhaltliche Erwägungen eine große Rolle, weniger formale Prinzipien wie die Preisregulierung durch Angebot und Nachfrage. Nicht selten wird die Kunst diesen Prinzipien sogar [...] Weiterlesen – ‘Museen wie Parkhäuser: Freier Eintritt, kostenpflichtiger Austritt’.
Blogparade stARTconference: Allianzen für Kulturcommunities
«Geschäftsmodelle im Web 2.0» und Kultureinrichtungen – dieser Zusammenhang mag zunächst etwas abwegig erscheinen – schließlich beschäftigen sich, zumindest die öffentlich finanzierten, Kultureinrichtungen auch im «echten Leben» nicht unbedingt mit Geschäftsmodellen für ihre Arbeit. (Simon Frank geht in seinem Beitrag zur startconference-Blogparade auf diesen Graben genauer ein.) Teilweise herrscht sogar die Haltung vor, dass Kultur [...] Weiterlesen – ‘Blogparade stARTconference: Allianzen für Kulturcommunities’.
Beethoven-Analyse im Sportreportjargon
In den Kommentaren zu einem Artikel von Christian Henner-Fehr, in dem es um die (Un)Vereinbarkeit von Fußball und Kunst ging, stieß ich neulich auf diesen grandiosen Youtube-Clip (nur Audio): Ganz erstaunlich, wie gut es einer einigermaßen fundierten musikalischen Analyse von Beethovens Fünfter steht, wenn sie in dampfplaudernden Sportreporter-Jargon eingekleidet wird. Man könnte doch noch glatt [...] Weiterlesen – ‘Beethoven-Analyse im Sportreportjargon’.
stART10: Run auf Tickets
Gestern startete der Ticketverkauf zur stART10. Die ersten 100 Tickets gibt es zu einem Überraschungspaket-Preis von 100 EUR. Rund die Hälfte der Tickets ist allerdings schon weg! Wer noch von diesem Preis profitieren möchte, sollte sich also beeilen. Aber auch ein Ticket zum Early-Bird-Tarif (290 EUR) lohnt auf jeden Fall die Investition. Für Studierende und [...] Weiterlesen – ‘stART10: Run auf Tickets’.
Johannes-Passion: «Mein teurer Heiland»
Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, mit dem Berner Kammerchor zwei Mal die Johannes-Passion aufführen zu können. Eins meiner Lieblingsstücke aus dieser Passion ist die Bass-Arie mit Chor «Mein teurer Heiland». Als kunstvolle Verschränkung von Arie und Choral in jeweils unterschiedlichen Taktarten ist sie einerseits musikalisch besonders. Aber auch inhaltlich ist sie in meinen Augen [...] Weiterlesen – ‘Johannes-Passion: «Mein teurer Heiland»’.
Airbag für die Pferdekutsche: Innovation im klassischen Konzert
Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht übersteigen – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren. Diese Äußerung von Gottlieb Daimler bringt ein elementares Problem von Innovationen auf den Punkt: Wir wissen nicht, was wir nicht wissen und wo unsere blinden Flicken sind. Daimlers Einschätzung ist aus heutiger Sicht vor allem amüsant. Kurios [...] Weiterlesen – ‘Airbag für die Pferdekutsche: Innovation im klassischen Konzert’.
Studie zum Schweizer Kulturverhalten
Im Jahr 2008 führte das Bundesamt für Statistik gemeinsam mit dem Bundesamt für Kultur eine repräsentative, gesamtschweizerische Erhebung zum Kulturverhalten durch. Ziel der Erhebung war es, die bisherigen Kenntnisse über das Kulturverhalten zu erweitern und zu aktualisieren (die letzte gesamtschweizerische Erhebung stammt aus dem Jahr 1988), internationale Vergleichbarkeit zu ermöglichen und statistische Grundlagen für die [...] Weiterlesen – ‘Studie zum Schweizer Kulturverhalten’.
Web 2.0-Geschäftsmodelle für Kultureinrichtungen
Neben dem «mobilen Web» bilden «Geschäftsmodelle im Web 2.0» einen Schwerpunkt auf der stART.10 im kommenden September. Das mag zunächst etwas abwegig erscheinen – schließlich beschäftigen sich, zumindest die öffentlich finanzierten, Kultureinrichtungen auch im echten Leben nicht unbedingt mit Geschäftsmodellen für ihre Arbeit. Eher herrscht weitgehend die Haltung vor, dass Kultur ein Anrecht auf Alimentierung [...] Weiterlesen – ‘Web 2.0-Geschäftsmodelle für Kultureinrichtungen’.
Führung im Kulturbetrieb II
In neueren Führungskonzepten wird unterschieden zwischen transaktionaler und transformationaler Führung. Transaktionale Führung versteht Arbeit als ein Tauschverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die Individualinteressen der Mitarbeiter und die Unternehmensinteressen werden über eine Tauschaktion (Transaktion) ins Verhältnis gesetzt: Leistung gegen Belohnung. Der Mitarbeiter wird im Sinne der klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Terminologie als rational denkender und handelnder Nutzenmaximierer, als [...] Weiterlesen – ‘Führung im Kulturbetrieb II’.
Führung im Kulturbetrieb I
Vor einiger Zeit rezensierte Christian Henner-Fehr in seinem Blog Armin Kleins Buch zu «Leadership im Kulturbetrieb». In den Kommentaren entspann sich dann eine Diskussion zu Sinn und Unsinn von Kleins Vorstellungen, die mich dazu veranlasst haben, das Thema für mich noch einmal gründlich aufzurollen und Führungsprinzipien für Kulturbetriebe zu skizzieren, die ich als tauglicher erachte. [...] Weiterlesen – ‘Führung im Kulturbetrieb I’.
Heutiges Musiktheater: Nur «Hope» macht Hoffnung
Die Oper erhebt zwar immer den Anspruch, «heutig» sein zu wollen, tatsächlich versucht man aber doch auffällig oft, sich in den warmen Glanz der großen Kunst und der großen Erzählungen der Vergangenheit zu legen und diesen zu reflektieren. Beispiel Wolfgang Rihm. Sein letztes Bühnenwerk war eine Vertonung von Goethes Proserpina, einer Figur aus der griechischen [...] Weiterlesen – ‘Heutiges Musiktheater: Nur «Hope» macht Hoffnung’.
Jeder Mensch ist Konsument Künstler
Brecht wünschte sich, Radiohörer sprechen machen zu können. Joseph Beuys meinte, jeder Mensch sei ein Künstler. Das Web 2.0 hat beides wahr werden lassen. Für Beuys’ These fand ich kürzlich ein schönes Beispiel auf der Ideenbörse für das Kulturmarketing. Für einen Spot für den neuen Z4 hat BMW den Künstler Robin Rhodes eine große weiße [...] Weiterlesen – ‘Jeder Mensch ist Konsument Künstler’.
Call for Papers zur stART.10 läuft
Mit dem Relaunch der Website der stART.conference hat auch der Call for Papers für die zweite Ausgabe der Konferenz gestartet. Während es letztes Mal ganz allgemein um das Thema Kunst und Kultur und Web 2.0 ging, werden in diesem Jahr zwei Themenbereiche schwerpunktmäßig behandelt, die sich aus dem Feedback zur stART.09 als besonders interessant herauskristallisiert [...] Weiterlesen – ‘Call for Papers zur stART.10 läuft’.
Facebook-Sucht stopft Winterloch
In der Schweiz machte in den letzten Tagen eine Studie mit dem Titel «Facebookless» Schlagzeilen. Für diese Studie wurden 50 «Heavy Facebook Users» rekrutiert, die einen Monat lang auf Facebook verzichten sollten. Das nicht sonderlich überraschende Fazit der Studie: Vielnutzern fällt es zunächst nicht leicht auf Facebook zu verzichten. Überzeugte Sportler, Raucher, Kaffeetrinker, Autofahrer oder [...] Weiterlesen – ‘Facebook-Sucht stopft Winterloch’.
Blick in die Glaskugel: Slow Media
Noch im letzten Jahr wagte Frank Tentler in seinem Echtzeitgeist-Blog den Blick in die Glaskugel und stellte eine Reihe von Prognosen und Thesen zu Social Media-Trends im Jahr 2010 auf. Außerdem lud er ein, seine Aussagen um eigene Einschätzungen zu ergänzen, was ich hiermit tun möchte. Wohlwissend übrigens, dass der Blick in die Glaskugel natürlich [...] Weiterlesen – ‘Blick in die Glaskugel: Slow Media’.
Dramentheorie reloaded: Steve Jobs Produktinszenierungen
Welche Bedeutung kulturelle Kompetenz heute für ökonomischen Erfolg hat, zeigt der amerikanische Journalist Carmine Gallo, der sich mit Steve Jobs Präsentationskunst beschäftigt und darüber ein ganzes Buch verfasst hat. Er zeigt, dass die Produktvorstellungen von Apple nicht einfach Produktvorstellungen sind, bei denen die neuen Features der Geräte vorgestellt werden, sondern genau einstudierte Inszenierungen, denen die [...] Weiterlesen – ‘Dramentheorie reloaded: Steve Jobs Produktinszenierungen’.
stART.10: Vom 8.-10. September in Duisburg
Bei der positiven Resonanz auf die stART.09 im vergangenen September, war schnell klar, dass es im Jahr, in dem Essen und das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt sind, auf jeden Fall eine Neuauflage geben würde. Diese findet jetzt statt vom 8.- 10. September 2010, wieder in Duisburg in der Mercatorhalle. Die laufenden Infos, Call for Paper, Ticketverkauf, Programm [...] Weiterlesen – ‘stART.10: Vom 8.-10. September in Duisburg’.
Unleadership nach 50 Cent
Jetzt, wo auch der Kulturbereich langsam anfängt, die aufgedunsene Begriffssau «Leadership» durchs Dorf zu treiben – siehe zum Beispiel die Novemberausgabe des Kulturmanamgent Magazins oder Armin Kleins neues Buch Leadership im Kulturbetrieb – kommt man andernorts schon auf «Unleadership» als ultimativer Führungstechnik des 21. Jahrhunderts: This whole obsession with who the leader is and what [...] Weiterlesen – ‘Unleadership nach 50 Cent’.
Warum der Säbelzahntiger die Neue Musik auf dem Gewissen hat
Im Hamburger Abendblatt las ich zu Silvester, dass 72 Prozent der Hamburger glauben, dass es im neuen Jahr aufwärts gehen werde. Auch die Wirtschaft ist optimistisch. Keine Spur von Angst vor Neuem oder dem «Früher war alles besser»-Syndrom, zumindest nicht, wenn es um Jahre geht. Das ist etwas anders bei Musik. Heerscharen von Musikpädogogen und [...] Weiterlesen – ‘Warum der Säbelzahntiger die Neue Musik auf dem Gewissen hat’.
Weihnachtskonzert im Innovator’s Dilemma
Es gehört zum guten Ton unter Konzert- und Kulturveranstaltern, Hör- und Seherwartungen des Publikums gezielt zu unterwandern, um deren kulturellen Horizont Richtung zeitgenössischer Kultur zu erweitern. Das führt mitunter dazu, dass man interessante Werke entdeckt, auf die man sonst nicht gestoßen wäre. Mühsam wird es, wenn dieses Vorgehen zur Ideologie wird. Denn dann bekommt es [...] Weiterlesen – ‘Weihnachtskonzert im Innovator’s Dilemma’.
Fingerübung für Fortgeschrittene
Während Virtuosität bei klassischen Instrumenten eine zwingende Voraussetzung ist, um musikalisch überhaupt ernst genommen zu werden, gilt es in der Pop- und Rockmusik nicht selten als Angeberei oder gar als verkünstelndes Element, das dem unmittelbaren emotionalen Ausdruck im Wege steht. Das ist freilich ein Missverständnis, denn die Virtuosität, also die absolute technische Beherrschung eines Instruments, [...] Weiterlesen – ‘Fingerübung für Fortgeschrittene’.
Zum Lachen: Whatever works
Eigentlich strotzt Addy Woollens Woody Allens neuer Film «Whatever works» nur so vor zwar vorhersehbaren, aber eigentlich an den Haaren herbeigezogenen Wendungen: Ein alter, einsamer Misanthtrop (Seinfeld-Erfinder Larry David) nimmt eine hübsche, junge, ziemlich naive Ausreißerin bei sich auf. Die beiden heiraten sogar. Irgendwann taucht deren äußerst fromme Mutter auf, die kürzlich von ihrem Mann [...] Weiterlesen – ‘Zum Lachen: Whatever works’.
Gründer der Liedergalerie wirft das Handtuch
Vor einiger Zeit habe ich die Hamburger Liedergalerie als Best practice für beherztes Kulturunternehmertum vorgestellt. Was der Gründer Thomas Franke dort aufgebaut hat, dem gebührt wirklich großer Respekt. Jetzt gibt er entnervt auf und verlegt seine Aktivitäten ins Ausland. Dieser Schritt ist ebenso schade wie verständlich. Auf seiner Homepage destimo.de legt er ausführlich dar, was [...] Weiterlesen – ‘Gründer der Liedergalerie wirft das Handtuch’.
Hallelujah! – Der Messias als Weihnachtskonzertklassiker
Im Dezember haben nicht nur Aufführungen des Weihnachtsoratoriums Hochkonjunktur, sondern auch von Händels Messias. Dabei kommt die Weihnachtsgeschichte hier nur im ersten Teil vor, der zweite handelt von der Passion und Auferstehung Jesu, der dritte von der Erlösung und der Überwindung des Todes. Der Messias könnte damit ebenso gut Alternativprogramm zu Ostern oder der Trauerzeit [...] Weiterlesen – ‘Hallelujah! – Der Messias als Weihnachtskonzertklassiker’.
Twitteratur von Rick Moody
Seit einigen Stunden wird bei @ElectricLit eine Kurzgeschichte des amerikanischen Schriftstellers Rick Moody getwittert. Die Geschichte mit dem Titel «Some Contemporary Characters» gilt als erste Arbeit eines renommierten Schriftsteller, die explizit für Twitter geschrieben wurde und gehört damit in die junge literarische Gattung der «Twitter fiction». Es geht um die Beziehung einer jüngeren Frau (Ich-Erzählerin) [...] Weiterlesen – ‘Twitteratur von Rick Moody’.
Junge Tonhalle Düsseldorf (Best practice X)
Wie die stART.09 war auch die junge Tonhalle Düsseldorf beim diesjährigen Kulturmarkenaward nominiert. Bei diesem Projekt des Intendanten Michael Becker handelt es sich um den offenbar ziemlich erfolgreichen Versuch, junge Leute in die altehrwürdige Tonhalle zu bekommen. Im Rahmen dieses Projekts gibt es daher verschiedene Veranstaltungsformate, die speziell auf die Ansprüche junger Konzertbesucher zugeschnitten sind. [...] Weiterlesen – ‘Junge Tonhalle Düsseldorf (Best practice X)’.
Orianthi Panagaris: Mit Rock in eine Männerdomäne
In der Musikwelt gibt es immer noch erstaunlich viele Männerdomänen. Zum Beispiel den Job des Dirigenten. Mittlerweile gibt es zwar einige Dirigentinnen, aber sie sind immer noch eine Ausnahme. Noch schlimmer ist es bei den Rockgitarristen. Die Rockgitaristinnen der letzten Jahrzehnte, die Bekanntheit über eine kleine Nische hinaus erlangt haben, dürfte man an einer Hand [...] Weiterlesen – ‘Orianthi Panagaris: Mit Rock in eine Männerdomäne’.
Brecht als Vordenker eines kapitalistischen Heilsversprechens
Jede Erfindung braucht einen Mutigen der sie vordenkt. Beim Podcasting scheint das Bertolt Brecht gewesen zu sein. Ende der 1920er Jahre schrieb er: Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer [...] Weiterlesen – ‘Brecht als Vordenker eines kapitalistischen Heilsversprechens’.
Ein Buch namens Zimbo
Max Goldt hat ein neues Buch veröffentlicht. Es enthält eine Sammlung einiger Titanic-Kolumnen sowie die Dankesrede zur Verleihung des Kleist-Preises. Bislang habe ich noch jedes Buch von Max Goldt verschlungen, aber diesmal ist der Funke irgendwie nicht rübergesprungen. In einer Rezension des Hessischen Rundfunks heißt es: «… der Schreibstil wird dann zum eigentlichen Bedeutungsträger.» Da [...] Weiterlesen – ‘Ein Buch namens Zimbo’.
Internet als neues Heilsversprechen des Kapitalismus?!
In der wirklich empfehlenswerten Sendereihe Fragen an den Autor vom Saarländischen Rundfunk hörte ich vor kurzem ein Interview mit Susanne Gaschke über ihr Buch «Klick – Strategien gegen die digitale Verdummung». Grob gesagt lautet das Fazit: Wenn digitale Medien aufgrund unbestreitbarer Vorteile ergänzend eingesetzt werden ist das ok, wenn sie andere Aktivitäten verdrängen ist das [...] Weiterlesen – ‘Internet als neues Heilsversprechen des Kapitalismus?!’.
Kunst und Kultur: Nicht für alle da
Christian Henner-Fehr fragte kürzlich «Heißt Ihre Zielgruppe ‹alle›?» und thematisierte damit den oft formulierten Anspruch von Hochkultureinrichtungen, für alle Bevölkerungsgruppen da sein zu wollen. Projekte wie «Oper für alle» oder Scheinanglizismen wie Public Viewing bezeichnen die Aktivitäten, die diesem Anspruch Rechnung tragen sollen. Für Christian Henner-Fehr ist schnell klar, dass es sich dabei höchstens um [...] Weiterlesen – ‘Kunst und Kultur: Nicht für alle da’.
Dudamel: Der Obama unter den Dirigenten
Gustavo Dudamel ist so eine Art Barack Obama unter den Dirigenten: Groß geworden in sehr bescheidenen Verhältnissen, dank starker Ausstrahlung und Begeisterungsfähigkeit eine spektakuläre Karriere in der jeweiligen Branche hingelegt und dort höchst rasant auf einen Spitzenposten durchmarschiert. Anfang Oktober trat Dudamel sein Amt als Chef des Los Angeles Philharmonic Orchestras an. Das Eröffnungskonzert in [...] Weiterlesen – ‘Dudamel: Der Obama unter den Dirigenten’.
Podcast: Ein Kontrabass spielt selten allein
Ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie persönlich und authentisch man über soziale Medien kommunizieren kann ist der Podcast Ein Kontrabass spielt (selten) allein. Friedrich Witt – fast 80-jährig! – erzählt darin Anekdoten, Erlebnisse und Ansichten aus seinem Leben als Musiker und jahrzehntelanger Solobassist der Berliner Philharmoniker. Das ist ebenso unterhaltsam wie informativ und subjektiv. Nett [...] Weiterlesen – ‘Podcast: Ein Kontrabass spielt selten allein’.
Staatsballett Berlin: «Audience Development» mit Videocast
Auf den ersten Blick macht der Videocast des Staatsballetts Berlin nicht wahnsinnig viel her. Wackelige, verwaschene Bilder, keine Moderation, selten mal ein Interview, meistens einfach ein paar amateurhafte Eindrücke aus der Arbeit des Ensembles. Die Machart entspricht nicht den technischen und redaktionellen Standards der PR-Clips der Bayreuther Festspiele. Der Grund ist, dass die Clips in [...] Weiterlesen – ‘Staatsballett Berlin: «Audience Development» mit Videocast’.
Theater-Lobbyismus auf Leben und Tod
Dass Theater-Lobbyismus nicht eine Angelegenheit der wohldosierten Worte und einer fein austarierten Balance zwischen Jammern und Selbstlob sein muss, zeigt der französische Theaterdirektor Richard Martin. Nachdem die staatlichen Zuschüsse für sein Theater Toursky gestrichen wurden, wählte er die denkbar theatralste Form des Lobbyismus: Er machte den Einsatz für sein Theater zu einer Sache auf Leben [...] Weiterlesen – ‘Theater-Lobbyismus auf Leben und Tod’.
Das Dilemma der Theater-Lobbyisten
Die deutschen Theater und Orchester konnten ihre Eigennahmen in der Saison 2007/08 um 1,1 Prozentpunkte steigern. Für den Deutschen Bühnenverein ein gutes Zeichen, Direktor Rolf Bolwin meint: Hier wird deutlich, dass die Theater und Orchester auf die ökonomische Krise mit der Steigerung ihrer eigenen Wirtschaftskraft reagiert haben. Das sieht man auch an der Zahl der [...] Weiterlesen – ‘Das Dilemma der Theater-Lobbyisten’.
stART als Trendmarke ’09 nominiert (Best practice IX)
Der Erfolg der stART.09 wurde heute zusätzlich zu den weitestgehend positiven Rückmeldungen der Besucher mit der Nominierung als Trendmarke 2009 noch einmal bestätigt. Der Wettbewerb wird veranstaltet von der Berliner Agentur causales und ist so eine Art Oscar des deutschsprachigen Kulturmanagements. Laut heutiger Pressemitteilung «zeichnet (er) die erfolgreichsten Marketingstrategien von Kulturprojekten und die engagiertesten Kulturvermittler [...] Weiterlesen – ‘stART als Trendmarke ’09 nominiert (Best practice IX)’.
La Bohème im Multichannel-Livestream
Vor einiger Zeit habe ich über das Konzert der Philharmoniker Hamburg berichtet, wo das Orchester über halb Hamburg verteilt war und, über Kameras koordiniert, Brahms Zweite spielte. Das Ganze konnte man sich online entweder registerweise oder in der Zusammenschau anhören und -sehen. Wo der künstlerische Mehrwert lag, hat sich mir nicht erschlossen. Gestern Abend hat [...] Weiterlesen – ‘La Bohème im Multichannel-Livestream’.
Serienreif: Die stARTconference
Die zwei stART-Tage sind schnell vorbei gegangen – ein gutes Zeichen, wie ich finde: Der Prototyp kann und wird in Serie gehen. Den Erfolg der Konferenz belegen auch die Rückmeldungen via Twitter und im Konferenzblog, bei allem, was im Einzelnen noch zu optimieren ist. Ausführlichere Berichte zur Konferenz gibt es zum Beispiel auf Blogjournalisten, im [...] Weiterlesen – ‘Serienreif: Die stARTconference’.
stARTconference hat begonnen
Gerade hat mit einem hochinteressanten Vortrag von Gregor Hopf die stART.09 angefangen. Wer nicht live dabei sein kann, kann die Vorträge live im Internet mitverfolgen oder später (noch einmal) ansehen. Über die twitterwall kann man die Konferenz durch die Augen der anwesenden Teilnehmer mitverfolgen. Weiterlesen – ‘stARTconference hat begonnen’.
Beethovens Fünfte zum Angucken
Als Waldorfschüler ist man aus dem Unterrichtsfach Eurythmie mit der Vorstellung vertraut, Musik könne (und solle) nicht nur hör-, sondern auch sichtbar gemacht werden. Auch jahrelanger Unterricht in diesem Fach konnte mich von dieser These allerdings nie überzeugen. Worin sollte da ein Fortschritt oder Vorteil liegen? Ins Zweifeln, ob nicht doch etwas dran sein könnte, [...] Weiterlesen – ‘Beethovens Fünfte zum Angucken’.
Ein Buch als Blog: Verratene Vermächtnisse
Mein Lieblingsblog ist ein Buch: «Verratene Vermächtnisse» von Milan Kundera. Natürlich handelt es sich dabei nicht um ein Blog, sondern um eine Sammlung hochspannender Essays. Ich komme aber auf die Aussage, weil das Buch einem in meinen Augen idealen Blogstil sehr nahe kommt: es ist sehr subjektiv und streitbar, meinungsfreudig und klug, ohne gelehrig oder [...] Weiterlesen – ‘Ein Buch als Blog: Verratene Vermächtnisse’.
Was macht die «Mitmach-Avantgarde» mit der Kunst?
Vioworld veranstalten gerade eine Blog-Parade zum Thema Net Powered Artists. Dazu heißt es dort: Im Raum steht die provokante Behauptung, dass Kunst im Netz zwar neue und spannende Erscheinungsformen – wie z.B. den Mashup – hervorbringt, aber letztenendes zur “Brotlosigkeit” verdammt ist. Heimliches Ziel dieser Blogparade ist es natürlich, diese These anhand aktueller Beispiele zu [...] Weiterlesen – ‘Was macht die «Mitmach-Avantgarde» mit der Kunst?’.
Noch einmal Dirigenten
Im Rahmen der Diskussion, die ich vor einiger Zeit mit meinem Beitrag über Dirigenten als Vorbilder für Manager angestoßen habe, fragte ich mich im Nachhinein, warum die Bedeutung von Dirigenten so wahnsinnig hoch eingestuft wird. Es scheint fast, als seien Dirigenten heute der Inbegriff positiver, charismatischer Herrschaft schlechthin – zumindest unter Musikkennern und Kulturmanagern. In [...] Weiterlesen – ‘Noch einmal Dirigenten’.
Neuer Studiengang in Theatermanagement
Vor einiger Zeit habe ich bemängelt, dass Strategiearbeit in den mittlerweile sehr zahlreichen Kulturmanagement-Ausbildungen keine Rolle spielt. (Eine Ausnahme macht die FH Merseburg.) Neuerdings gibt es einen Lehrgang Theater- und Musikmanagement an der LMU – wieder ohne Strategie. Man spricht zwar von «innovativen Konzepten» und «zukunftsorientierten Lösungsansätzen» und zeigt sich selbst sehr innovativ mit einem [...] Weiterlesen – ‘Neuer Studiengang in Theatermanagement’.
Kehlmann füllt das Sommerloch im Feuilleton
Mit seiner Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele hat Daniel Kehlmann einen erbosten Aufschrei der deutschen Feuilletonisten provoziert. Eine gute Zusammenfassung der Reaktionen gibt es bei nachtkritik.de. Viele sprechen für sich; besonders witzig zu lesen fand ich Joachim Lottmanns «Schützenhilfe». Wenn man die Rede liest, scheint es, dass trotz laufender Festivalsaison auch im Feuilleton das [...] Weiterlesen – ‘Kehlmann füllt das Sommerloch im Feuilleton’.
Kultur wird Werbung wird Kultur
In der Ausgabe Nr. 30 der ZEIT war ein Portrait über Amir Kassaei zu lesen, dem Kreativchef von DDB Deutschland. (Leider ist es online nicht verfügbar.) Werbung werde sich zukünftig mehr an den echten Bedürfnissen der Verbraucher orientieren müssen, leiser werden und auf «Relevanz» (= Inhalte) statt auf «Awareness» (= bloße Aufmerksamkeit) setzen. Er scheut [...] Weiterlesen – ‘Kultur wird Werbung wird Kultur’.
Bayreuther-Festspiele-TV (Best practice VIII)
Kürzlich wurden die ersten Bayreuther Festspiele unter der Leitung von Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier eröffnet – ohne Premiere. Wobei, das stimmt nicht ganz, denn eine Premiere gab es doch – den Podcast der Bayreuther Festspiele. Das ist erstmal eine gute Idee und läuft deswegen hier auch unter meiner in letzter Zeit stark vernachlässigten «Best [...] Weiterlesen – ‘Bayreuther-Festspiele-TV (Best practice VIII)’.
Die Fledermaus in Interlaken
Die Operette gilt gemeinhin als die minderwertige, weil weniger anspruchsvolle, Variante der Oper. Nachdem ich am Wochenende die äußerst kurzweilige Premiere der Fledermaus bei den Operettenfestspielen Interlaken miterlebt habe, frage ich mich allerdings, warum das so ist. Denn all das Unmoderne, Pathetische und Fragwürdige der Gattung Musiktheater, das Opernregisseuren aus oftmals nachvollziehbaren Gründen Schwierigkeiten macht, [...] Weiterlesen – ‘Die Fledermaus in Interlaken’.
Einsame Musiker: hier wird ihnen geholfen
Ein Leben für die Musik kann sehr einsam machen. Viele große Komponisten und Musiker wussten im wahrsten Sinne ein Lied davon zu singen: Beethoven, Schubert, Brahms, Gould, Callas, Elvis – die Liste ließe sich mühelos fortsetzen. Vielleicht hätte Ihnen geholfen werden können, wenn es zu ihrer Zeit das Internet schon gegeben hätte. Denn hier gibt [...] Weiterlesen – ‘Einsame Musiker: hier wird ihnen geholfen’.
KM-Magazin zum Thema Kultur und Web 2.0
Das aktuelle KM-Magazin dreht sich um das Thema der stART: Kultur und soziale Medien/Web 2.0. Ich weise auf diese Ausgabe einerseits deswegen speziell hin, weil sie insgesamt ein Highlight und perfekte Vorbereitungslektüre für die Konferenz ist. Aber auch, weil dort auf den Seiten 31-35 ein Artikel zu lesen ist, den ich zusammen mit Frank Tentler [...] Weiterlesen – ‘KM-Magazin zum Thema Kultur und Web 2.0’.
Nellie McKay – Meisterin der Ironieironie
Vor einigen Jahren kündigte Sat1 seine Filme immer als «FilmFilm» an. Während diese Wortdopplung hier natürlich ziemlich schwachsinniges Werberdeutsch war, ist die Dopplung Ironieironie in meinen Augen eine perfekte Umschreibung dessen, was die Sängerin Nellie McKay macht: Hier nimmt sie nicht nur den einschlägigen Forderungskatalog fundamentalistischer Feministinnen aufs Korn, sondern zugleich auch die ebenso einschlägigen [...] Weiterlesen – ‘Nellie McKay – Meisterin der Ironieironie’.
Gustav Mahler bloggt auch
Bloggen scheint momentan in zu sein bei den großen Gestalten der Kulturgeschichte: Zu Goethe und Schiller gesellt sich jetzt auch Gustav Mahler. Er kann sich aus den gleichen Gründen wie Goethe und Schiller nicht selbst um das Projekt kümmern, deswegen übernimmt das in seinem Fall die Universal Edition. Die Idee ist es, im Blog alle [...] Weiterlesen – ‘Gustav Mahler bloggt auch’.
Goethe und Schiller gebloggt
Vor kurzem mischte Adam Soboczynski mit einem Artikel in der Zeit die deutsche Blogosphäre auf. Das Internet sei kein Ort für Intellektuelle, war seine provokative These. Diese wird nun durch ein kürzlich gestartetes Blog Lügen gestraft, ein Blog nämlich, in dem sich zwei unbestrittene Geistesgrößen der deutschen Kulturgeschichte die Ehre geben: Goethe und Schiller. In [...] Weiterlesen – ‘Goethe und Schiller gebloggt’.
Junge Konzertbesucher – in Paris gibt’s sie
Norman Lebrecht schreibt in seinem Blog über eine Studie, nach der die Pariser Konzert- und Opernbesucher im Durchschnitt 32 Jahre alt sind. Das passt so gar nicht zu den Sorgen über die Überalterung der Konzertbesucher oder gar deren langsames Aussterben, wie man sie sonst kennt. Die Gründe für das niedrige Durchschnittsalter sieht Lebrecht darin, dass [...] Weiterlesen – ‘Junge Konzertbesucher – in Paris gibt’s sie’.
Dirigenten als Vorbilder für Manager
Schon öfters habe ich die Idee kritisiert, die Arbeitsweise von klassischen Orchestern zum Vorbild für Führung in Unternehmen zu nehmen. Der Grund: Orchester sind streng hierarchische Organisationen, in denen Entscheidungen nach dem Top-down-Prinzip getroffen werden. Das ist nicht gerade das Non-Plus-Ultra moderner Führung. Natürlich – bestimmte Organisationen müssen aus Effizienzgründen streng hierarchisch funktionieren, nämlich solche, [...] Weiterlesen – ‘Dirigenten als Vorbilder für Manager’.
Kommt Kunst von Kompilieren?
Eine Prämisse adornitischer Ästhetik lautet, das Neue, Unerhörte ist das Gute. Das hat für lange Zeit in den Künsten eine obsessive Originalitätssucht nach sich gezogen und tut es bis heute. Ironischerweise haben sich die Künste mit dem Hochhalten dieser Idee geradewegs ins Bedeutungsabseits manövriert und das beschworen, was sie um jeden Preis verhindern wollten, nämlich [...] Weiterlesen – ‘Kommt Kunst von Kompilieren?’.
Peymann gewinnt im Preiskampf
«Preiskampf» – so ist die hier zu sehende Jurysitzung zur Vergabe des 3sat-Preises beim Theatertreffen 09 betitelt gewesen. Wahrscheinlich wurde Claus Peymann in die Jury berufen, um sicher zu stellen, dass es auch wirklich ein Kampf wird. Dass Peymann ihn gewonnen hat, wundert nicht. Wenngleich er seinen «Sieg» natürlich weniger einem konsensfähigen Vorschlag als vielmehr [...] Weiterlesen – ‘Peymann gewinnt im Preiskampf’.
Das Web: kein Wohlfühlort für Intellektuelle
Mein Güte! Adam Soboczynskis Artikel Das Netz als Feind in der gerade noch aktuellen Ausgabe der Zeit hat die Blogosphäre ganz schön aufgemischt und zu zahlreichen Repliken angeregt (s. z.B. hier, hier, hier oder hier), die den Autor Lügen strafen sollen in Bezug auf seine Behauptung, dass das Web den Intellektuellen zum Schweigen bringe. Ich [...] Weiterlesen – ‘Das Web: kein Wohlfühlort für Intellektuelle’.
stART.hilfe: Qual der Wahl
Die stARTconference vergibt zusammen mit den Duisburger Philharmonikern und Upload eine «stART.hilfe» für ein herausragendes Kunst-Kultur-Web-Projekt. Die stART.hilfe besteht dabei aus dem Umsatz eines Konzertkartenkontingents, dass die Duisburger Philharmoniker für den Ring ohne Worte am 28. Mai zur Verfügung gestellt haben. Alle Infos zu der Aktion und dem Konzert gibt es im Blog der Duisburger [...] Weiterlesen – ‘stART.hilfe: Qual der Wahl’.
Buchtipp: Tristanakkord
Für meinen Trip nach Cardiff über das vergangene Wochenende habe ich mich bei der Suche nach geeigneter Reiselektüre für Tristanakkord von Hans-Ulrich Treichel entschieden, ein Buch, das ich vor einiger Zeit schon einmal mit ziemlichem Vergnügen gelesen hatte. Dieses Mal war das Vergnügen nicht kleiner, denn das Buch ist eine wunderbar treffsichere Tragikomödie über die [...] Weiterlesen – ‘Buchtipp: Tristanakkord’.
Kultur vs. Wirtschaft
Zwischen Kunst und Wirtschaft besteht ein vermeintlich tiefer Graben. Während man die Kunst allein dem Guten, Schönen, Wahren verpflichtet glauben möchte und Kulturschaffende diese Vorstellung gern nähren, wird oftmals leichtfertig unterstellt, in der Wirtschaft gehe es allein um nackte Erfolgskennzahlen und kurzsichtiges Gewinnstreben. Je mehr Kunst und Wirtschaft jedoch in ihr jeweiliges Klischee-Extrem verfallen und [...] Weiterlesen – ‘Kultur vs. Wirtschaft’.
Steingart stellt die Machtfrage
Gesine Schwan hat kürzlich geäußert, die Demokratie könne durch die aktuelle Krise in Gefahr geraten und die Kritik, dass diese Befürchtung wohl etwas überzogen ist, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Oder aber man muss die Frage so zuspitzen wie Gabor Steingart in seinem aktuellen Buch «Die Machtfrage. Ansichten eines Nichtwählers» und fragen, [...] Weiterlesen – ‘Steingart stellt die Machtfrage’.
Unspielbar
Dass visionäre Kunstwerke zunächst als «unspielbar» gelten, kam und kommt gelegentlich vor. Berühmte Beispiele ist u.a. Schuberts Große C-Dur-Sinfonie oder Wagners Tristan und Isolde. An Wagners Musikdrama haben sich 1863 keine geringeren als die Wiener Philharmoniker in 77 Proben die Zähne ausgebissen und es dann doch sein gelassen. Sowohl bei Tristan als auch bei der [...] Weiterlesen – ‘Unspielbar’.
Kunst ist immer Risiko!
In Bern stößt man früher oder später auf Mani Matter, eine Berner Liedermacher-Legende, 1972 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Seine Lieder sind aber bis heute beliebtes didaktisches Material, nicht nur in den Bärndütsch-Kursen der Migros-Klubschulen, sondern auch an den normalen Schweizer Schulen. Die Lieder sind durchwegs kurze, simpel gestrickte Ohrwürmer, die man über Tage [...] Weiterlesen – ‘Kunst ist immer Risiko!’.
Im Kino: Der Knochenmann
Die ersten beiden Filme aus Wolf Haas’ Krimi-Reihe über Detektiv Brenner waren super: «Silentium» noch besser als sein Vorgänger «Komm, süßer Tod». Jetzt gibt’s mit dem «Knochenmann» den dritten im Kino, der allerdings ziemlich «over the top» ist. Als sei er von Tatort-Autoren auf Speed verfasst worden. Ländliche Beschaulichkeit, ein Sohn, der nicht aus dem [...] Weiterlesen – ‘Im Kino: Der Knochenmann’.
Lohengrin meets Lehman Brothers
Das scheinbar Antiaufklärerische, das in Lohengrin im sog. Frageverbot zu Tage tritt, ist vermutlich schon in tausenden von Inszenierungen kritisiert und auseinandergedröselt worden. Jetzt, wie es scheint, einmal mehr in der Neuinszenierung an der Staatsoper Unter den Linden. Regisseur Herheim entblödet sich nicht, es gar «faschistoid» zu nennen. Natürlich muss es einem gebildeten Mitteleuropäer zu [...] Weiterlesen – ‘Lohengrin meets Lehman Brothers’.
Kultur ist eben doch Luxus
Kürzlich hörte ich ein Interview mit Hortensia Völkers, der Geschäftsführerin der Kulturstiftung des Bundes, in dem es u.a. um die Frage ging, warum die traditionellen Kultureinrichtungen so wenig junges Publikum haben. Völkers meinte, ein Problem läge darin, dass junge Leute in der Schule nicht mehr vermittelt bekommen, ins Theater, ins Konzert, ins Museum zu gehen. [...] Weiterlesen – ‘Kultur ist eben doch Luxus’.
Ticketverkauf für stART.09 hat begonnen
Gestern hat endlich der Kartenverkauf für die stART.09 begonnen. Die Tickets kosten derzeit in der so genannten «Super Early Bird»-Phase 290 EUR. D.h. schnell Entschlossene sparen mehr als 50% gegenüber dem regulären Preis in Höhe von 590 EUR. Für Studierende und Personen, die zwei oder mehr Karten kaufen gibt es nochmal einen Rabatt von 20%. [...] Weiterlesen – ‘Ticketverkauf für stART.09 hat begonnen’.
Rundkfunkchor Berlin sucht singende Manager für LeaderChor
Der Rundfunkchor Berlin lädt Manager und Führungskräfte zu einem Workshop-Wochenende vom 11. bis 14. September ein, an dem ein Programm mit Werken von Händel, Palestrina, Brahms und Whitacre erarbeitet und gemeinsam mit Mitgliedern des Rundfunkchores aufgeführt wird. Dieser so genannte «LeaderChor» (was für ein Wortspiel!) wird vom Chefdirigent Simon Halsey geleitet. Der Chor ist Teil [...] Weiterlesen – ‘Rundkfunkchor Berlin sucht singende Manager für LeaderChor’.
Von der Kultur- zur Bildungseinrichtung
In einer kürzlich versendeten Pressemitteilung befürchtet die Deutsche Orchestervereinigung massive Einbrüche bei den Zuhörerzahlen. Allerdings nicht aufgrund der derzeitigen Wirtschaftskrise oder aufgrund des viel beschworenen demografischen Wandels. Grund ist vielmehr die Entscheidung der Kultusminister der Länder, die Studienbereiche Musik, Kunst und Sport (bzw. Bewegung) für Grundschullehramtsstudenten zum Bereich «Ästhetische Bildung» zusammenzufassen. Wenn jetzt aber schon [...] Weiterlesen – ‘Von der Kultur- zur Bildungseinrichtung’.
Ökonomie ein kulturfreier Raum?
Während sich Kulturschaffende nicht selten mit der Ökonomie schwer tun, sieht es umgekehrt in aller Regel kaum besser aus. Vor einiger Zeit diskutierte ich mit einem VWL-Doktoranden einen ganzen Abend lang über den Stellenwert von Kultur im Zusammenhang mit ökonomischen Erwägungen. Während er Kultur hierbei als ein Nice-to-have ansah, dem man sich widmen kann, wenn [...] Weiterlesen – ‘Ökonomie ein kulturfreier Raum?’.
Oper rechnet sich
Weil Theater und Musik nicht einfach nur schön sein sollen, wenn sie viel kosten, werden seit einiger Zeit so genannte Umwegrentabilitäten errechnet, die aufzeigen sollen, dass es sich bei der öffentlichen Finanzierung von Theatern um lohnende Investitionen in den jeweiligen Standort handelt. Laut einer aktuellen Studie bringt die Wiener Staatsoper dem Staat eine Rendite von [...] Weiterlesen – ‘Oper rechnet sich’.
Buchtipp: Die Offenbarung
Ein größerer Antiheld als Jakob Kemper lässt sich kaum denken, zumindest wenn man sich auf seine wehleidige Selbsteinschätzung einlässt: «Eine einzige Kränkung sei sein Leben gewesen, eine ins Monumentale getriebene Demütigung. Eine private wie berufliche Katastrophe.» So beginnt Robert Schneiders Roman Die Offenbarung. Kemper fristet sein Dasein als Klavierlehrer, ehrenamtlicher Organist im Naumburger Dom und [...] Weiterlesen – ‘Buchtipp: Die Offenbarung’.
Ohne Strategie: Kulturmanagement-Studiengänge
Kürzlich hat Christian Henner-Fehr gefragt, welche Ausbildung für Personen geeignet sind, die Führungspositionen in Kulturbetrieben anstreben. Er stellte exemplarisch den Master in Kulturmanagement dem MBA-Programm der Donau-Universität Krems gegenüber. In den Kommentaren zu dem Eintrag habe ich angemerkt, dass es sich allgemein kaum sagen lässt, was für angehende Kulturmanager empfehlenswerter sei. Beim Vergleich des Lehrangebots [...] Weiterlesen – ‘Ohne Strategie: Kulturmanagement-Studiengänge’.
Tweet readings
Wenn ich kürzlich die Frage gestellt habe, ob die kommunikativen Strukturen sozialer Medien das Niveau der Diskussionen deckelt, die über sie geführt werden, dann nur, weil ich da die Tweet Readings von Marcus Brown noch nicht kannte. Kein Zweifel: Tweets sind nicht nur großartige Klolektüre, sondern eine literarische Form, in der sich bewegende, erschütternde, existenzielle [...] Weiterlesen – ‘Tweet readings’.
Kulturdatenbank (Best practice VII)
Wer in Berlin ins Theater gehen möchte, steht vor der Qual der Wahl, sich aus dem Angebot von 46 Bühnen mit oftmals täglich wechselndem Programm etwas dem Geschmack und den Vorlieben Gemäßes aussuchen zu müssen. Bei gründlicher Recherche läuft dieses Unterfangen Gefahr, länger zu dauern, als der Theaterabend selbst, zumindest solange man nicht auf den [...] Weiterlesen – ‘Kulturdatenbank (Best practice VII)’.
«Effi Briest» als Soap Opera
Vom 5. bis zum 15. Februar war Berlinale. Harald Martenstein war dort und hat für die Zeit ein kleines Tagebuch im Stile seiner legendären Kolumne geschrieben. Der Eintrag des siebten Berlinale-Tages beschäftigt sich mit Sinn und Unsinn der Aktualisierung von Klassikern, in diesem Falle «Effi Briest», das die Regisseurin laut Martenstein in «Gute Zeiten, schlechte [...] Weiterlesen – ‘«Effi Briest» als Soap Opera’.
Spannend: Cruise als Stauffenberg
Obwohl der Ausgang des Stauffenberg-Attentats ja bekannt ist, habe ich lange nicht einen so spannenden Film wie Operation Walküre gesehen. Dem Film gelingt es, einen immer wieder in die Hoffnung der Protagonisten zu versetzen, alles möge noch gut ausgehen. Das liegt vor allem daran, dass zunächst sehr genau die sorgfältigen Planungen, die taktischen Abstimmungen und [...] Weiterlesen – ‘Spannend: Cruise als Stauffenberg’.
Comeback
Mit Extreme und Guns N’Roses haben 2008 zwei Bands meiner Jugend ihr Comeback gefeiert und CDs herausgebracht, die ich mittlerweile mal die Gelegenheit zu hören hatte. Bei GNR ist nach 15-jähriger Arbeit an Chinese Democracy, ausschweifenden Rausschmissen und Auswechslungen von Bandmitgliedern, x-fachen Neu-Einspielungen, permanenten Verschiebungen des Veröffentlichungstermins doch noch ein solides Album entstanden, das deutlich [...] Weiterlesen – ‘Comeback’.
Online-Petition fürs Grundeinkommen
Mit direkter Demokratie hapert es in Deutschland ja noch ziemlich. Immerhin kann man aber auf der Website des Bundestages online Petitionen einreichen. Wenn die ein Quorum von 50.000 Stimmen erreichen, werden sie im Petitionsausschuss des Bundestages öffentlich beraten und der Petitionsinitiator («Petent») bekommt Gelegenheit, seine Petition dort zu begründen. Noch bis zum 10.2.09 kann man [...] Weiterlesen – ‘Online-Petition fürs Grundeinkommen’.
stART.09-Website ist online
Heute ist die Website zur stART.09 online gegangen. Die Konferenz zum Thema Kultur und Web 2.0 wird am 24. und 25. September 09 in der Duisburger Mercatorhalle stattfinden. Der allerersten Resonanz zufolge rennen wir offene Türen ein. Ebenfalls heute gestartet ist der »Call for paper«: Wer Interesse hat, selbst einen Vortrag oder einen Workshop zur [...] Weiterlesen – ‘stART.09-Website ist online’.
Viel oder gut – Was kann Social Media?
Bei allen Chancen von sozialen Medien (Social Media), die sich durch Offenheit und gleiche Augenhöhe von Sender und Rezipient ergeben, ist die Kommunikation, die sie hervorbringen, oftmals unverbindlich, unkonzentriert, lakonisch, redundant und mitunter leichtfertig. Das Prinzip des Einfach-mal-Machens, das viele der Social Media-Dienste überhaupt erst hervorgebracht hat, obwohl es kein tragfähiges Geschäftsmodell gibt, schlägt auch [...] Weiterlesen – ‘Viel oder gut – Was kann Social Media?’.
Jodeldiplom
Meine erste Begegnung mit dem Jodeln hatte ich bei target=”_blank”>Otto Waalkes, der diese Disziplin für einen Norddeutschen erstaunlich gut beherrscht. Die meisten Durchschnittsdeutschen tun sich dagegen mit dieser eigenartigen Sangeskunst ziemlich schwer, wie Frau Hoppenstedts ersten unsicheren Schritte auf dem Weg zum Jodel-Diplom zeigen: Was bei Loriot nur Gag ist, ist in der Schweiz Realität: [...] Weiterlesen – ‘Jodeldiplom’.
Mediendarwinismus
Mittlerweile habe ich einige Einträge darüber geschrieben, dass ich das Theater für ein antiquiertes Medium halte, das ungeeignet ist, heutige Stoffe und Themen angemessen zu reflektieren. Bei aller Sympathie für diese These, bleibt mir doch die Frage, warum dieser Umstand zwar für das Theater, aber nicht für andere alte Medien, Bücher zum Beispiel, gelten soll. [...] Weiterlesen – ‘Mediendarwinismus’.
Der Roman zum Umzug: Heidiland
Lange Zeit hat es mir keinen Spaß mehr gemacht Romane zu lesen. Nach 20 Seiten fand ich es immer irgendwie langweilig, selbst bei guten Büchern, und habe stattdessen lieber DVD geguckt o.ä. Jetzt aber habe ich den Roman zum Schweiz-Umzug gelesen: «Heidiland». Hier wird am Beispiel einer jungen Ärztin das deutsche Gastarbeiterdasein in der Schweiz [...] Weiterlesen – ‘Der Roman zum Umzug: Heidiland’.
Über die eigenen Gedanken gestolpert
Förster und Kreuz, die sich selbst als «Business-Querdenker mit dem Hang zu unkonventionellen Ideen» rühmen, haben vor ein paar Tagen ein eBook mit 99 Zitaten für andere Querdenker veröffentlicht. Ihre ziemlich aufgeplusterte Selbstbeschreibung suggeriert, es handele sich um einen Hang zu eigenen Ideen. Warum sollten sie sonst die Business-Querdenker sein? Tatsächlich zeigt dieses eBook aber [...] Weiterlesen – ‘Über die eigenen Gedanken gestolpert’.
Thomas Mann goes Rosamunde Pilcher
In Heinrich Breloers Verfilmung der Buddenbrooks ist Thomas Manns Geschichte kaum mehr als ein Anlass für ein hochopulentes, gelecktes Kostümspektakel. Zweieinhalb Stunden trägt das natürlich keineswegs und nicht selten musste ich mich mit Blick auf die Kinokarte versichern, dass ich nicht in einer Rosamunde Pilcher-Verfilmung saß, so wattig waren die Konflikte und Personen in ihre [...] Weiterlesen – ‘Thomas Mann goes Rosamunde Pilcher’.
Sehenswert: Vicky Cristina Barcelona
Mittlerweile fühle ich mich ohne privates DSL ziemlich gehandicapt und das Blog leidet offenkundig auch drunter. Nachdem ich die Anmeldepost vom DSL-Anbieter zweimal auf italienisch erhalten habe, bin ich auch nicht gerade guter Dinge, dass es jetzt ganz schnell gehen wird. Nichtsdestotrotz ein kurzer Kinotipp: Vicky Cristina Barcelona. Der perfekte Film für die aktuellen Temperaturen [...] Weiterlesen – ‘Sehenswert: Vicky Cristina Barcelona’.
365/365
Das Jahr 2008 ist vorbei, Zeit, ein erstes knappes Fazit zu ziehen, was sich in Sachen «Kultur und Web 2.0» oder zumindest «Kultur und Internet» getan hat. Um es vorweg zu nehmen: So einiges. Zunächst gibt es eine ganze Reihe neuer Kulturblogs, deren neueste Christian Henner-Fehr aktuell bespricht. Aber beispielsweise auch das Kulturmarketingblog und dieses [...] Weiterlesen – ‘365/365’.
Ausziehen oder nicht ausziehen?
Wie neue Publikumsschichten für das Theater erschlossen und begeistert werden können – das ist eine der ganz großen Fragen, die Theaterleute umtreibt. Eine wirklich schlüssige Antwort darauf hat bislang niemand gefunden. Vielleicht auch, weil man sich gedanklich in seinen Vorstellungen darüber festgefahren hat, was Theater überhaupt sein kann und soll? Wenn sich die derzeitigen Besucherzahlen [...] Weiterlesen – ‘Ausziehen oder nicht ausziehen?’.
Digitale Konzerthalle
Morgen eröffnen die Berliner Philharmoniker ihre Digital Concert Hall. In dieser virtuellen Konzerthalle kann man die Konzerte aus der Philharmonie entweder als Livestream oder als Video on demand abrufen. Die »Eintrittskarte« kostet 9,90 EUR, was im Vergleich zum Meistersinger-Livestream der Bayreuther Festspiele ein sehr fairer Preis ist. Auch die Qualität ist selbst bei niedrigster Auflösung [...] Weiterlesen – ‘Digitale Konzerthalle’.
Liebenswerter Anachronismus
Die Frankfurter Rundschau berichtet über den Trend an deutschen Bühnen, erfolgreiche Romane wie Feuchtgebiete oder Tintenherz zu Theaterstücken umzuarbeiten (Irgendwo gab es doch bestimmt auch schon eine Bühnenfassung von Harry Potter!?). So hat man nicht nur eine Uraufführung zu vermelden, die eine gesunde Verankerung in der Jetztzeit nahelegt, sondern auch die Hoffnung, trittbrettfahrend von dem [...] Weiterlesen – ‘Liebenswerter Anachronismus’.
Kulturimpuls Grundeinkommen
In letzter Zeit war es etwas still geworden um die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens. Doch der Einbruch der Wirtschaft bedeutet einen konjunkturellen Aufschwung für diese Idee. Ich wäre zwar vorsichtig mit der mitunter zu hörenden Diagnose, dass der Kapitalismus jetzt gescheitert sei, dennoch gibt die aktuelle Lage durchaus Anlass, über gesellschaftspolitische Alternativen nachzudenken. Götz Werner, [...] Weiterlesen – ‘Kulturimpuls Grundeinkommen’.
Liedergalerie (Best practice V)
Ein weiteres schönes Beispiel für ambitioniertes Kulturunternehmertum ist die Liedergalerie, die 2003 von dem Sänger Thomas Franke ins Leben gerufen wurde. Zunächst gab es eine Konzertreihe mit unterschiedlichen Liedprogrammen in der Galerie Chaco in den Hamburger Zeisehallen. Und weil sich das Konzept bewährt hat, Lieder in einem kleinen, intimen Rahmen auzuführen, gibt es mittlerweile auch [...] Weiterlesen – ‘Liedergalerie (Best practice V)’.
Andante con YouTube
Tan Dun ist einer der bemerkenswertesten zeitgenössischen Komponisten. Ihm gelingt es einerseits die Negativ-Klischees zeitgenössischer Musik weiträumig zu umschiffen, andererseits aber durchaus sehr originelle Musik zu komponieren, indem er Elemente östlicher und westlicher Musik mischt und gerne Schlaginstrumente einsetzt, die die Faszination des Exotischen verströmen. Auch mit seinem aktuellen Projekt beweist er, dass er sicher [...] Weiterlesen – ‘Andante con YouTube’.
Die Walküre in Zürich: Wieland reloaded
Robert Wilson ist ein Regisseur, bei dem das Regiekonzept bei jeder Inszenierung genau gleich ist: durchgängig Zeitlupenbewegungen, symbolisierte, abstrakte Gesten, schlichte stilvolle Gewänder für alle Personen, dazu plateauartige, weitgehend abstrahierte Bühnenbilder, einigermaßen entlang der Handlung durchgestellte szenische Aktion – und fertig. Das funktioniert mal besser, zum Beispiel bei dem getragenen, weitgehend undramatischen Bühnenweihfestspiel Parsifal (Hamburg) [...] Weiterlesen – ‘Die Walküre in Zürich: Wieland reloaded’.
Warum das Theater?
Christian Henner-Fehr warf neulich die Frage auf, welches die Aufgaben von Theatern heutzutage seien. Moralische Anstalten, wie Schiller und einige andere gefordert hatten, seien es ja nicht mehr. Ich wäre mir da nicht so sicher. Bis heute wird am Theater moralisiert, was das Zeug hält. Sicher formuliert man nicht mehr ganz so pathetisch, dass man [...] Weiterlesen – ‘Warum das Theater?’.
Drohkulisse demografischer Wandel
Im Rahmen der allgemeinen Reformitis, die ja mittlerweile auch den Kulturbereich zu infizieren droht, darf auch der demografische Wandel als Drohkulisse nicht fehlen. Viele Einrichtungen treibt die Angst um, dass ihnen in den nächsten 20 Jahren das Publikum wegsterben werde. Deswegen schießen aller Orten so genannte Education-Programme aus dem Boden, die die Kartenverkäufe von morgen [...] Weiterlesen – ‘Drohkulisse demografischer Wandel’.
Bond ist wieder da
»Ich war nie weg« sind Bonds letzte Worte in Quantum of Solace (Trailer). Das ist nicht ganz richtig, denn im vorherigen Film war von dem MI6-Agenten nicht viel zu erkennen. Bond war hier mehr der kleine Bruder von Bruce Willis, was sich jetzt erfreulicherweise wieder geändert hat. Zwar fehlen Miss Moneypenny und Q weiterhin, aber [...] Weiterlesen – ‘Bond ist wieder da’.
Deutsche Orchester mischen ganz oben mit (Best practice IV)
Einmal im Jahr macht die Zeitschrift Gramophone eine Kritikerumfrage, um die besten Orchester der Welt zu ermitteln. Beim diesjährigen Ranking kommen drei der Top10-Orchester aus Deutschland, gleich viele wie aus den USA. Die Berliner Phllharmoniker kommen dabei auf Platz 2, von dem sie die Wiener Philharmoniker verdrängt haben. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks erreicht Platz [...] Weiterlesen – ‘Deutsche Orchester mischen ganz oben mit (Best practice IV)’.
Deutsches Kulturmodell rabiat verteidigen (Best practice III)
Ich hatte es schon im Beitrag zur NPO-Blogparade gesagt, dass das deutsche Kulturmodell durchaus Grund gibt, stolz darauf zu sein. Die Intendantin der Berliner Philharmoniker, Pamela Rosenberg, sieht das offenbar ähnlich. Sie wird im Zusammenhang mit den immensen, existenzbedrohenden Problemen amerikanischer Kultureinrichtungen in der Zeit mit folgender Aussage zitiert: Das deutsche Modell ist absolut das [...] Weiterlesen – ‘Deutsches Kulturmodell rabiat verteidigen (Best practice III)’.
Best Practice II: Bayerische Philharmonie
Die lebhafte Diskussion zu Armin Kleins »Der exzellente Kulturbetrieb« veranlasste mich zu der Behauptung, ich würde keine Kultureinrichtungen kennen, die so schlecht arbeiten würden, wie Klein es in seinem Buch als allgemeines Niveau suggeriert. Ich muss gestehen, dass mir mittlerweile doch zwei bis drei eingefallen sind, die wirklich ziemlich unprofessionell arbeiten. Trotzdem scheinen mir diese [...] Weiterlesen – ‘Best Practice II: Bayerische Philharmonie’.
Die Walküre in Hamburg: »Man ist begeistert.«
Bei allem, was mich am Theater stört und aufregt, gibt es doch gelegentlich Abende, die für alle anderen entschädigen. Abende, in denen man etwas erlebt, was man nur im Theater erleben kann und die das beste Argument für das Theater sind. Ein solcher Abend war der gestrige mit einer fulminanten Aufführung der Walküre an der [...] Weiterlesen – ‘Die Walküre in Hamburg: »Man ist begeistert.«’.
Reihe Best Practice I: Kleinstkindertheater
Ausgehend von meinen Anmerkungen zu Armin Kleins Buch »Der exzellente Kulturbetrieb«, hat sich im Kulturmanagment-Blog eine kontroverse Diskussion entwickelt, ob Klein mit seiner Einschätzung denn nun richtig liegt oder eher nicht. Dabei ist vielleicht noch einmal wichtig, klar zu stellen, dass ich nicht alles falsch finde, was Klein schreibt. Zu vieles finde ich aber entweder [...] Weiterlesen – ‘Reihe Best Practice I: Kleinstkindertheater’.
NPO-Blogparade: Selbstbestätigung durch Finanzkrise
»Keine Panik. Das ist schon wieder nicht das Ende« titelt die aktuelle Brandeins zur Finanzkrise und bietet damit eine treffende Einschätzung und sinnvolle Handlungsempfehlung. Denn die Panik ist ja nicht nur Folge der Krise, sondern – zumindest zum Teil – auch deren Ursache. Gerade dadurch ist die Krise nicht auf den Finanzsektor beschränkt geblieben, sondern [...] Weiterlesen – ‘NPO-Blogparade: Selbstbestätigung durch Finanzkrise’.
Wir sind besser als Armin Klein glaubt
Bücher, die in dramatischer Weise gesellschaftliche Missstände aufzeigen und schonungslos Reformen fordern haben seit einiger Zeit Konjunktur: Gabor Steingart, Hans Werner Sinn, Meinhard Miegel, Paul Kirchhoff usw. Da konnte es nicht ausbleiben, dass sich früher oder später eine Kassandra zu Wort melden würde, um auch dem deutschen Kulturbetrieb als solchem gehörig die Leviten zu lesen [...] Weiterlesen – ‘Wir sind besser als Armin Klein glaubt’.
Langweilig und uninspiriert: Rienzi in Bremen
Gestern schrieb Christian Henner-Fehr darüber, was Marketingleute von Künstlern lernen können. Etwas verkürzt gesagt: Passion und Begeisterung. Dass das leider nicht immer stimmt, konnte ich gestern in der ermüdenden Rienzi-Inszenierung von Katharina Wagner erleben, die ich als weiteren griffigen Beleg für die Verankerung des Theaters in vordemokratischen Strukturen abgebucht habe. Denn dass man Wagner hier [...] Weiterlesen – ‘Langweilig und uninspiriert: Rienzi in Bremen’.
Weniger Geld heißt weniger Kunst
Da das Chemnitzer Theater seit diesem Sommer wieder tarifliche Löhne zahlt, muss es 30 Mitarbeiter entlassen. Dass der Intendant verspricht, dass dies ohne künstlerische Konsequenzen möglich sein wird, verstehe ich als implizites Eingeständnis, in den vergangenen Jahren ineffizient gearbeitet und 30 Leute durchgeschleppt zu haben bzw. unter den künstlerischen Möglichkeiten geblieben zu sein. Das Versprechen [...] Weiterlesen – ‘Weniger Geld heißt weniger Kunst’.
Bremer Theater gewinnt Marketing-Preis
Das Bremer Theater hat den Marketing-Preis Highlight 08 des Landes Bremen für innovatives Marketing gewonnen. Interessant wäre zu erfahren, was konkret denn so innovativ ist, denn die in der Nachricht genannten Markenwerte bleiben ohne konkrete Belege bloß leere Worte: kreativ, innovativ, emotional und international, Qualität, Vertrauenswürdigkeit, Tradition und Wertorientierung. Die Bremer Stadtmusikanten ins Logo eingebaut [...] Weiterlesen – ‘Bremer Theater gewinnt Marketing-Preis’.
Staatsziel Kultur
Gerade ist das Staatsziel Kultur am Bundesrat gescheitert. 2005 hatte die Enquete-Kommission Kultur in Deutschland vorgeschlagen, den Artikel 20, der die rechtliche Grundordnung Deutschlands definiert, um einen Absatz b zu erweitern mit dem Wortlaut: »Der Staat schützt und fördert die Kultur«. Einen konkreten Vorteil hätte das allerdings niemandem gebracht. Sinn und Zweck dieses Artikels wäre [...] Weiterlesen – ‘Staatsziel Kultur’.
Interview auf Kulturlabskaus
Zum Start einer Serie über die Bremer Blogger- und Podcasterszene gibt es im Kulturlabskaus gerade ein kleines Interview mit mir. Vielen Dank an Norbert für die Einladung! Weiterlesen – ‘Interview auf Kulturlabskaus’.
Ästhetische Spekulationsblase
Das Entwickeln von Vision und Mission gehören zu den Basics von Leadership – auch im Kulturmanagement. Die Vision beschreibt einen für die Zukunft erwünschten Zustand eines Teams oder einer Organisation. Und zwar am besten in der Art und Weise, dass allen Beteiligten deutlich wird, warum es sich lohnt, Lebenszeit in die Verwirklichung dieser Vision zu [...] Weiterlesen – ‘Ästhetische Spekulationsblase’.
Meine Güte! Bachler im Interview
Dass es das Schlichte oft einfacher hat als das Komplizierte erlebe ich täglich an mir selbst beim Bäcker, wo mein Blick eher an der Schlagzeile der BILD-Zeitung hängen bleibt als an der des Weser-Kuriers, obwohl auch bei deren Beschreibung »kompliziert« nicht das Wort der Wahl ist. Die Künste, so könnte man meinen, seien dagegen der [...] Weiterlesen – ‘Meine Güte! Bachler im Interview’.
Kunst vereinnahmt Kommerz
Vor kurzem wurde im Kulturmanagement-Blog über die Vereinbarkeit von Kunst und Kommerz debattiert. Im Grunde war man sich schnell einig, dass beide einander nicht grundsätzlich ausschließen, aber sichergestellt sein sollte, dass der Kommerz die Kunst nicht vereinnahmen können sollte. Aber was im umgekehrten Fall, wenn sich die Kunst der Gallionsfiguren kulturindustriellen Kommerzes bemächtigt? Diese Frage [...] Weiterlesen – ‘Kunst vereinnahmt Kommerz’.
Der Baader-Meinhof-Komplex im Kino
Die große PR-Maschinerie, die für den neuen RAF-Film in Bewegung gesetzt wurde, hat bei mir gegriffen und mich dazu bewogen, direkt zwei Tage nach Filmstart ins Kino zu gehen. Ein sehr lohnender Besuch wie ich finde. Im Zeitraffer braust man durch die RAF-relevanten Ereignisse der Jahre 1967 bis 77. Für Zeitzeugen mag das alles zu [...] Weiterlesen – ‘Der Baader-Meinhof-Komplex im Kino’.
Orchesterkino
Nach den Erfolgen von Rhythm Is It und Trip to Asia scheinen Orchesterfilme Konjunktur zu haben. Heute hat der Film The Promise of Music beim Beethovenfest in Bonn Europapremiere. Es geht darin um die Vorbereitungen des Simon Bolivar Youth Orchestras unter Leitung von Gustavo Dudamel auf ein Konzert beim Beethovenfest 2007. Im Oktober folgt dann [...] Weiterlesen – ‘Orchesterkino’.
Kultur 2.0: Zwei Projekte zeigen, wie es geht
In Karin Janners Interviews zum Thema Online-Marketing in Kultureinrichtungen fielen die Diagnosen über den Status quo relativ ernüchternd aus. Ich habe mich dabei noch ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt und behauptet, Web 2.0 werde in fünf Jahren ganz selbstverständlicher Bestandteil der Marketingkonzeption von Kultureinrichtungen sein. Zwei kürzlich gestartete Projekte machen mir Mut, dass ich [...] Weiterlesen – ‘Kultur 2.0: Zwei Projekte zeigen, wie es geht’.
England sucht den Super-Maestro
Models, Sänger, Magier, Köche – wer wurde nicht schon alles in Fernsehschows gecastet. Jetzt suchte die BBC die Dirigiertalente unter britischen Promis. Die Gewinnern Sue Perkins (Comedian) durfte vergangenen Samstag den ersten Preis einsacken: einen Auftritt bei den »Last Night of the Proms«. In der Jury saßen u.a. Simone Young und Sir Roger Norrington; entscheiden [...] Weiterlesen – ‘England sucht den Super-Maestro’.
Im Interview beim Kulturmarketingblog
In Karin Janners Blogserie Expertenbefragung zum Thema Online Marketing im Kulturbereich ist jetzt auch ein Interview mit mir zu lesen. Vielen Dank an Karin für die Einladung. Es macht Spaß Experte zu sein . Zuvor waren bereits einige andere Experten an der Reihe, darunter Christian Henner-Fehr, auf dessen Blog sich, aufbauend auf diesem Thema, eine [...] Weiterlesen – ‘Im Interview beim Kulturmarketingblog’.
Streit um Künstlersozialkasse
Ähnlich wie die Erwerbsunfähigenversicherung der Rentenreform von 2001 sollte jetzt offenbar die Künstlersozialkasse klammheimlich dem allgemeinen Bürokratieabbau geopfert werden. So heißt es zumindest in einer alarmierenden Meldung des Deutschen Kulturrats. Für freiberufliche Künstler wäre das tatsächlich äußerst bitter gewesen, schließlich übernimmt die KSK sozusagen den Arbeitgeberanteil an den Sozialbeiträgen und macht sie damit für Freiberufler [...] Weiterlesen – ‘Streit um Künstlersozialkasse’.
Theater fürs Kino: Wolke 9
Als Freitagsabendkinoprogramm standen Mammia Mia und Wolke 9 zur Auswahl, über beide Filme hatte ich viel Gutes gehört (hier oder hier z.B.). In einem Anflug intellektueller Dünkelhaftigkeit entschieden wir uns schließlich für die anspruchsvollere Variante »Wolke 9«: statt eines wahrscheinlich sehr vergnüglichen, leichtfüßigen Kinovergnügens ein merkwürdig zahnloser Problemfilm über das Fremdgehen im Rentneralter. Die Geschichte [...] Weiterlesen – ‘Theater fürs Kino: Wolke 9’.
Wagner-Hass-Zitate
Nachdem ich neulich die schönsten Mozart-Hass-Zitate gesucht habe, setze ich diese kleine Reihe nun mit Hass-Zitaten zu Wagner fort. Während sich bei Mozart ja eigentlich alle einig sind, was er doch für ein Genie war, scheiden sich an Wagner von jeher die Geister, was die Suche ungleich ergiebiger macht. Allein ein nicht unbeträchlicher Anteil von [...] Weiterlesen – ‘Wagner-Hass-Zitate’.
Das Rauschen wird lauter
In letzter Zeit hat das Internet ordentlich auf die Mütze bekommen. Zuletzt warnte Der Spiegel mit großem Aufmacher (zu großen Teilen »inspiriert« von The Atlantic) vor drohender Massenverdummung und löste heiße Debatten damit aus, natürlich auch und gerade in der sog. Blogosphäre (siehe u.a. hier, hier, hier, hier und hier). Ein Punkt, der m.E. in [...] Weiterlesen – ‘Das Rauschen wird lauter’.
Bayreuther Ränkespiele
Eigentlich schien es, als sei Nike Wagner im Rennen um die Nachfolge von Wolfgang Wagner bereits klar abgehängt, nachdem Eva Wagner-Pasquier nach zunächst gemeinsamer Bewerbung mit Nike zur Feindin Katharina übergelaufen war und mit der ein Konzept eingereicht hatte. Nikes kürzlich gemachte Äußerung, sie werde bei der Bewerbung weiter dran bleiben, klang daher eher nach [...] Weiterlesen – ‘Bayreuther Ränkespiele’.
Interaktion ganz klassisch II
Noch einen Schritt weiter als Montero geht Bobby McFerrin. Bei ihm ist das Publikum nicht spontaner Ideengeber, sondern gleich Duettpartner, wenn es über das von McFerrin intonierte Prelude aus dem Wohltemperierten Klavier das Ave Maria von Gounod singt. Als McFerrin-Nummer ist das Stück wohl fast so bekannt wie target=”_blank”>Don’t worry, be happy, das allerdings nicht [...] Weiterlesen – ‘Interaktion ganz klassisch II’.
Interaktion ganz klassisch
Mit dem so genannten Web 2.0 wurde die Interaktion zwischen Konsument/Publikum und Anbieter neu erfunden. Dass gerade in der Hochkultur diesbezüglich jede Menge Potenzial vorhanden ist, dürften Leser dieses Blogs mittlerweile verinnerlicht haben. Natürlich geht Interaktion aber auch ganz ohne Web 2.0, wie die Pianistin Gabriela Montero auf charmante Art und Weise zeigt: Hier improvisiert [...] Weiterlesen – ‘Interaktion ganz klassisch’.
Modernes Urheberrecht vs. postmoderne Ästhetik
Der Künstler Johannes Kreidler denkt die urheberrechtliche Problematik der »Allverfügbarkeit von Musik im Internet (…) und dem zu Ende gegangenen Materialfortschritt« konsequent zu Ende und meldet jetzt bei der GEMA ein 33-sekündiges Stück namens »product placements« an, das 70.200 Zitate enthält. Diese Zitate müssen bei der Anmeldung angegeben werden, allerdings ist im Anmeldebogen nur ein [...] Weiterlesen – ‘Modernes Urheberrecht vs. postmoderne Ästhetik’.
Rest in peace, Adorno
In diesem Clip offenbart die Dialektik der Aufklärung ihre tragische Seite, denn Adornos Analyse bewahrheitet sich an ihrem Verfasser selbst: Die totalitäre Kulturindustrie (hier in Schlumpfform) eliminiert alles Abseitige. Dank an Frank für den Link! Weiterlesen – ‘Rest in peace, Adorno’.
Oper für alle?
Was sollen eigentlich immer diese Slogans a la Oper für alle (oder s. auch hier und hier)? Klingt irgendwie politisch korrekt, wenn Steuergelder auf diese Weise allen zu gute kommen sollen. Genausogut kann man es aber als Zeichen für Nachholbedarf in Sachen Marketing verstehen, denn diese Aussage zeugt weder von Marken- oder zumindest Selbstbewusstsein noch [...] Weiterlesen – ‘Oper für alle?’.
Konzepte für Bayreuth
Die FAZ hat kürzlich die Konzepte für die Bayreuther Festspiele von den Bewerberinnenduos Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier sowie Nike Wagner und Eva Wagner-Pasquier abgedruckt. Im Vergleich zu Elke Heidenreichs ebenfalls in der FAZ veröffentlichten Bayreuther Vision sind beide Bewerbungen relativ brav, sogar verzagt – Nikes Konzept mit einem geplanten Vorfestival zu Pfingsten unwesentlich innovativer. [...] Weiterlesen – ‘Konzepte für Bayreuth’.
Mozart-Hass-Zitate
Mozart finden alle gut. Unter den Vorzeichen, dass Ruhm Kennerschaft verüberflüssigt, muss er einem direkt suspekt werden (s. in diesem Zusammenhang auch…). Laut Falco war er schließlich nicht weniger als Superstar und Rockidol. Die folgenden Mozart-Hass-Zitate sind deswegen ausgesprochen erfrischend, zumal sie von Leuten stammen, denen man Kennerschaft nicht grundsätzlich absprechen kann. If a man [...] Weiterlesen – ‘Mozart-Hass-Zitate’.
Deutsches Kulturleben in Zahlen
Vor kurzem hatte ich bereits per Twitter auf eine Studie des Statistischen Bundesamtes zum deutschen Kulturleben verlinkt. Inzwischen habe ich da auch mal reingeguckt und ein paar griffige Kennzahlen über Kulturrezeption in Deutschland herausgepickt: Die Deutschen lassen sich ihr Kulturleben 8 Mrd. EUR im Jahr kosten, das sind 1,6% des gesamten Haushalts und 97,10 EUR [...] Weiterlesen – ‘Deutsches Kulturleben in Zahlen’.
Ruhm = Qualität?
Die ZEIT beschäftigte sich im Feuilleton der letzten Ausgabe mit Starkult, auch und gerade im Kulturbetrieb. »Ruhm ist das wichtigste Gut im Kulturbetrieb« heißt es in einem Artikel. Und weil Ruhm im Showgeschäft (und im Kulturbetrieb) das ist, was die Marke im Konsumgüterbereich ist, sind alle scharf darauf. Je mehr der klassische Kulturbetrieb aus seiner [...] Weiterlesen – ‘Ruhm = Qualität?’.
Marketingblogs-Stöckchen
Über Christian Henner-Fehr hat mich das von Michael van Laar gestartete Stöckchen Was bringen eigentlich Marketing-Blogs? erreicht. Hier also meine Antworten: Seit wann gibt es das Blog? Seit Februar 2008. Davor allerdings mit weitgehend gleicher inhaltlicher Ausrichtung bereits seit November 2006 unter dem Namen holstblog.de. Was war der Auslöser, um das Blog zu starten? Ein [...] Weiterlesen – ‘Marketingblogs-Stöckchen’.
Voneinander lernen: Kultur und Wirtschaft
Die sog. Hochkultur lebt in dem Widerspruch, sich und ihre Gegenstände einerseits permanent in Frage zu stellen, mit verfremdeten Blick zu betrachten und sich selbst neu zu erfinden und sich andererseits auf diesem wackligen Untergrund ihrer Selbst vergewissern zu müssen. Sie will bewundert werden und eine Daseinsberechtigung jenseits von Zweck und Absicht für sich in [...] Weiterlesen – ‘Voneinander lernen: Kultur und Wirtschaft’.
Kultur für alle!
… und ich verspreche: Kultur für alle! Der Rüstungsetat wird zum Kulturetat umfunktioniert! Ich setze auf eure Unterstützung, Wahlkampfspenden sind herzlich willkommen! Gefunden beim Werbeblogger. Weiterlesen – ‘Kultur für alle!’.
Unrentabel, aber das effizient
Eigentlich ist es ziemlich uncool, die eigenen Witze zu erklären, aber für meinen gestrigen Twitter-Post waren 140 Zeichen doch etwas wenig. Deswegen noch ein paar ausführlichere Worte dazu. Bevor die Sommerpause der Theater beginnt wird die vergangene Saison bilanziert, weswegen im ZDF-Theaterkanal-Feed zur Zeit eine Erfolgsmeldung die nächste jagt, alle mit dem Ziel die eigene [...] Weiterlesen – ‘Unrentabel, aber das effizient’.
Dr. Psycho
Vor einiger Zeit bin ich auf die Seite myspass.de gestoßen und habe sie seitdem gern besucht, weil man dort Comedy-Serien und -Shows von Brainpool TV kostenlos angucken kann, darunter wirklich unterhaltsame wie Pastewka oder Stromberg. Eher unwillig, weil ich alles andere, was mich interessiert hätte, schon kannte, habe ich vor kurzem trotz des beknackten Titels [...] Weiterlesen – ‘Dr. Psycho’.
Rutschgefahr
Bei ihren Promoauftritten für Feuchtgebiete war Charlotte Roche immer ein Garant für gute Unterhaltung. Das lag zum einen an ihr selbst und zum anderen natürlich auch am Thema. Auf youtube gibts u.a. ihre charmanten Auftritte bei der target=”_blank”>N3-Talkshow und bei target=”_blank”>Kerner, der hörbar Mühe mit dem Thema hat, zu sehen. Von darstellenden Umsetzungen ihres Buches [...] Weiterlesen – ‘Rutschgefahr’.
Demokratische Kultur in Deutschland und Europa
Der Wirbel, den das Nein der Iren zum Vertrag von Lissabon verursacht hat, zeigt wie schlecht es um die demokratische Kultur in Europa steht. Anders als viele Politiker jetzt glauben machen wollen, haben 1 Million Iren nicht 500 Mio. Europäern ihren unmaßgeblichen Willen aufgedrückt, sondern als einzige die Möglichkeit gehabt, ihren Willen wirklich demokratisch kund [...] Weiterlesen – ‘Demokratische Kultur in Deutschland und Europa’.
Shining eyes mit Benjamin Zander
Eigentlich halte ich die Behauptung, dass Musik eine universelle Sprache ist, die jeder versteht, die alle Grenzen überwindet usw. für musiksoziologisch verklärtes Blabla. Aber nicht aus dem Munde des Dirigenten Benjamin Zander, der zwar Engländer ist, aber eine sehr amerikanische Begeisterungs- und Lehrfähigkeit hat, die an Leonard Bernstein erinnert. Denn Zander »beweist« in diesem Clip, [...] Weiterlesen – ‘Shining eyes mit Benjamin Zander’.
Kulturmarketing 2.0
Nicht nur aufgrund der zahlreichen Beispiele in der Web 2.0-Serie des Kulturmarketing-Blog, sondern auch durch aktuelle Gespräche bekomme ich das Gefühl, dass Web 2.0 in Kultureinrichtungen ein Thema wird und auch hier mit einiger Verspätung ein gewisser Hype entsteht. Mitunter werden die Möglichkeiten äußerst euphorisch und optimistisch eingeschätzt, mit Web 2.0 neues Publikum erschließen zu [...] Weiterlesen – ‘Kulturmarketing 2.0’.
Sprachverfall ist nur Sprachwandel
Gerade bin ich auf einen sehr lesenswerten, erfrischenden Artikel des Germanisten Rudi Keller gestoßen, in dem er sich mit dem angeblichen, vielerseits beklagten Verfall der deutschen Sprache beschäftigt. Er zeigt anhand sehr sinnfälliger Beispiele, dass diese Sorge eigentlich unbegründet ist, dass die Fehler von heute die Regeln von morgen sein werden und dass das schon [...] Weiterlesen – ‘Sprachverfall ist nur Sprachwandel’.
Heidenreichs Bayreuther Visionen
Seit einiger Zeit veröffentlicht die FAZ so genannte Bayreuther Visionen, auf die ich hier zu deren Beginn mal verlinkt habe. Es ist schon sehr bezeichnend für die ignorante Selbstbezogenheit und Routine der maßgeblichen Opernmenschen, dass ausgerechnet Elke Heidenreich als Leiterin der Kinderoper Köln die bislang querdenkerischsten und originellsten Ideen beisteuert und es nicht bloß bei [...] Weiterlesen – ‘Heidenreichs Bayreuther Visionen’.
Fußballtheater: Gaga genug für Tagesthemen
Kultureinrichtungen haben es dieser Tage schwer gegen die EM. In der Host City Zürich mussten sogar Vorstellungen abgesagt werden. Also ist es ja für die Theater eigentlich ganz naheliegend, selbst auf Fußball zu setzen: Ein Schweizer Schauspieler spielt zum Original-Radiokommentar das EM-Spiel BRD gegen DDR (0:1) nach. Volle 90 Minuten rennt er auf dem ansonsten [...] Weiterlesen – ‘Fußballtheater: Gaga genug für Tagesthemen’.
Theatermarketing via Klingelton
Von wegen, dass Theater sich mit der digitalen Kommunikation mit Ihren Besuchern noch schwer tun, wie ich immer gern meine. Das Theater Augsburg bewirbt seine Produktion vom weißen Rößl mit einem Klingelton: »Tritt ein und vergiss deine Sorgen, im weißen Rößl am See!«. So richtig Web 2.0 ist das zwar nicht, aber ein netter Gag [...] Weiterlesen – ‘Theatermarketing via Klingelton’.
Bio ist besser – auch bei Musik
»Die ganze Barockmusik ist langweilig« schreibt Herbert Rosendorfer in einer Glosse in der aktuellen Rondo (gehe zu S. 20). Als Ausnahmen lässt er nur Bach, Händel, Telemann und Vivaldi gelten. Die Werke anderer Barockkomponisten sind seiner Meinung nach zu Recht vergessen. Da ist was dran. Das Genörgel an historischer Aufführungspraxis dagegen zeugt von Unkenntnis und [...] Weiterlesen – ‘Bio ist besser – auch bei Musik’.
Kulturerleben virtuell
Im Kulturmarketingblog kam kürzlich in den Kommentaren der Gedanke zur Sprache, dass das Web 2.0 interessante Möglichkeiten für das Marketing von kulturellen Veranstaltungen biete, es sich aber bei dem eigentlichen Angebot um ein alle Sinne ansprechendes Erlebnis handele, das sich eben nicht virtualisieren lasse. Die Hochschule für Musik und Theater in Rostock hat diese Diskussion [...] Weiterlesen – ‘Kulturerleben virtuell’.
Spielkulturen
| View | Upload your own Fußball ist eigentlich kein Thema, das in dieses Blog gehört. Wenn man sich jedoch gestattet, in gewissen Klischees zu denken, dann sagen die hier dargestellten Spielkulturen doch etwas über die jeweilige Mentalität der bei der EM vertretenen Nationen. Und das passt dann auch wiederum hierher. Nett zu lesen ist [...] Weiterlesen – ‘Spielkulturen’.
Die EM-Gastgeber von A bis Z
Anlässlich der heute beginnenden EM hat Katrin Bauerfeind die beiden Gastgeberländer Schweiz und Österreich »von A bis Z« bereist. Das heißt 26 kleine Berichte über die Charakeristika des Landes, oder was man dafür hält. Im Portrait über die Schweiz – das andere habe ich noch nicht gesehen – geht es von A wie Alpen über [...] Weiterlesen – ‘Die EM-Gastgeber von A bis Z’.
Unternehmensberater-Oper
Vermutlich hat keiner Schwierigkeiten, sich eine rundum gut gemachte, humorvolle aber nicht oberflächliche TV-Serie über das Leben und Leiden von Unternehmensberatern vorzustellen. Schließlich gibt es zahlreiche gute Anwaltsserien wie »Boston Legal«, »Damages« oder selbst noch »Unschuldig«. Da ist der Unternehmensberater nicht weit entfernt. Aber eine Oper über Unternehmensberater? Das klingt doch eher nach einem dummen [...] Weiterlesen – ‘Unternehmensberater-Oper’.
Sag mir, welche Musik du magst
… und ich sage dir, wer du bist. Nach diesem Motto verfährt ein Test, der am Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin an der HTM Hannover entwickelt wurde. Mein Testergebnis lautet: Sie gehören am ehesten zu Typ 3: konventionelle und peppige Musik Verschiedene Studien haben herausgefunden, dass Menschen, die die gleichen Angaben wie Sie machen, gerne [...] Weiterlesen – ‘Sag mir, welche Musik du magst’.
Links zu aktuellen Musikthemen
Hier noch ein paar Links zu aktuellen Musikthemen: Nachdem das Thema neulich hier im Blog aufgemacht wurde, kommt jetzt auch die Berliner Zeitung und Frankfurter Zeitung nicht umhin, sich mit Doping unter Berufsmusikern zu befassen. Die FAZ kritisiert das Gemauschel um die neue Leitung der Bayreuther Festspiele und will eine Serie zur Zukunft der Festspiele [...] Weiterlesen – ‘Links zu aktuellen Musikthemen’.
Hagen-Quartett in der Glocke
Gestern war ich in einem sehr beeindruckenden Konzert des Hagen-Quartetts im Kleinen Saal der Glocke – übrigens ein wirklich miserabler Konzertsaal, da man alle paar Minuten das Grollen der draußen vorbeifahrenden Straßenbahnen hört. Bei Bruckner wäre das vielleicht nicht so wild, aber bei Kammermusik ist das eine ziemliche Beeinträchtigung. Trotzdem war es ein tolles Konzert. [...] Weiterlesen – ‘Hagen-Quartett in der Glocke’.
NewsAlloy vs. Rojo
Newsalloy.com ist wirklich ein sehr feiner Online-RSS-Reader, wenn man sich erstmal an ihn gewöhnt hat. Sehr komfortabel und übersichtlich, weil man verschiedene sog. thematische »Channels« anlegen kann und ganz ausgefuchste Funktionen zum Verwalten der Feeds hat. Leider ist das Projekt noch sehr beta, so dass ab und an mal alte Meldungen verschwinden oder die Seite [...] Weiterlesen – ‘NewsAlloy vs. Rojo’.
Lennon läuft sich warm
Julian Lennons Album Photograph Smile aus dem Jahr 1998 gehört für mich zu den besten Pop-Alben aller Zeiten: es ist eingängig, aber nie banal, es ist gekonnt arrangiert aber nie verfrickelt oder routiniert und es ist originell und stilistisch eigenständig. Deswegen bin ich seit 98 gespannt auf das Nachfolger-Album. Das war erst für 2002, dann [...] Weiterlesen – ‘Lennon läuft sich warm’.
Buchlesen ist wie Radfahren
Vor kurzem hatte ich die Ehre von einer sehr netten Redakteurin von newbook.de im Rahmen einer etwas größer angelegten Bloggerbefragung interviewt zu werden. Thema war grob gesagt, wie sich Lesegewohnheiten durch das Web 2.0 ändern. Aber lest selbst. Weiterlesen – ‘Buchlesen ist wie Radfahren’.
Martenstein hadert mit der Kunst
Beim Aufräumen fiel mir eine alte Martenstein-Kolumne von Anfang 2007 in die Hand, in der er anlässlich des Skandals um Neuenfels Idomeneo-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin mit moderner Kunst hadert. Lesenswert und witzig wie immer. Inhaltlich passt die Kolumne auch zu meinem vorletzten Eintrag, indem es um die Frage ging, was Kunst und Ökonomie [...] Weiterlesen – ‘Martenstein hadert mit der Kunst’.
30% Apple-süchtig
30%How Addicted to Apple Are You? via schlaflosinmuenchen Weiterlesen – ‘30% Apple-süchtig’.
Wirtschaftsästhetik
Vor ein paar Tagen bin ich auf eine Seite zum Thema Wirtschaftsästhetik gestoßen. Das soll eine Forschungsrichtung der Managementlehre sein oder werden, bei der »das Feld der Kunst der Managementtheorie zugänglich« gemacht werden soll. Forschungsfragen können zum Beispiel sein: Was kann von »Hochleistungsorganisationen« wie Orchestern, die ein Höchstmass an Koordination und Perfektion bei der Produkterstellung [...] Weiterlesen – ‘Wirtschaftsästhetik’.
Wagners Ring ohne Musik
Ob das so eine tolle Idee ist? Das Theater Heilbronn zeigt Wagners Ring als Schauspiel in einer Textfassung von Almut Fischer und K.D.Schmidt. Das ist insofern keine schlechte Idee, als Wagner als Dichter überhaupt nicht ernst genommen wird. Erst Dieter Borchmeyer fing an, mit diesem Vorurteil aufzuräumen, als er sein Buch »Das Theater Wagners« mit [...] Weiterlesen – ‘Wagners Ring ohne Musik’.
Feminismus-Debatte
Interessant ist die Diskussion um den alten und den neuen Feminismus, die durch die Auszeichnung Alice Schwarzers mit dem Ludwig-Börne-Preis startete. In ihrer Dankesrede griff sie nämlich den sog. neuen Wellness-Feminismus an, bei dem es nur um den persönlichen Erfolg in Sachen Karriere und Männer gehe. Während die Replik der Alphamädchen etwas beleidigt ausfiel (»Wir [...] Weiterlesen – ‘Feminismus-Debatte’.
Nochmal: Gedopte Musiker
Heute habe ich entdeckt, dass es vor kurzem einen kurzen Artikel im Focus über das auch hier bereits thematisierte Problem des »Dopings« bei Musikern gab. Dort werden ein paar interessante Zahlen genannt: - 50 % der deutschen Orchestermusiker leiden unter Auftrittsangst, die über normales Lampenfieber hinausgeht. Speziell Stimmführer und Solisten sind gefährdet. - Ein Drittel [...] Weiterlesen – ‘Nochmal: Gedopte Musiker’.
Wozu das Theater? II
Auch Gerhard Stadelmeier beschäftigt sich mit dem Theater, dass nicht mehr an sich selbst glaubt, allerdings ungleich ausführlicher und eloquenter, als ich es im vorgestrigen Eintrag getan habe. Er stellt fest: Das Theater scheint in der panischen Angst, etwas in der Wirklichkeit draußen zu verpassen, in diesen Tagen hektisch vor sich selbst davonzulaufen. und meint [...] Weiterlesen – ‘Wozu das Theater? II’.
Wozu das Theater?
Anhand einiger aktueller Ereignisse bricht wieder einmal die Frage nach Sinn und Zweck des Theaters auf. Das eine ist der Rücktritt Wolfgang Wagners und die daraus resultierende Frage, was seine Nachfolgerinnnen eigentlich können und leisten sollen. Peymanns bereits verlinkter Einwurf in dieser Sache war eher unterhaltsam als fundiert, aber auch die gelehrigeren Überlegungen zu dieser [...] Weiterlesen – ‘Wozu das Theater?’.
Links: Wolfgang Wagner dankt ab
Jetzt ist es amtlich: Wolfgang Wagner tritt noch in diesem Jahr als Leiter der Bayreuther Festspiele ab. Ich belasse es hier bei einer kleinen Zusammenstellung der interessantesten Links: Wagners Rücktrittsschreiben Sehr guter Hintergrundbericht von Julia Spinola in der FAZ. Vor allem interessant, dass es keinerlei Verpflichtung der Findungskommission gibt, die beiden Wolfgang-Töchter tatsächlich zu inthronisieren. [...] Weiterlesen – ‘Links: Wolfgang Wagner dankt ab’.
Kreativität kommt nicht von kreativen Typen
Im Kulturmanagementblog beschäftigte Christian Henner-Fehr sich gestern mit (irrtümlichen) Erfolgsfaktoren des Innovationsmanagements und stellte fest, dass gerade das Teamwork bei Kultureinrichtungen oft zu kurz kommt, weil Kulturschaffende (s.a. Punkt 1: Kreativität kommt gar nicht von kreativen Typen!) tendenziell zu übermäßigem Einzelgängertum und Individualismus neigen. Daran anknüpfend gibt es noch zwei andere Gründe, die mir wichtig [...] Weiterlesen – ‘Kreativität kommt nicht von kreativen Typen’.
Chefsache Geistiges Eigentum
Im Umgang mit einem Problem lässt es die deutsche Kreativwirtschaft seit langem an Kreativität mangeln: bei dem Problem der Raubkopien. Zum Tag des Geistigen Eigentums haben zahlreiche Künstler in einem offenen Brief die Bundeskanzlerin aufgefordert, sich um dieses Problem zu kümmern. Merkels Unterstützungszusage hat nicht lange auf sich warten lassen. Auch Kulturstaatsminister erweist sich erneut [...] Weiterlesen – ‘Chefsache Geistiges Eigentum’.
Lang Lang gedopt?
Durch ein Interview mit dem Pharmakologen und Doping-Experten Fritz Sörgel, das ich gerade gehört habe, bin ich auf ein sehr interessantes Tabuthema gestoßen und zwar: Doping im Kulturbereich. Das klingt vielleicht erstmal nach einem blöden Witz, ist aber durchaus nicht so gemeint. Kürzlich schrieb ich im Zusammenhang mit Trip to Asia über den immensen Leistungsdruck [...] Weiterlesen – ‘Lang Lang gedopt?’.
Initiative Printmedien
Die Gesamtauflagen der deutschen Tageszeitungen sind seit 1993 – dem Jahr, als der Netscape-Browser auf den Markt kam – um gut 5,6 Mio. gesunken, konkret von 30,5 auf 24,9 Mio. Dieses wirtschaftliche Problem der Werbung verkaufenden Zeitungsverlage deutet die Initiative Printmedien in ein kulturelles um: Die Jugend werde immer lesefauler, was geradewegs in die Politikverdrossenheit [...] Weiterlesen – ‘Initiative Printmedien’.
Schlau genug?
Über schlaflosinmuenchen bin ich auf eine Seite aufmerksam geworden, auf der man testen kann, welches Maß an Bildung erforderlich ist, damit man ein Blog mit Gewinn lesen kann. Links das Ergebnis für dieses Blog. Weiterlesen – ‘Schlau genug?’.
Die Erben Maos
Die Vorfreude auf die olympischen Sommerspiele in Peking halten sich wohl momentan auf allen Seiten in Grenzen. Alle Hoffnungen die diese Spiele hervorgerufen haben, China mehr in Richtung Demokratie und weg vom unerbittlichen Polizeistaat und Unterdrücker zu bewegen, scheinen sich in Wohlgefallen aufzulösen. Erinnerungen an die Zeiten der Kulturrevolution werden wieder wach. Vielleicht hat man [...] Weiterlesen – ‘Die Erben Maos’.
Abbado-Jubiläumsbox
Über all die Feierlichkeiten zu Karajans 100. gerät etwas in Vergessenheit, dass sein Nachfolger Claudio Abbado dieses Jahr 75. Geburtstag feiert, wenngleich erst am 26. Juni. Vielleicht arbeitet die DGG ja noch dran, ich jedenfalls präsentiere hier schon mal die Aufnahmen, die meine Erachtens in eine Abbado-Jubiläumsbox gehören würden. Mahlers Neunte mit den Berliner Philharmonikern. [...] Weiterlesen – ‘Abbado-Jubiläumsbox’.
Fehlbare werden verzeigt
Am vergangenen Wochenende habe ich eine Weiterbildung gemacht, bei der es u.a. um Internationales Management ging. Dabei wurde auch besprochen, dass man die Unterschiede zwischen Ländern aus dem gleichen Kulturkreis leicht mal unterschätzt. Dass es in China oder Indien völlig anders zugeht als in Deutschland ist keine Frage und keine Überraschung. Mancher Unterschied zwischen Nachbarländern [...] Weiterlesen – ‘Fehlbare werden verzeigt’.
Bühnenfestspiel hinter den Kulissen
Die ans Herz gehende Versöhnung der zerstrittenen Wagner-Familie, die gerade ausgiebig die Runde durch die Feuilletons macht, ebenso wie der Schlagabtausch zwischen Berliner Staatsoper und Senat bestätigt meine alte These, dass das, was im Theater hinter den Kulissen passiert, in aller Regel sehr viel spannender ist als das, was auf der Bühne geschieht. Bei den [...] Weiterlesen – ‘Bühnenfestspiel hinter den Kulissen’.
Kultur ist unkaputtbar
Auf dem Kulturmanagement-Blog und auf Moving-Culture wird gerade die gute alte Frage diskutiert, wieweit Kultur mit Wirtschaft verzahnt werden sollten und was Kultur eigentlich “wert” ist. Ein Problem ist meines Erachtens, dass sich die Grenze gar nicht scharf ziehen lässt. Zum einen, weil Kultur nicht von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt. Besonders die sog. Hochkultur ist hochgradig [...] Weiterlesen – ‘Kultur ist unkaputtbar’.
Kleist-Preis für Goldt
Wenn Bob Dylan den Pulitzer-Preis bekommt, dann ist es eigentlich das Mindeste, dass Max Goldt den Kleist-Preis erhält. Und während die FAZ sich fragt, ob es eigentlich einen komischen Beigeschmack hat, wenn ein Rowohlt-Autor dem anderen einen Preis zuschanzt, frage ich mich, ob es nicht mindestens so merkwürdig ist, dass ein so junger Autor wie [...] Weiterlesen – ‘Kleist-Preis für Goldt’.
Karajan-Links
Am vergangenen Samstag war es genau 100 Jahre her, dass Herbert von Karajan geboren wurde und während die Geburtstags-CD- und -DVD-Editionen schon Wochen vorher in den Läden lagen, gab es jetzt eine Flut an Artikeln und Portraits in den Feuilletons. Dabei durften Artikel über seine NSDAP-Vergangenheit natürlich genauso wenig fehlen wie solche über die seine [...] Weiterlesen – ‘Karajan-Links’.
Work-Life-Balance in Kulturberufen
Heute hörte ich einen NDR-Info-Podcast mit Stephan Grünewald, Gründer und Inhaber von Rheingold, Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen. Neben vielen anderem Interessantem sagte Grünewald auch, Manager, die mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten, sollte man das Gehalt kürzen, da sie auf diese Weise ihr kreatives Potenzial lahmlegen würden. Das fand ich gerade auch [...] Weiterlesen – ‘Work-Life-Balance in Kulturberufen’.
Lieber Elbe statt Starnberger See
Vor einiger Zeit schrieb ich über einen ZEIT-Artikel, in dem das Hamburger und Münchner Kulturleben miteinander verglichen wurde – aus Münchner Sicht. Jetzt gibt es, ebenfalls in der ZEIT, eine wirklich brilliant geschriebene, sehr amüsante Antwort aus Sicht eines Hamburgers. Fazit: lieber vom Elbwind durchpusten lassen als fett werden und im seichten Wasser des Starnberger [...] Weiterlesen – ‘Lieber Elbe statt Starnberger See’.
Das Rheingold III: In Hamburg nichts Neues
Vielleicht erschließt sich das im vorangegangen Eintrag erwähnte Sensationelle am Stuttgarter Rheingold nicht absolut, aber relativ zu anderen Inszenierungen, zum Beispiel der, die kürzlich an der Hamburgischen Staatsoper herausgekommen ist (unter diesem Link gibt es auch ein Video, das einen ganz guten Einblick in die Inszenierung gewährt). Denn was Claus Guth und sein Bühnenbildner abliefern [...] Weiterlesen – ‘Das Rheingold III: In Hamburg nichts Neues’.
Das Rheingold II: Das Stuttgarter Rheingold
In nahezu jeder Hinsicht ein Gegenteil zum Rheingold-Film von Karajan ist die Inszenierung von Joachim Schlömer aus dem viel diskutierten Stuttgarter Ring. Die Personenregie ist um ein vielfaches lebendiger und schildert sehr viel genauer (oder überhaupt) die emotionalen Zustände und die Konflikte zwischen den handelnden Personen. Man versteht, warum Alberich nach der Demütigung durch die [...] Weiterlesen – ‘Das Rheingold II: Das Stuttgarter Rheingold’.
Keine abendfüllende Statur: Trip to Asia
Die Berliner Philharmoniker sind eine der deutschen Kulturmarken schlechthin und haben als solche luxuriöse Möglichkeiten der Markenprofilierung, z.B. mittels Kinofilmen. Rhythm Is It! war ein sensationelles Beispiel dafür. Der Film »Trip to Asia«, eine Dokumentation einer Asienreise des Orchesters, ist ein weiterer Versuch. Mit dem Verweis, dass er vom gleichen Regisseur wie »Rhythm Is It!« [...] Weiterlesen – ‘Keine abendfüllende Statur: Trip to Asia’.
Das Rheingold I: Der Karajan-Film
In Vorbereitung auf einen Workshop beschäftige ich mich gerade mit dem Rheingold, dem Vorabend zu Wagners Ring des Nibelungen. Gerade sah ich dazu den Rheingold-Film, den Karajan 1978 gedreht hat und der jetzt auf DVD wiederveröffentlicht wird. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass man noch lange keine Aufführung in Wagners Sinne hat, wenn die [...] Weiterlesen – ‘Das Rheingold I: Der Karajan-Film’.
Links des Tages
Heute nur ein paar Links auf interessante Artikel auf anderen Blogs: Patrick Breitenbach mit einem treffenden Statement zur verlogenen Haltung des Deutschen Olympischen Sportbundes, was die Ereignisse in Tibet und den angedrohten »Volkskrieg« von Olympia-Gastgeber China angeht. Auch blutig: die Zeit schreibt über die Rückkehr über die Söldnerheere in gegenwärtigen Kriegen, insbesondere im Irak. Aber [...] Weiterlesen – ‘Links des Tages’.
Gender Mainstreaming: Pudding an die Wand nageln
Kürzlich bin ich wieder einmal über den Begriff »Gender Mainstreaming« gestolpert und wollte diesmal wissen, was das eigentlich ist. Was man bei Wikipedia dazu lesen kann, ist recht abstrakt. Bei weiterer Recherche bin ich allerdings auf einen Artikel gestoßen, wo Gender Mainstreaming wesentlich griffiger und anschaulicher, allerdings auch ironischer, beschrieben wird. Nämlich als Versuch, einen [...] Weiterlesen – ‘Gender Mainstreaming: Pudding an die Wand nageln’.
Rillings Matthäus-Passion
Angeregt durch die Blogger-Kantorei auf Tinos Blog und die bevorstehende Aufführung des Bremer Domchores, habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder die Matthäus-Passion zu Gemüte geführt. In der Aufnahme von Helmuth Rilling aus den 90er Jahren, die wirklich sehr empfehlenswert ist. Rillings Orchester spielt auf modernen Instrumenten, die Chöre sind relativ groß, aber das [...] Weiterlesen – ‘Rillings Matthäus-Passion’.
Clinton vs. Obama
In den USA wird von konservativer Seite offenbar eine regelrechte Hexenjagd gegen Hilary Clinton betrieben. Ich muss gestehen, dass ich auch den Eindruck habe, Clinton sei eine überehrgeizige, machtversessene Person. Aber warum eigentlich? Wahrscheinlich allein wegen der Fotos, wo Clinton mit weit aufgerissenem Mund zu sehen ist und ziemlich dämlich aussieht. Und warum erscheint Obama [...] Weiterlesen – ‘Clinton vs. Obama’.
Künstler sind Überlebenskünstler
Künstler und Kreative sind in der Regel auch (Über-)Lebenkünstler. Für kreative Selbstbestimmung und -verwirklichung nehmen sie oftmals prekäre und ausbeuterische Arbeitsbedingungen in Kauf. Für einen besonders ausbeuterischen Fall wurde gerade der Raffzahn 07 vergeben, aber auch bei tarifvertraglich geregelten Beschäftigungsverhältnissen, z.B. am Theater nach NV Bühne, fragt man sich, wie man je auf einen grünen [...] Weiterlesen – ‘Künstler sind Überlebenskünstler’.
Schweizer Auslandssemester für Ypsilanti
In punkto demokratischer Kultur kann Deutschland ganz allgemein viel von der Schweiz lernen. Das zeigt sich auch an der peinlichen Pleite von Andrea Ypsilanti und Kurt Beck. Wie man einen politischen Coup landet, haben die Schweizer Parteien SP, CVP und FDP im vergangenen Dezember bei der Wahl der Bundesräte bzw. der Abwahl von Christoph Blocher [...] Weiterlesen – ‘Schweizer Auslandssemester für Ypsilanti’.
Zeit der Hitparaden
Februar und März sind die Zeit der Hitlisten des vergangenen Jahres. Bill Gates ist nur noch der drittreichste Mann der Welt, war gerade zu erfahren, die bestbesuchte Ausstellung 07 war The Mind of Leonardo in Tokyo und es wurden die zehn innovativsten Produkte des vergangenen Jahres ermittelt. Auf Platz 1 Apples iPhone. Dabei kann das [...] Weiterlesen – ‘Zeit der Hitparaden’.
Think Big
In der ZDF-Mediathek gibt es einen sehr interessanten Film von Claus Kleber über Das andere Amerika. Damit ist Kalifornien gemeint, achtgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und so etwas wie das globale Innovationslabor, in dem lauter besessene Daniel Düsentriebs an ihren verschrobenen Ideen basteln. Dass es so anders als das normale Amerika nicht ist, zeigt sich, wenn [...] Weiterlesen – ‘Think Big’.
Internationaler Museumstag: Revolution verschlafen
Auf Kulturelle Welten schreibt Jörn Borchert über den 18. Internationalen Museumstag, der dieses Jahr auch in Second Life begangen werden soll. Das International Council of Museum (ICOM) entblödet sich nicht, dies vollmundig als Revolution anzukündigen. Das wäre es bestenfalls vor zwei Jahren gewesen, vor dem längst wieder abgeklungenen Hype um Second Life. Mit dem Satz [...] Weiterlesen – ‘Internationaler Museumstag: Revolution verschlafen’.
Museen, die die Welt nicht braucht
Es gibt schon sehr merkwürdige Museen. Als sei ein Osterhasen-Museum oder ein Stoßstangenmuseum nicht verrückt genug, gibt es in München sogar ein Bourdalou-Museum. Wer weiß schon was ein Bourdalou ist? Google natürlich. Im Netz findet man dazu in etwa folgende Geschichte, deren Wahrheitsgehalt allerdings nicht gesichert ist. Am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. pflegte ein [...] Weiterlesen – ‘Museen, die die Welt nicht braucht’.
Deutsches Historisches Museum erhält »Raffzahn 07«
Das Deutsche Historische Museum in Berlin hat die »goldenen Raffzähne 2007« für das unfairste Praktikum des Jahres »gewonnen«. Das Kulturmanagement-Blog hofft auf die Selbstregulierungskräfte des Web, die bislang allerdings noch nicht greifen. Also sollte man doch noch einmal in aller Deutlichkeit sagen, dass diese Form des Mäzenatentums eine Sauerei ist. Legt man eine ausbildungsadäquate Bezahlung [...] Weiterlesen – ‘Deutsches Historisches Museum erhält »Raffzahn 07«’.
Ick bin ein Berliner Philharmoniker!
Einmal Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker sein? Das Web macht es möglich. In einem kleinen Online-Spiel kann man den Schwan aus Saint Saëns Karneval der Tiere spielen. Je geschickter man den Bogen führt, umso besser klingt es. Zum Glück muss man nicht auch noch greifen. Ich habe 3622 Punkte erreicht und folgendes schmeichelndes Urteil zu meinem [...] Weiterlesen – ‘Ick bin ein Berliner Philharmoniker!’.
Nochmal Karajan
Ich gehöre nicht direkt zu den Karajan-Fans, aber es ist ganz faszinierend zu sehen, wie er probt, hier Schumanns 4. Symphonie mit den Wiener Symphonikern. Er weiß genau, was er will, hat klare und präzise Vorstellungen von dem, was er hören möchte, und er kann sie klar und anschaulich vermitteln. Etwas anstrengend finde ich allerdings [...] Weiterlesen – ‘Nochmal Karajan’.
Dudamel rollt roten Teppich aus
Gestern hatte ich Gelegenheit in der Staatsoper Berlin Gustavo Dudamel zu erleben. Dudamel hat als Dirigent des Simón Bolívar-Jugendorchesters eine außerordentliche Karriere hingelegt und ist seit kurzem groß im Geschäft mit Vertrag bei der Deutschen Grammophon, Gastdirigaten an den großen Opernhäusern und großen Orchestern, derzeit einem Chefposten bei den Göteborger Symphonikern und ab 2009 beim [...] Weiterlesen – ‘Dudamel rollt roten Teppich aus’.
100 Jahre Karajan
Herbert von Karajan wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Deswegen liest (und hört und sieht) man zur Zeit aller Orten über ihn. Unter anderem im aktuellen Heft ZEIT Geschichte, wo auf 96 Seiten dem »Wunder Karajan« nachgegangen wird. Der interessanteste Artikel ist sicher das Interview mit Nikolaus Harnoncourt, der als junger Cellist unter Karajan [...] Weiterlesen – ‘100 Jahre Karajan’.
Smoke on the Griffbrett II
Eric Clapton hebt zum Solo an, lässt die Gitarre jaulen – und je schlimmer es klingt, je weniger Töne er trifft, umso verzückter schaut Clapton in die Menge, dann an die Decke, den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen halb geschlossen. Ja, so ist das bei Clapton. Tatsächlich geht es in dem Spiegel-Online-Artikel, aus [...] Weiterlesen – ‘Smoke on the Griffbrett II’.
Zwangsweise Patriot
Scheinbar haben viele Länder ihre Sorgen und Nöte mit ihren Nationalhymnen. Spaniens Hymne hatte bislang keinen Text und wird, wie es aussieht, auch weiterhin keinen haben. In der Schweiz gibt es zwar einen Text, aber was für einen! Kein Wunder also, dass eine Initiative dafür eintritt, einen neuen Text zu erfinden. Mein Vorschlag: Wenn man [...] Weiterlesen – ‘Zwangsweise Patriot’.
Beethoven groovt
Ich finde es sehr traurig, dass es eine Barriere gibt zwischen der klassischen Musik und dem, was junge Leute hören. klagt Paavo Järvi, Chefdirigent des HR-Sinfonieorchesters, und hat deswegen das Music Discovery Project ins Leben gerufen. Ich persönlich vermute zwar, dass die Barriere z.B. zwischen Techno und Heavy Metal sehr viel größer ist als die [...] Weiterlesen – ‘Beethoven groovt’.
Mozart mal so
Nachdem ich neulich von René Jacobs Einspielung des Weihnachtsoratoriums geschwärmt habe, möchte ich heute über seine Don Giovanni-Aufnahme schwärmen. Sie ist ein Beweis für meine gestrige These, dass gute Musik vor allem auch eine Frage der Interpretation ist. Bei Jacobs erübrigt sich jedenfalls die Frage, ob es unbedingt noch eine weitere Aufnahme von diesem Werk [...] Weiterlesen – ‘Mozart mal so’.
das Kulturblog
Zukünftig werde ich dieses Blog nur noch in größeren Abständen aktualisieren, und mich stattdessen in meinem neuen Kulturblog betätigen. Thematisch und inhaltlich wird es fürs erste nicht viel anders sein als holstblog, allerdings ohne persönliche Berichte über Ausflüge aufs Jungfraujoch oder ähnlichem. Falls jemand übrigens einen guten Vorschlag für einen Slogan für das kulturblog hat, [...] Weiterlesen – ‘das Kulturblog’.
Metamorphose des Brockhaus
Ein aktuell viel diskutiertes Thema in Feuilletons und Blogs ist die Ankündigung, dass es den Brockhaus zukünftig nur noch online geben wird. Warum da allerdings vom Tod des Brockhaus die Rede ist, habe ich nicht ganz verstanden. Schließlich sind doch trotz aller Statussymbolträchtigkeit des gedruckten Brockhaus im Wohnzimmerschrank die Inhalte das Entscheidende und die bleiben [...] Weiterlesen – ‘Metamorphose des Brockhaus’.
Nicht mehr lange umsonst?
Mit den kostenlosen Museumseintritten könnte es schnell wieder vorbei sein, wenn der Kunstraub weiter floriert. Von irgendwas müssen schließlich die Versicherungsprämien bezahlt werden, die ordentlich steigen dürften, wenn die Versicherungen vermehrt für den Rückkauf der Bilder von den Kidnappern aufkommen müssen. Weiterlesen – ‘Nicht mehr lange umsonst?’.
Smoke on the Griffbrett
Das Riff des Deep Purple-Songs »Smoke on the Water« ist eins der bekanntesten und meistgespielten Gitarrenriffs überhaupt. Und weil es so simpel ist, dass wirklich jeder angehende Rocker es spielen kann, gilt in den meisten Gitarrenläden ein per Aushang verhängtes Spielverbot. Eine verständliche Reaktion der Ladenbesitzer, die allerdings durch neue fragwürdige Auswüchse kompensiert wird: (am [...] Weiterlesen – ‘Smoke on the Griffbrett’.
Filmtipp: Schräger als Fiktion
Der sehr normale, ziemlich zwanghafte Steuerbeamte Harold Crick (Will Ferrell) stellt eines Tages fest, dass er Held des Romans der Bestseller-Autorin Karen Eiffel ist (Grandios wie immer: Emma Thompson). Das heißt, ihm passieren die Dinge, die Eiffel schreibt. Das ist zuerst noch nicht schlimm, als er sich in eine Steuerhinterzieherin verliebt. Allerdings kommt er irgendwann [...] Weiterlesen – ‘Filmtipp: Schräger als Fiktion’.
Ökologischer Fußabdruck
Auf footprint.ch kann man seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck auf unserem Planeten ermitteln. Dieser Fußabdruck zeigt an, in welchem Maße man ökologisch über die Verhältnisse lebt. Mein persönliches Ergebnis ist 1,7, das heißt ich verbrauche das 1,7-fache dessen, was mir die Erde anteilig an Ressourcen zur Verfügung stellt (Deutscher Durchschnitt: 2,5). Ein Bangladese (oder wie heißen [...] Weiterlesen – ‘Ökologischer Fußabdruck’.
Khuon zum Subventionsgemäkel
Die Äußerungen etlicher Theaterleute, z.B. Schlingensief, Stein oder Peymann, lassen mitunter mehr auf Wahnsinn denn auf Genie schließen. Thalia-Theater-Intendant Ulrich Khuon schafft es dagegen auch mit bedachten, klugen Äußerungen in die Medien. Aktuell äußert er sich bei Spiegel online zu dem Gemäkel in den Feuilletons der Süddeutschen und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, es gebe zuviel [...] Weiterlesen – ‘Khuon zum Subventionsgemäkel’.
Alles umsonst
Vor kurzem habe ich in einem Kommentar im Kulturmanagement-Blog noch behauptet, die Eintrittspreise in deutschen Museen seien kaum ein Grund, der einen vom Besuch abhält. Normalpreise liegen in deutschen Museen mit etwa zwischen 3 und 8 Euro nicht sonderlich hoch, ein Museum das mehr verlangt muss schon ganz schön was zu bieten haben. Außerdem gibt [...] Weiterlesen – ‘Alles umsonst’.
Was soll G8 in der Schule?
In der FAZ gibt es einen äußerst lesenswerten Artikel über die G8-Schulreform und Politiker und Funktionäre, die Bildung mit Wissen verwechseln. Möglicherweise weil es ihnen zumindest an ersterem mangelt. Besonders schöner Satz: Früher nannte man jemanden einen Streber, einen Fachidioten, wenn man sagen wollte, dass da einer keine Lebenserfahrung außerhalb der Schule gesammelt hat. Dass [...] Weiterlesen – ‘Was soll G8 in der Schule?’.
Jeder Mensch ist Kunst
Heute ist nicht nur jeder Mensch ein Künstler, sondern auch Kunst. Auf der Seite barcodeart.com kann man sich selbst zum Kunstwerk barcodieren lassen. Das bin ich: Einkaufspreis $6,23, sofern ich die etwas kryptische Auswertung richtig verstanden habe. Ernüchternd. Überhaupt: lässt sich das Symbol für ökonomische Verwertbarkeit schlechthin wirklich zu Kunst transzendieren? Da haben vielleicht nicht [...] Weiterlesen – ‘Jeder Mensch ist Kunst’.
Diva im Badeanzug
Der Weser-Kurier stellte gestern in einem Bericht über die Midem 08 fest, dass der Klassikmarkt zunehmend nach den Mechanismen des Popmarktes funktioniert. Das künstlerische Fliegengewicht Anna Netrebko lässt grüßen. Die Gefahr sei, so der Weser-Kurier, dass Künstler verheizt würden. Die andere Gefahr, die nicht erwähnt wurde aber damit zusammenhängt, ist die der nachlassenden Qualität. Sehr [...] Weiterlesen – ‘Diva im Badeanzug’.
Von Coelho lernen
Die CD-Verkäufe bröckeln seit einiger Zeit fröhlich dahin, auch im letzten Jahr gab es wieder Umsatzeinbußen von 20%. Auf der Musikmesse Midem kam die Musikindustrie deswegen überein, zukünftig verstärkt auf Online-Vermarktung und vor allem auf Online-Abos zu setzen. Naxos macht bereits vor, wie es gehen kann. Die Branche verbindet damit die Hoffnung, das Problem der [...] Weiterlesen – ‘Von Coelho lernen’.
Ausgegoogelt
Vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben, dass Google dabei ist, zum neuen Microsoft zu werden. Mich hat das trotzdem nicht davon abgehalten, ordentlich zu iGooglen, sprich mir bei Google ein komplettes virtuelles Büro einzurichten. Nachdem ich kürzlich gelesen habe, dass Google nicht weniger anstrebt, als die Macht über das Wissen der Welt und mittlerweile [...] Weiterlesen – ‘Ausgegoogelt’.
Kurzrezension: Sopranos, Staffel 3
Nach einer wirklich lahmen ersten Episode hat sich die 3. Staffel der Sopranos zur bislang eindeutig besten entwickelt. Der Grund: die Geschichten sind gut und die Figuren entwickeln sich und handeln glaubwürdiger als in den ersten beiden Staffeln, insbesondere der zweiten. Die kriminellen Aktivitäten treten etwas in den Hintergrund und die persönlichen Krisen aller Familienmitglieder [...] Weiterlesen – ‘Kurzrezension: Sopranos, Staffel 3’.
Eindimensional
Eigentlich ist theater-tv.com eine gute Idee. Die Videos sind, wie die gesamte Seite, gut gemacht. Eine Produktion, von der ich viel schlechtes gehört habe, schien mir vom Film her zu urteilen durchaus einen Besuch wert. Das spricht zumindest aus Theatermarketing-Sicht für grundsätzlichen Sinn und Zweck des Portals. Den Anspruch »Kulturinfos in einer neuen Dimension« löst [...] Weiterlesen – ‘Eindimensional’.
Geschwindigkeitstest
Witzig: 85 Wörter Gefunden auf selbst-und-staendig.de. Weiterlesen – ‘Geschwindigkeitstest’.
Gegen religiöses Rumgeeier
Vor einiger Zeit hörte ich bei SWR Leute ein sehr temperamentvolles Interview mit Manfred Lütz, der dort sein Buch Gott – Eine kleine Geschichte des Größten vorstellte. Das war ein wirklich spannendes Interview, also habe ich jetzt das Buch gelesen. Lütz macht darin einen kleinen, urteilsfreudigen Parforceritt durch die Geistesgeschichte, immer unter dem Blickwinkel, was [...] Weiterlesen – ‘Gegen religiöses Rumgeeier’.
Ausweg aus dem Museum?
»Wir verehren Altes, nur weil es alt ist.« ist eine zentrale These eines Essays aus der Zeit vom 3.1.08 (Siehe auch Kulturmanagement-Blog und Kulturblog.ch). Warum das Berliner Stadtschloss originalgetreu wieder aufgebaut werden soll, gar nicht mal nur konserviert, sondern komplett neu wieder aufgebaut, das verstehe ich tatsächlich auch nicht. Aber ansonsten glaube ich doch eher, [...] Weiterlesen – ‘Ausweg aus dem Museum?’.
Filmkritik: Crossroads
Unterhaltungsprogramm im Zug: der Blues-Film Crossroads. Die Geschichte ist eigentlich so einfach wie der Blues selbst: Willie Brown hatte vor langer Zeit dem Teufel seine Seele dafür versprochen, dass er ihn den wahren Blues lehrt. Jetzt, wo er 80 ist, will er den Vertrag lösen und benutzt den blues-versessenen, Gitarre spielenden Juilliard-School-Studenten Eugene Martone dazu, [...] Weiterlesen – ‘Filmkritik: Crossroads’.
Würdeloses iPhone
Heute morgen hatte ich das Vergnügen, ein simlockfreies iPhone zu entsperren. Eigentlich ganz einfach. Eigentlich. Nach dieser Erfahrung werde ich es keinem Apple-User mehr durchgehen lassen, sich über Windows lustig zu machen. Was Apple mit dem iPhone veranstaltet, hat Microsoft schon seit Jahren hinter sich: Funktionstüchtigkeit nach dem Zufallsprinzip, nicht nachvollziehbare Programmreaktionen, schlechter Service, ahnungslose [...] Weiterlesen – ‘Würdeloses iPhone’.
Nichts gegen Ikea
Nachdem ich die letzten Tage damit verbracht habe, diverse Ikea-Möbel aufzubauen, muss ich mit einem Vorurteil aufräumen, auf dem ganze Programme von Fernseh-Comedians a la Mario Barth fußen. Dem Vorurteil nämlich, dass es wahnsinnig kompliziert sei, Ikea-Möbel aufzubauen, weil die Anleitung unverständlich ist, weil immer irgendwelche Teile fehlen und die Hotline, die man dann anrufen [...] Weiterlesen – ‘Nichts gegen Ikea’.
Dezente Verlinkung
Dank Amazon hatte ich einen denkbar stressfreien Weihnachtseinkauf. Man kann gegen das Internet sagen was man will, aber allein schon ein kurzer Blick – am besten an einem Samstag – auf den dezemberlichen Einkaufsterror in Innenstädten und Kaufhäusern führt einem seinen Nutzen drastisch vor Augen. Vor lauter Dank an Amazon habe ich neuerdings dezente Verlinkungen [...] Weiterlesen – ‘Dezente Verlinkung’.
Unerschöpflicher Hörgenuss
Das Weihnachtsoratorium probend stellte Beisasse die Frage, ob es wichtig ist zu wissen, wie die musikalische Leitung die geistliche Bedeutung der Musik einschätzt. Da ich gerade die unerreichte Weihnachtsoratoriums-Aufnahme von René Jacobs rauf und runter höre, meine ich, dass es zumindest ein großer und unerschöpflicher Hörgenuss ist, wenn dem Text genau nachgespürt wird. Zum Beispiel [...] Weiterlesen – ‘Unerschöpflicher Hörgenuss’.
Franziskus auf tönenden Pfannkuchen
Von Saint Francois d’Assise gibt es übrigens eine wirklich hervorragende Aufnahme unter der Leitung von Kent Nagano. Getragen wird sie insbesondere von einem grandiosen José van Dam in der Titelrolle. Ihm gelingt es, die demutvolle Haltung des Rollencharakters auch gesanglich umzusetzen und gleichzeitig würdevolle Autorität auszustrahlen. Sein Gesang ist geradlinig, unprätentiös aber mit dezentem Pathos. [...] Weiterlesen – ‘Franziskus auf tönenden Pfannkuchen’.
Politisches Erdbeben
In der Schweiz ereignet sich gerade etwas, was Medien wohl gerne als »politisches Erdbeben« oder auch als »Politkrimi« bezeichnen. Gestern waren Bundesratswahlen. Der Schweizer Bundesrat entspricht in etwa der deutschen Bundesregierung. Anders als die deutschen Minister, werden die Bundesräte aber direkt vom Parlament gewählt. Dazu stellt jede der vier großen Parteien entsprechend ihrer Größe Kandidaten [...] Weiterlesen – ‘Politisches Erdbeben’.
Fünf Mal Oper
Da ich fand, dass es mal wieder Zeit ist für eine neue Folge in der Reihe »Fünf mal…« ist, hier und heute fünf hörenswerte Opern. Norma mochte schon Wagner, was erstaunlich ist, weil er ja normalerweise kein gutes Haar an der italienischen Oper ließ. Und Norma ist durch und durch italienische Oper: Liebe, Eifersucht, Tod [...] Weiterlesen – ‘Fünf Mal Oper’.
Drei Orangen
Endlich bin ich jetzt mal dazu gekommen, die Aufnahme von »L’Amour des trois Oranges« zu hören, die schon seit langer Zeit in meinem Besitz ist, die ich aber irgendwie nie die Lust zu hören hatte. Das hing wahrscheinlich mit der Erinnerung an eine anstrengende Aufführung dieser Oper in der Komischen Oper Berlin statt. Diese Aufführung [...] Weiterlesen – ‘Drei Orangen’.
Totale Sicherheit
Kürzlich sah ich Minority Report. Ein ziemlich guter Film. Wenn man so will trotz Tom Cruise, der ja nicht gerade ein besonders guter Schauspieler ist. Sonst hätte er wohl bei der Bambi-Verleihung auch nicht in der fragwürdigen Kategorie »Mut« ausgezeichnet werden müssen und sich vielleicht auch nicht mit seiner Dankesrede blamiert. (»Es lebe das heilige [...] Weiterlesen – ‘Totale Sicherheit’.
Originelle Grammatik
Die Schweizer und die Deutschen verbindet angeblich eine lang gepflegte Hassliebe. Der Hass kommt dabei von schweizer Seite, die Liebe von deutscher. Vor einiger Zeit ging das in der Schweiz groß durch die Medien. Weil da natürlich viel Stimmungsmache im Spiel war, haben sich zwei Schweizer Schüler ausführlich damit in ihrer »Maturitätsarbeit« beschäftigt. Die wichtigen [...] Weiterlesen – ‘Originelle Grammatik’.
»Jetzt singt sie auch noch!«
Nachdem ich ein sehr unterhaltsames, lustiges Interview mit Barbara Schöneberger im Bayern3-Podcast gehört hatte, interessierte mich ihr Album Jetzt singt sie auch noch! Wie das Schicksal es wollte wurden mir tags drauf ein paar iTunes-Songcard zugespielt, so dass ich es mir runterladen konnte. Singen kann Barbara Schöneberger, keine Frage. Allerdings finde ich, dass ihre Stimme [...] Weiterlesen – ‘»Jetzt singt sie auch noch!«’.
Top of Europe
Heute habe ich einen Ausflug aufs Jungfraujoch gemacht. Die Anfahrt von Bern dauert schlappe 3,5 Stunden, allein die letzten 9 Kilometer mit der Jungfraubahn dauern eine knappe Stunde und kosten 35 Euro (einfache Fahrt). Dort oben, auf im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden 3500 Metern Höhe, hat man eine fantastische Aussicht. Zur einen Seite auf [...] Weiterlesen – ‘Top of Europe’.
Andere Länder, andere Sitten
In Indien kann man offenbar auch Tiere heiraten. Dazu gibt es auch eine kleine Zeremonie und Brautschmuck für den Hund (s. Bild). Sollte das Herrchen später eine Ehe mit einer Artgenossin eingehen wollen, dann ist allerdings keine Scheidung erforderlich. Nur eine nicht ganz unwesentliche Frage bleibt in dem Bericht offen: Wie steht das indische Gesetz [...] Weiterlesen – ‘Andere Länder, andere Sitten’.
6 Staffeln in 7 Minuten
Bei youtube gibt es target=”_blank”>alle sechs Soprano-Staffeln im Zeitraffer. Ich bin dabei, die zweite Staffel zu gucken und muss leider feststellen, dass sich mein Sprachschatz vulgärisiert, wenn ich nicht ausreichend lange Pausen zwischen den einzelnen Folgen einlege. An der zweiten Staffeln gefällt mir, dass die einzelnen Handlungsstränge sich doch eher mal über mehrere Folgen ziehen, [...] Weiterlesen – ‘6 Staffeln in 7 Minuten’.
Neudeutsche Sprache – schwere Sprache
Der Begriff der Gerechtigkeit hat es in Zeiten des scheinbar alternativlosen Sozialabbaus schwer. Nicht selten wird er zum Synonym für eine Haltung, die den Schuss der Globalisierung noch nicht gehört hat und alten, unrealistischen und unsinnigen Vorstellungen nachhängt. So in etwa scheint es auch bei dem Buch einer CDU-Abgeordneten zu sein, die früher mal für [...] Weiterlesen – ‘Neudeutsche Sprache – schwere Sprache’.
Happy Birthday to me
Heute hat dieses Blog einjährigen Geburtstag. Happy Birthday to me! Bescheiden formuliert, aber mit recht großspurigem Unterton habe ich im allerersten Eintrag gesagt, dies sei mein kleiner Beitrag dazu, dass es wieder aufwärts gehe mit Deutschland. Und geht es Deutschland nicht wirklich besser? Der Aufschwung ist da, die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit ist so niedrig [...] Weiterlesen – ‘Happy Birthday to me’.
Blühende Landschaften
Am vergangenen Samstag war ich in Leipzig, einer Stadt, die eigentlich so eine Art Weltkulturhauptstadt ist. Wagner wurde dort geboren, Leibniz und Liebknecht auch; Bach hat dort gewirkt und ist dort gestorben, ebenso Mendelssohn. Goethe und Nietzsche haben dort studiert und Heisenberg hatte hier seine erste Professur (Berufung im zarten Alter von 26!). Außerdem hat [...] Weiterlesen – ‘Blühende Landschaften’.
Die Sopranos, Staffel 1
Vor kurzem habe ich mir die erste Staffel der Sopranos auf DVD besorgt. Mittlerweile habe ich alle Episoden gesehen und bin irgendwie ganz unschlüssig, wie ich es fand. Denn eine richtige Sogwirkung wie andere gute Serien entfaltet diese nicht. Trotzdem will man immer wissen, wie es weitergeht und es ist eine sehr gut gemachte Serie. [...] Weiterlesen – ‘Die Sopranos, Staffel 1’.
Mit oder mit ohne Kruste
Gerade habe ich mir die Verfilmung von Herrn Lehmann auf DVD angesehen. Das Buch hatte mir ganz gut gefallen, aber dem Film merkt man leider an, dass er von einem Theatermann gemacht wurde, nämlich von Leander Haußmann. Die leicht absurde Banalität der Geschichte, die im Buch subtil, ironisch und genau beobachtet ist, wird hier bedeutungsschwanger [...] Weiterlesen – ‘Mit oder mit ohne Kruste’.
Schramm im Abo
Das ZDF stellt neuerdings einige wenige Sendungen als Videocast ins Netz. Das ist sehr löblich, vor allem bei »Neues aus der Anstalt«. Bei Sendungen, die nur monatlich kommen, vergesse ich immer den Sendetermin, insofern kommt mir das sehr entgegen, sie einfach per Feed zu abonnieren. Und »Neues aus der Anstalt« ist wirklich gut, vor allem [...] Weiterlesen – ‘Schramm im Abo’.
Bremen kennen lernen – op platt
Gestern haben wir eine Führung »dörch dat Viddel« gemacht – und zwar »op platt«. So habe ich dann nach immerhin anderthalb Jahren auch mal etwas über Bremen erfahren, was jenseits meiner ausgetretenen Pfade liegt. Zum Beispiel, warum die typischen Bremer Häuser ohne Zwischenraum aneinandergebaut wurden. Das hat damit zu tun, dass die Stadtherren die Befürchtung [...] Weiterlesen – ‘Bremen kennen lernen – op platt’.
Öffentliche Entnazifizierung, die 94.
Bei Selbst und ständig stieß ich auf die medienwirksam erteilte Reservierungsabsage eines Dresdner Hotels an zwei Sächsische NPD-Landtagsabgeordnete. Welchen Gästen das Hotel das Gastrecht gewährt und welchen nicht, ist sicher deren Sache. Diese Absage derart zu inszenieren und an die große Glocke zu hängen, finde ich allerdings eine recht fragwürdige Form der PR und nicht [...] Weiterlesen – ‘Öffentliche Entnazifizierung, die 94.’.
Außerirdische bei Maischberger
Neulich habe ich mich hier über die fragwürdige Gästeauswahl in einer Maischberger-Sendung ausgelassen. Was soll man dann aber zu einer offenbar target=”_blank”>psychisch kranken Nina Hagen in einer Sendung über Außerirdische sagen? Eine echte Beleidigung gegen die seriösen Diskussionsteilnehmer, von denen einer target=”_blank”>konsequenterweise die Sendung verließ. Abgrundtief peinlich für Maischberger und sicher ein Anlass, die populistische [...] Weiterlesen – ‘Außerirdische bei Maischberger’.
Gehversuch im Web 2.0
Auf connectedmarketing fand ich den Hinweis auf die sog. Whirlpods des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. So langsam kommen die Möglichkeiten des Web 2.0 offenbar auch bei den »klassischen« Kultureinrichtungen an. Die Filme sind gut gemacht und Ingo Metzmacher ist auch einfach ein sympathischer Typ. Allerdings hat Martin Oetting recht, wenn er bemängelt, dass die Clips nicht [...] Weiterlesen – ‘Gehversuch im Web 2.0’.
Braver Hamlet
In der aktuellen Neon gibt es ein Interview mit jungen Theatermachern. Unter anderem wird dort der Trend angesprochen, dass junge Leute offenbar lieber brav inszenierte Klassiker als deren ausgeflippte Neu- und Umdeutungen sehen: »Vielleicht wollen die Leute gar nicht wissen, was Hamlet einem heute zu sagen hat. Vielleicht wollen sie Hamlet einfach nur mal sehen.« [...] Weiterlesen – ‘Braver Hamlet’.
Barcelona in Bildern
Und hier, wie angekündigt, ein paar Bilder aus Barcelona. [myginpage=barcelona] Weiterlesen – ‘Barcelona in Bildern’.
Barcelona
Gestern habe ich mir Barcelona im Schnelldurchlauf gegeben und die wichtigsten touristischen Highlights abgehakt: Port Olympic, Arc del Triomf, Placa de Catalunya, La Rambla, Port de Barcelona, dann Sagrada Família vom unvermeidlichen Gaudi, der katalanischen Ausgabe von Friedensreich Hundertwasser, auch wenn eigentlich umgekehrt ein Schuh draus wird. Interessant hier: allein vier Kioske können von den [...] Weiterlesen – ‘Barcelona’.
Ratatouille
Am Wochenende war ich endlich in Ratatouille, dem neuen Pixar-Film. Wie erwartet ist er super gemacht, ein echtes Ideenfeuerwerk, viel Liebe zum Detail und erzählt eine Geschichte, die für einen Animationsfilm geradezu ambitiös ist. Gerade weil sich die Macher aber nicht von Gag zu Gag hangeln, war der Film nicht ganz so witzig, wie ich [...] Weiterlesen – ‘Ratatouille’.
Mit Segen des Duden
Wenn Schweizer hochdeutsch reden, dann klingt das trotzdem komisch. Nicht nur wegen der etwas rustikalen Grammatik und der charakteristischen Sprachmelodie. Sie benützen(!) auch komische Wörter, die man zwar versteht, die aber trotzdem falsch klingen: »Gegen den Entscheid wurde Einsprache erhoben« oder »In der Vernehmlassung forderte die SP auch Einsitz in den Umweltausschuss«. Mittlerweile habe ich [...] Weiterlesen – ‘Mit Segen des Duden’.
Pütz for Sozialminister!?
Was war denn das? Ich fand Maischberger mit ihrem penetranten Gefrage noch nie sonderlich sympathisch, aber eine Sendung über die Rentenproblematik zu machen, wo sich nicht mal die Hälfte aller Gäste halbwegs kompetent zum Thema äußern kann, das finde ich unter aller Kanone. Zumal, wenn die Meinung eines der beiden kompetenteren Gäste so stark durch [...] Weiterlesen – ‘Pütz for Sozialminister!?’.
Professorin im Wald
Miriam Meckel, Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Hochschule St. Gallen, hat kürzlich ein Buch herausgebracht über das Glück der Unerreichbarkeit. Dabei geht es um das Phänomen des Kommunikationsstresses, den man sich heute mit ständigem E-Mail-Checken und permanenter Erreichbarkeit über Handy antut. Nicht gut, sagt Meckel. Aber das hat man eigentlich auch vorher schon [...] Weiterlesen – ‘Professorin im Wald’.
Verschärft
Anstatt sich der etwas beschränkten Befürchtung hinzugeben, es könnte sich das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte 1:1 wiederholen, wenn man nicht absolut wachsam ist, sollten die selbsternannten Wächter der Demokratie lieber bei einigen Vorschlägen genauer nachhaken, die deutsche Bundesminister zur Zeit von sich geben. Hier wird natürlich nicht mit Ermächtigungsgesetzen o.ä. operiert, deswegen liegt die [...] Weiterlesen – ‘Verschärft’.
Wer im Glashaus sitzt…
Eins gibt es doch noch zu sagen. Es war schon an und für sich peinlich genug, dass Kerner sich im Gespräch mit Eva Herman nicht entblödete, ihr vorzuhalten, sie habe mit dem Ausdruck »gleichgeschaltete Presse« nationalsozialistisch kontaminiertes Vokabular benutzt. Noch nicht einmal »Autobahn« durfte sie mehr sagen (»Autobahn geht nicht!«). Kerners Selbstgerechtigkeit wird noch mit [...] Weiterlesen – ‘Wer im Glashaus sitzt…’.
Broder bringt es auf den Punkt
Mehr und treffender muss bzw. kann man target=”_blank”>dazu ff. nicht(s) sagen. Weiterlesen – ‘Broder bringt es auf den Punkt’.
Mehr Demokratie
Wenn man einen Aktionstag für Birma macht, dann kann man sich angesichts des Anlasses über die deutschen Verhältnisse natürlich nicht beklagen. Schließlich heißt es deutschen Grundgesetz »Alle Macht geht vom Volke aus«. Das klingt nach lupenreiner Demokratie. Aber wenn man genau liest, dann impliziert dieser Satz auch, dass das Volk keinen Einfluss mehr darauf hat, [...] Weiterlesen – ‘Mehr Demokratie’.
Auszeichnung für Ruth-Berghaus-Look-And-Feel
Das (Musik-)Theater Bremen ist von den Kritikern der Opernwelt zur Oper des Jahres 2007 gewählt worden. Zusammen mit der Komischen Oper Berlin. Allerdings war wohl weniger die künstlerische Qualität der letzten Saison ausschlaggebend, als viel mehr die schwierigen kulturpolitischen Bedingungen, unter denen Intendant Pierwoß 13 Jahre lang zu leiden hatte. In den Laudatios zu seinem [...] Weiterlesen – ‘Auszeichnung für Ruth-Berghaus-Look-And-Feel’.
Birma oder Burma?
Zwar wusste ich bis vor wenigen Tagen weder, wo Birma liegt, noch ob es nun Birma oder Burma (oder gar Myanmar) heißt und deswegen kommt es mir jetzt etwas scheinheilig vor, den Banner in dieses kleine Blog einzubauen. Und wenn schon: es sieht gut aus und schaden tut es sicherlich nicht. Deswegen: FREIHEIT FÜR BURMA!! Weiterlesen – ‘Birma oder Burma?’.
Preisgekrönt
Durch ein Interview mit Ulrich Mühe, dass ich neulich hörte, bekam ich Lust, mir jetzt doch mal Das Leben der Anderen anzusehen. Vorher hatte mich der Film eigentlich nicht näher interessiert, weder als er im Kino lief, noch als er einen Oscar gewann. Aber es ist zweifelsohne ein hervorragender Film: gute Schauspieler, gute Geschichte und [...] Weiterlesen – ‘Preisgekrönt’.
Kleines Fernsehspiel vorm Fenster
Für gestern und heute ist eine repräsentative Auswahl von Prenzlauer-Berg- und Berlin-Mitte-Bewohnern in unserer Straße eingefallen, um im Haus gegenüber ein kleines Fernsehspiel für ZDF/Arte zu drehen. In unserem Esszimmer hat man den perfekten Logenplatz, um die ca. 30 aufstrebenden, umher wuselnden Filmemacher bei der Arbeit zu beobachten. Obwohl wuseln ist eigentlich ziemlich übertrieben, denn [...] Weiterlesen – ‘Kleines Fernsehspiel vorm Fenster’.
Im Namen des Vaters, des Sohnes und der Boston Consulting Group
Als Y. sein Konzept von der Boring Church entwarf, das mich übrigens auf Anhieb überzeugt hat, guckte ich spaßeshalber mal bei Wikipedia nach dem Stichwort Kirchenmarketing. Ich war ziemlich erstaunt, als ich dann einen längeren Beitrag dazu fand mit etlichen Literaturangaben. Vermutlich ist es nur noch eine Frage von Wochen oder höchstens Monaten, bis es [...] Weiterlesen – ‘Im Namen des Vaters, des Sohnes und der Boston Consulting Group’.
Generationenübergreifendes Miteinander
Reality TV galt in der Zeit, als es aufkam, als der nicht fehlinterpretierbare Hinweis auf den diesmal endgültig heraufziehenden Untergang des Abendlandes: Big Brother, DSDS, Dschungelcamp usw. Ganz so schlimm kam es dann nicht, für die meisten dieser Sendungen interessiert sich heute kein Schwein mehr. Stattdessen gehören einige Reality-TV-Formate mittlerweile zu den sehenswerteren Sendungen im [...] Weiterlesen – ‘Generationenübergreifendes Miteinander’.
Meine Maus braucht mehr als eine Taste
Am 19. September hat ein Apple-Hasser-Blog aufgemacht, das ich leider erst heute entdeckt habe, wo es schon wieder geschlossen wurde. »Gründe sind umfassend«, heißt es dort. Immerhin gibt es ein anderes ähnliches Blog – noch… Ich bin zwar kein Apple-Hasser – immerhin schreibe ich diese Zeilen auf einem iMac (einem alten, der aber wirklich scheiße [...] Weiterlesen – ‘Meine Maus braucht mehr als eine Taste’.
Braunes Wording
Wie gut, dass es so viele wachsame Demokraten mit Rückgrat gibt. So lassen wir uns weder von Wagners Deutschtümeleien einlullen noch von Rudolf Steiner eine rassistische Irrlehre aufschwatzen, noch von Eva Herman erzählen, dass bei den Nazis nicht alles schlecht war und auch nicht von Kardinal Meisner sagen, wann Kunst »entartet« ist. In meinen Augen [...] Weiterlesen – ‘Braunes Wording’.
Braunes Setting
Zufällig habe ich gestern abend vor dem Einschlafen noch ins Erste gezappt und das Ende von »ANNEWILL« mitbekommen. Wie zu erwarten, ist die Sendung um Welten besser als das unsägliche Vorgängerformat, weil das ganze in einem geführten, ruhigen Rahmen ablief. Das Studio ist in dezenten, warmen Brauntönen gehalten, das Licht schmeichlerisch weichzeichnend, das ganze Setting [...] Weiterlesen – ‘Braunes Setting’.
Karajan probt Schumann
Neulich wurde ich auf diesen und weitere target=”_blank”>Youtube-Clips aufmerksam gemacht, die zeigen, wie Herbert von Karajan mit den Wiener Symphonikern Schumanns 4. Symphonie probt. Ich gehöre nicht direkt zu den Herbie-Fans, aber es ist doch beeindruckend, welch klare und präzise Vorstellungen Karajan von dem hat, was er hören möchte, und wie er das anschaulich und [...] Weiterlesen – ‘Karajan probt Schumann’.
Blitzmerker
Ist doch immer wieder schön, wenn einer so auf die Kacke haut. Die Formulierung: »Da kommt ihr nicht mehr raus, ihr könnt dann nur noch länger wichsen.« bringt das wesentliche Problem des derzeitigen Innovationsverständnisses am Theater auf den Punkt. Aber die Gegenbewegung scheint sich immer mehr als Trend zu etablieren, wenn mittlerweile auch Peymann mit [...] Weiterlesen – ‘Blitzmerker’.
Heute schon gegoogeltschäubelt?
Witzige Idee: Leider funktioniert es gar nicht in echt! Weiterlesen – ‘Heute schon gegoogeltschäubelt?’.
Mozart und Salieri-Blog
Christian Henner-Fehr hat das längst überfällige erste deutsche Theaterproduktionsblog entdeckt. Zu der Produktion »Mozart und Salieri« (Rimskij-Korsakow) der Hamburger Musikhochschule gibt es ein begleitendes Blog. Bislang wurde das Produktionsteam vorgestellt. Richtig interessant werden dürfte es mit den ersten Probenberichten werden, die für 10. September ff. angekündigt sind. Interessant, weil erst damit ein Unterschied zu einer [...] Weiterlesen – ‘Mozart und Salieri-Blog’.
Immer noch Sommerloch
Nachdem Katharina Wagner sich im Sommer mit ihrer Meistersinger-Inszenierung über Hans Sachs’ Schlussansprache aufgeregt hat, und damit zum 42.345. Mal die »unbequeme« Frage nach Wagners Nähe zum Nationalsozialismus gestellt hat, ist jetzt mal wieder Rudolf Steiner dran. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat nämlich gerade überlegt, zwei seiner Bücher auf den Index zu setzen, wegen [...] Weiterlesen – ‘Immer noch Sommerloch’.
Ich blogge, also bin ich
Zumindest gilt das für Google so. Ich habe ja schon seit längerem eine eigene Homepage, aber mit der war bei google nicht gut zu punkten. Das ist jetzt anders. Als ich neulich mal mich selbst googelte, stellte ich fest, dass holstblog.de der erste Eintrag war. Die Konkurrenz ist allerdings hart, es gibt einige Christian Holsts, [...] Weiterlesen – ‘Ich blogge, also bin ich’.
40% vorbei, 60% übrig
Auf der Seite Novafeel kann man sich den etwas makabren Spaß machen, die eigene Lebenserwartung auszurechnen. Berechnungsgrundlage sind die Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes von 1999/2001. Vorausgesetzt ich bin zu 100% durchschnittlich, habe ich gerade ziemlich genau 40% meiner Lebenszeit hinter mir und werde den 5. August 2053 noch (zum Teil), aber den 6. August 2053 [...] Weiterlesen – ‘40% vorbei, 60% übrig’.
Die Rettung der Oper?
Mittlerweile ist es ein bisschen her, dass Paul Potts in der Casting-Show »Britain’s got talent« gewonnen hat, aber ich bin erst heute im Opernblog drauf gestoßen. Eine schöne Geschichte, wie der unsichere, pummelige, schiefzähnige Handyverkäufer aus Wales das weibliche Jury-Mitglied und das Publikum um die Fassung bringt. Ob allerdings Paul Potts einem jungen Publikum die [...] Weiterlesen – ‘Die Rettung der Oper?’.
Früher war alles besser
Gestern in München habe ich gleich die kompletten bis jetzt verfügbaren Folgen von Ein Kontrabass spielt (selten) allein gehört. Wie ich schon sagte, ist es ein wirklich netter, unterhaltsamer und empfehlenswerter Podcast. Allerdings sollte man vielleicht nicht alles hintereinander weghören, denn mir ging irgendwann der ständige Lobgesang auf die guten alten Zeiten, in denen es [...] Weiterlesen – ‘Früher war alles besser’.
Schrumm schrumm
Ein Kontrabass spielt (selten) allein. Bernd Röthlingshöfer ist vor einiger Zeit drauf gestoßen – bei der Suche nach dem ältesten Blogger. Friedrich Witt, der das Blog/den Podcast betreibt und darin aus seiner Zeit als Solobassist der Berliner Philharmoniker erzählt, ist immerhin 77 Jahre alt. Ich bin erst jetzt dazu gekommen, mal reinzuhören und bin begeistert! [...] Weiterlesen – ‘Schrumm schrumm’.
Lots of love to Steve!
Steve Vai ist ja so cool!! Bei seinem Ulmer Konzert vor einigen Wochen hat er ein junges Mädel auf target=”_blank”>die Bühne geholt und mit ihr zusammen »Answers« gespielt. Wie man bei youtube und myspace sehen kann, meistert »Yasi« mit ihren 14 Jahren die gitarristischen Herausforderungen von Vais Songs ziemlich perfekt. Irgendwie witzig, wie sich bei [...] Weiterlesen – ‘Lots of love to Steve!’.
Im Supermarkt die Seele retten
Nachdem ich mich neulich als Vertreter des LOHAS outete, brachte Y. noch den LOVOS (Lifestyle Of VOluntary Simplicity) und den Karmakonsum ins Spiel, wenn man so will die fundamentalistischen Varianten des LOHAS. Auf jeden Fall ist das eine ganz interessante Sache. Denn war es nicht eine zeitlang eine beliebte These, dass der Kapitalismus in unserer [...] Weiterlesen – ‘Im Supermarkt die Seele retten’.
Lang
Karstadt in Bremen hat eine coole Adresse: Obernstraße 5-33. Schlappe 14 Hausnummern für ein Gebäude. Dazu drängt sich förmlich ein alter Witz von Otto auf: »Ich habe einen Freund, der ist von Geburt aus sehr lang. – Er wurde geboren am 23., 24. und 25. Juli.« Aprospros lang: Ich lese gerade ein sehr interessantes Buch [...] Weiterlesen – ‘Lang’.
Museen, die die Welt nicht braucht
Es gibt schon sehr merkwürdige Museen. Als sei ein Osterhasen-Museum oder ein Stoßstangenmuseum nicht verrückt genug, gibt es in München sogar ein Bourdalou-Museum. Wer weiß schon was ein Bourdalou ist? Google natürlich. Im Netz findet man dazu in etwa folgende Geschichte, deren Wahrheitsgehalt allerdings nicht gesichert ist. Am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. pflegte ein [...] Weiterlesen – ‘Museen, die die Welt nicht braucht’.
Voll im neuen Öko-Trend
Wenn man einen Kühlschrank mit Energieeffizienzklasse A++ kauft (was wir gerade gemacht haben), bekommt man 50 Euro von den SWB auf die Stromrechnung gutgeschrieben. Allerdings verstehe ich das nicht so ganz, denn die SWB sind eine Aktiengesellschaft. Da können sie doch kein Interesse daran haben, dass ihre Kunden sparsam sind. Uns kann es natürlich nur [...] Weiterlesen – ‘Voll im neuen Öko-Trend’.
Sound Theories Vol. 1 & 2
Mittlerweile ist das Orchester-Doppel-Album von Steve Vai erschienen und ich muss meine damals geäußerte Enttäuschung über »For The Love Of God« etwas revidieren. Das Stück ist natürlich nicht besser geworden, aber es ist nicht repräsentativ für das Album, wie ich schon zu befürchten geneigt war. Eher nur für Vol. 1, das bekannte Vai-Songs enthält, vom [...] Weiterlesen – ‘Sound Theories Vol. 1 & 2’.
Filmpreis für Wagner
Nachdem ich neulich die E-Book-Fassung von Filmpreis für Wagner entdeckt habe, habe ich es mir auch prompt gekauft. Es ist wirklich interessant. Schulz denkt den schon häufiger geäußerten Gedanken, dass Wagners Musiktheater eine erstaunliche Nähe zum Film hat, konsequent zu Ende und plädiert dafür, seine Opern zukünftig lieber im Kino, am besten im 3D-Kino, aufzuführen. [...] Weiterlesen – ‘Filmpreis für Wagner’.
Wenn das alle machen würden
Ich hatte mir ja schon einige Schreckensszenarien ausgemalt für die Zugfahrt am Freitag zurück nach Bremen. Z.B. sah ich mich schon die Nacht auf dem Bahnhof in Frankfurt oder Hannover verbringen und tröstete mich mit dem Gedanken, dass ich als frisch gebackener Bahn-Comfort-Kunde ja immerhin in der DB-Lounge nächtigen könnte, wo heiße Getränke angeboten werden [...] Weiterlesen – ‘Wenn das alle machen würden’.
Wagner satt
Heute gab (und gibt es noch) Wagners Ring auf 3sat. Nonstop von morgens um 9 bis Mitternacht. Und zwar in den vielgerühmten Stuttgarter Inszenierungen von Joachim Schlömer (Das Rheingold), Christof Nel (Die Walküre), Jossi Wieler/Sergio Morabito (Siegfried) und Peter Konwitschny (Götterdämmerung). Ich habe mich bei der Walküre reingeschaltet und es seitdem nebenbei immer mal wieder [...] Weiterlesen – ‘Wagner satt’.
Unverhofft sympathisch
Die aktuelle Ausgabe der brand eins zum Thema Fehler finde ich äußerst empfehlenswert. Die Artikel zum Thema sind fast durchgängig ausgesprochen interessant. Vielleicht weil es dabei einfach immer so schön menschelt. Eine Seite enthält z.B. Antworten von einem Dutzend Prominenter auf die Frage, was ihr größter Fehler sei. »Ungeduld« heißt es da immer. Nur Hans-Olaf [...] Weiterlesen – ‘Unverhofft sympathisch’.
Die Schweiz wird 716
Dem Mythos zufolge haben sich im Jahre 1291 Vertreter der drei Schweizer Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf dem Rütli getroffen und einen Bund geschlossen, der die Unabhängigkeit der Kantone sichern sollte, auf die die Schweizer bis heute so stolz sind. Da der Rütli damit so etwas wie ein nationales Heiligtum ist, übt er nicht [...] Weiterlesen – ‘Die Schweiz wird 716’.
Cosi fan tutte in der Damensauna
Noch was Interessantes zum Thema Musik und Oper habe ich im Urlaub beim Podcast-Hören entdeckt. In NDR-Kultur – Das Gespräch war am 24. Februar 07 Werner Schneyder zu Gast und sprach über seine Autobiographie. Da er als junger Mann eine Karriere als Wagner-Tenor erwog und später als Dramaturg arbeitete, kam die Sprache auch auf das [...] Weiterlesen – ‘Cosi fan tutte in der Damensauna’.
Surftipp
Die Seite von Dieter-David Scholz ist eine echte (Wieder-)Entdeckung. War schon lange nicht mehr drauf und habe jetzt viele höchst interessante Berichte gefunden, vor allem über Wagner. Zum Beispiel ein höchst aufschlussreiches Interview mit Brigitte Hamann über ihr Buch »Winifred Wagner oder Hitlers Bayreuth«. Dort geht es natürlich vor allem um Winifreds Verhältnis zu Hitler [...] Weiterlesen – ‘Surftipp’.
Hollywood avant la lettre
Nochmal zum Thema Oper und moderne Technik. Gerade bin ich auf der Seite von Dieter David Scholz auf einen Buchtipp gestoßen, der extrem interessant klingt: »Filmpreis für Wagner. Eine zeitgemäße Betrachtung seines Theaters« von Eric Schulz, einem Musiktheaterregie-Absolventen der Hamburger Musikhochschule. Leider ist das Buch mit 49 Euro für 111 Seiten verdammt teuer. Allerdings gibt [...] Weiterlesen – ‘Hollywood avant la lettre’.
Speisung der 7.000
Bregenz lebt natürlich von den Festspielen. Das merkt man insbesondere in den Stunden vor den Aufführungen auf der Seebühne, wo nicht daran zu denken ist, im näheren Umkreis irgendwo einen Tisch in einem Restaurant oder Café zu bekommen. Immerhin passen 7.000 Personen auf die Seetribüne. (Ich habe mich gefragt, wie das gehen soll, wenn die [...] Weiterlesen – ‘Speisung der 7.000’.
Österreicher mögen Kalbsbeuschl aber ekeln sich vor Vokalen
Etwas ernüchternd an Bregenz und Lindau war, dass man dort kaum regionale Spezialitäten mehr bekommt. In den Supermärkten bekommt man sowieso genau das gleiche wie in Bremen oder sonstwo, abgesehen mal vom Käse und der Tatsache, dass manche Sachen anders heißen. Quark heißt z.B. Topfen, weswegen Milram für Österreich andere Verpackungen benutzt. Aber auch sonst: [...] Weiterlesen – ‘Österreicher mögen Kalbsbeuschl aber ekeln sich vor Vokalen’.
Bregenz ist nicht zum Lachen
Tja, so schnell ist der Urlaub dann schon wieder vorbei. Immerhin weiß ich jetzt: Bei Bregenz gibt es überhaupt nichts zu lachen, denn die Stadt hat als Reiseziel für Leute meines Alters absolut Konjunktur. Sowohl in Bregenz als auch in Lindau: überall junge Eltern mit Kindern zwischen 0 und 7 unterwegs. Schwer zu glauben, diese [...] Weiterlesen – ‘Bregenz ist nicht zum Lachen’.
Haydn im Dom
Komme gerade aus einer wunderschönen Aufführung von Haydns »Schöpfung« im Bremer Dom. Hätte gar nicht gedacht, dass mir das Stück so gut gefällt. Aber bei Haydn habe ich schon öfters die Erfahrung gemacht, dass es extrem von den Interpreten abhängt. Es kann echt langweilig sein, wenn einfach nur die Noten wiedergegeben werden und es kann [...] Weiterlesen – ‘Haydn im Dom’.
Psychologie des Theaters
In der Zeit gibt es gerade eine interessantes Interview mit der Sängerin Vesselina Kasarova. Zum einen beschreibt sie sehr eindrücklich den unglaublichen psychischen Druck, dem insbesondere Sänger, aber eigentlich aufführende Künstler insgesamt, ausgesetzt sind. Der ist wirklich beträchtlich. In der Champions League, in der Kasarova spielt, sicher besonders, aber grundsätzlich ist das an all den [...] Weiterlesen – ‘Psychologie des Theaters’.
Was ist so witzig an Bregenz?
Eigentlich bin ich ja nicht abergläubisch, aber nach dem heutigen Freitag, 13. könnte ich meine Meinung ändern. Heute morgen wurde ich um 8:11 Uhr auf ein kostspieliges und wirklich dummes Missgeschick aufmerksam. Obwohl ich dann schnell getan habe, was zu tun war und das Problem soweit es ging behoben war, hing mir das noch ziemlich [...] Weiterlesen – ‘Was ist so witzig an Bregenz?’.
Klöden for Toursieg
Obwohl er sich ja nicht gerade unverdächtig benimmt und zur Zeit in verdächtig guter Form ist, bin ich doch für Andreas Klöden. Schließlich gilt bis zum Beweis der Schuld die Unschuldsvermutung. Wenn Klödi nicht noch hochgenommen wird, sieht es ja auch einigermaßen aussichtsreich aus. Ich weiß auch nicht so recht, was von dieser ganzen Doping-Sache [...] Weiterlesen – ‘Klöden for Toursieg’.
Das Gute, Schöne, Hehre
Im aktuellen Crescendo schreibt Katharina Wagner über das Gute, Schöne, Hehre – in ziemlich geschwurgeltem Stil, damit jeder merkt, dass sie auch studiert hat. Ein schönes Schwurgelbeispiel ist, wo sie schreibt, dass ihr beim Schluss vom Rheingold »leicht und regenbogenbunt« ums Herz wird und von »Frühlingsfrische und Riesenwaschkraft« schwadroniert. Ja, und der Regisseur, der die [...] Weiterlesen – ‘Das Gute, Schöne, Hehre’.
Verlockendes Angebot
Gerade bin ich ganz zufällig auf den Blog Glückshaus gestoßen und dort wiederum auf einen Beitrag, dass man bei 1und1 jetzt ein komplettes Kommunikationspaket bekommt ohne weiter den Anschluss der Telekom zu benötigen, inkl. Flatrates für DSL, Festnetz, Handy usw. Das ist natürlich genial. Cool ist auch die Auslandsoption, die 5 Euro im Monat kostet [...] Weiterlesen – ‘Verlockendes Angebot’.
Eine neue Seite ist eine neue Seite ist eine neue Seite
Offenbar ist die Frage, ob man externe Links im gleichen oder in einem neuen Fenster öffnen lassen soll, heiß umstritten. Obwohl die meisten Blogger und Surfer, die etwas auf sich halten, wohl eher Variante 2 bevorzugen. Ich persönlich finde es allerdings unglaublich ärgerlich, wenn eine neue Seite die vorherige einfach killt, ohne mich zu fragen. [...] Weiterlesen – ‘Eine neue Seite ist eine neue Seite ist eine neue Seite’.
Das ist Bahnsinn!
Die ICs der Deutschen Bahn sind wirklich die Ärsche der Schienen. Zum einen, weil sie immer auf alle anderen Züge warten müssen und als letzte weiter fahren dürfen, wenn es irgendwo ein Problem gibt. Zum anderen, weil auf sie selbst wiederum kein anderer Zug wartet. Das heißt im IC ist die Chance, nicht pünktlich ans [...] Weiterlesen – ‘Das ist Bahnsinn!’.
Das neue Microsoft
Luhmann, der übrigens ein Sohn der Stadt Lüneburg ist, hat einmal gesagt: »Was wir über die Gesellschaft, ja über die Welt in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.« Heute muss man natürlich eher sagen: Was wir über die Welt in der wir leben, wissen, wissen wir durch Google. Google scheint sich zu [...] Weiterlesen – ‘Das neue Microsoft’.
Schon wieder ins Innere der Figuren verlegt
Gestern schon wieder Oper. Diesmal in Oldenburg: Dialogues des Carmélites (Gespräche der Karmeliterinnen) von Francis Poulenc in einer Inszenierung von Jörg Behr. Der war Regieassistent an der Stuttgarter Oper, was man irgendwie sehen konnte, denn seine Inszenierung hat ein ziemliches Wieler-Morabito-Viebrock-Look-and-Feel. ln in der Kurzeinführung wurde übrigens gesagt, das Besondere der Inszenierung sei, dass die [...] Weiterlesen – ‘Schon wieder ins Innere der Figuren verlegt’.
Ins Innere der Figuren verlegt
Gestern waren wir in Tristan und Isolde im Bremer Theater. Beim Blättern im Programmheft vor Beginn der Oper fiel mir ein Wagner-Zitat ins Auge, in dem es heißt: »nur mittelmäßige Aufführungen können mich retten!« Mich überkam da schon die Befürchtung, das könne als vorweggenommene Entschuldigung für die Inszenierung gemeint sein. Aber so schlimm war es [...] Weiterlesen – ‘Ins Innere der Figuren verlegt’.
EM als Chance
Auf Blogwiese ging es gerade um die Frage, wie man eine Modelleisenbahnlandschaft (für das Miniatur-Wunderland in Hamburg) typisch schweizerisch gestalten könnte. Dabei fände ich die umgekehrte Frage viel interessanter, nämlich wie man die Schweiz weniger wie eine betuliche Modelleisenbahnlandschaft aussehen lassen könnte. Gut, über das eine können sich die Hamburger oder Deutschen Gedanken machen, das [...] Weiterlesen – ‘EM als Chance’.
theater@youtube
Christian Henner-Fehrs beschreibt in der Fortsetzung zur Diskussion Theater 2.0 über ein Londoner Theater, das mit Clips auf Youtube wirbt. Eine eigentlich naheliegende Idee. Und es ist auch nicht so, dass es keine deutschen Theaterhäuser gäbe, die kleine Werbe-Clips produzieren. Auf der Seite der Berliner Staatsoper habe ich mal ein Interview mit Barenboim zu einer [...] Weiterlesen – ‘theater@youtube’.
Jede Menge gute Tipps von Grönemeyer und einer von mir
So, jetzt habe ich es im dritten Anlauf tatsächlich mal geschafft, die neue Grönemeyer-CD durchzuhören. Vorher hatte ich das immer mal versucht, aber auch immer gleich wieder sein gelassen, weil ich sie doof fand. Jetzt fand ich sie auch doof, aber ich saß nachts in Basel auf dem Bahnhof fest und mir war so langweilig, [...] Weiterlesen – ‘Jede Menge gute Tipps von Grönemeyer und einer von mir’.
Anders shoppen
Gestern waren wir auf dem Flohmarkt, um ein neues Fahrrad zu kaufen. Ich mochte Flohmärkte noch nie, weil ich kein Beispiel dafür kenne, dass dort jemals jemand ein brauchbares Produkt erstanden hat, dass keine Hehlerware ist oder zumindest in punkto Ästhetik oder Usability nicht hochgradig zweifelhaft ist. Diese Meinung vertrete ich auch weiterhin. Dass einzige, [...] Weiterlesen – ‘Anders shoppen’.
Akustischer Nachtrag
Hier noch ein kleiner akustischer Nachtrag zu dem gestrigen Eintrag. [audio:audioblog1.mp3 |leftbg=0x990000|rightbghover=0xFF0000 ] Weiterlesen – ‘Akustischer Nachtrag’.
Fünf Mal Moderne
Welcher Landschaft entspricht wohl die musikalische Moderne? Hm, Keine Ahnung, Vorschläge sind willkommen. Trotz mangelnden Vergleichs kommt hier eine Zusammenstellung mit fünf Klassikern der Moderne. Ligetis Atmospheres: Ja, schön klingt das nicht direkt, aber es erzeugt unbestreitbar so viel Atmosphäre, dass es seinen Namen zu Recht trägt. Sonst hätte das Stück wohl kaum an der [...] Weiterlesen – ‘Fünf Mal Moderne’.
Spidey zum dritten
Auch ganz nett war übrigens der 3. Spiderman-Teil, den ich schon vor längerem gesehen habe. Ich bin ja der nicht unumstrittenen Meinung, dass die beiden ersten Spiderman-Filme zu dem besten gehörten, was Hollywood in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Da kann der dritte Teil allerdings nicht mithalten. Zwar gibt es auch hier wieder keine klare [...] Weiterlesen – ‘Spidey zum dritten’.
Cineastische Kurzweil
Am Wochenende habe ich zwei Filme gesehen. Einen guten und einen großartigen. Zuerst der großartige, das war im Zug Spiel mir das Lied vom Tod auf DVD. Wie Wikipedia verrät, ist das der erste Teil der »Once upon a time«-Trilogie von Sergio Leone. Zweiter Teil ist »Todesmelodie«, den ich aber nicht kenne und dritter Teil [...] Weiterlesen – ‘Cineastische Kurzweil’.
Operntest Essen
Zum Start meines Wochenendes in Essen habe ich die Oper »getestet«, die ja laut Feuilleton mittlerweile auf den UEFA-Cup-Plätzen der deutschen Opernliga mitspielt. Gestern gab es die Derniere von »Die Nase«, einer Oper von Schostakowitsch nach einer Erzählung von Gogol. Die Story ist ziemlich gaga, die Musik grell, schrill und meistens ziemlich laut. Sie klingt [...] Weiterlesen – ‘Operntest Essen’.
Charmante Plaudereien
Durch die Lektüre von »Wir nennen es Arbeit« bin ich auf den Podcast Schlaflos in München gestoßen und habe mir ein paar Episoden für die Bahnfahrt mitgenommen. Die Sendungen sind charmante Plaudereien über dies und das, z.B. über die Frage, ob Männer rosa Hemden tragen sollten, den Eurovision Song Contest, Nasendusche, übers Bahnfahren oder wie [...] Weiterlesen – ‘Charmante Plaudereien’.
Balken im Auge
Im aktuellen Kulturmanagement-Letter geht es um neue Technologien. Wurde ja auch mal Zeit, würde ich sagen. Ich habe mich an dieser Stelle ja schon mehrfach (naja, hier und hier ) gefragt, warum dieses Thema im Kulturbereich so wenig beachtet wird. Christian Henner-Fehrs hat in dem Letter einen Artikel über Weblogs geschrieben und ein paar Pros [...] Weiterlesen – ‘Balken im Auge’.
Nochmal Grundeinkommen
Nachdem ich das außerordentlich empfehlenswerte Wir nennen es Arbeit jetzt durchgelesen habe, habe ich angefangen Einkommen für alle von Götz Werner zu lesen. Ebenfalls ein sehr interessantes Buch, lange nicht so gut geschrieben wie »Wir nennen es Arbeit«, dafür inhaltlich vielleicht noch etwas spannender. Werners Grundgedanke ist, dass immer weniger Arbeitskräfte benötigt werden, um alles, [...] Weiterlesen – ‘Nochmal Grundeinkommen’.
Neureich
Dank 1000 gesammelter bahn.bonus-Punkte durfte ich gestern 1. Klasse in die Schweiz reisen. Ich saß im Abteil mit einem neureichen Proletenpärchen, das die ganze Zeit »King of Queens«-DVDs auf einem ultraschicken portablen DVD-Player guckte. Er machte den Eindruck, als hätte er mit einer Muckibude oder einem Proletentoaster oder beidem unerwartet viel Geld verdient, das ihm [...] Weiterlesen – ‘Neureich’.
Moskau Tscherjomuschki
Gestern war ich das erste Mal seit ziemlich genau 11 Monaten wieder in Oldenburg im Theater. Aber es kam mir vor, als sei es erst vorgestern gewesen. Das klingt natürlich furchtbar floskelig, aber es war wirklich so. Alles ganz vertraut und so. Obwohl natürlich auch einiges anders ist mittlerweile, überall z.B. große grüne “Os” in [...] Weiterlesen – ‘Moskau Tscherjomuschki’.
Große kleine Welt
Der Flughafen Bremen muss ein Millionengrab erster Güte sein. Da ist nie nennenswert was los und es wirkt immer ausgestorben. Montags morgens, Freitags abends – immer. Keine Spur von internationalem Flair wie in München. Für einen als Fluggast ist das natürlich durchaus angenehm, wenn man aus der Straßenbahn steigt und 10 Minuten später am Gate [...] Weiterlesen – ‘Große kleine Welt’.
Liebeserklärung
Komme gerade aus dem Kino, wo ich Full Metal Village gesehen haben, einen ausgesprochen wunderbaren »Heimatfilm«. Vordergründig handelt es sich um eine Art Doku über ein Open Air in Wacken, einem Dorf in der Nähe von Itzehoe. In Wahrheit ist es aber eine Liebeserklärung an Norddeutschland und seine Einwohner, eben am Beispiel Wacken ausgeführt. Das [...] Weiterlesen – ‘Liebeserklärung’.
Kleckereien auf nackten Ärschen
Hat man den gerade zu vorgerückter Stunde auf irgendeiner Premierenfeier vor die Kamera gezerrt? Offenes Hemd, geschätzte 1,8 Promille… Ich sach nur: »Maria Schtuart«. Oder ist es etwa auch hier EPO? (Hahaha!) Naja, seine Polemik gegen das sog. Regietheater ist auf jeden Fall sehr witzig. Von wegen Kindergeburtstag und Kleckereien auf nackten Ärschen usw. Dank [...] Weiterlesen – ‘Kleckereien auf nackten Ärschen’.
Theater 2.0
Sören Fenner von theaterjobs.de fragt sich, warum die Theater das sog. Web 2.0 noch nicht für sich entdeckt haben. Das ist allerdings die Frage, die ich mir ja auch schon gestellt habe! Ich meine, es liegt daran, dass Theater die Kommunikation auf gleicher Augenhöhe mit ihrem Gegenüber (noch) nicht beherrschen. Näheres dazu in meinem Kommentar [...] Weiterlesen – ‘Theater 2.0’.
Rostiges Dach
Jetzt ist es doch nicht Hana geworden, sondern die rothaarige Barbara. Ganz unerwartet, denn rothaarig geht bei Models offenbar eigentlich gar nicht (TVtotal). Mir fiel dabei eine lustige, wenngleich sexistische, Bemerkung über rothaarige Frauen wieder ein, die Harry Rowohlt bei einer unvergesslichen Lesung in Lüneburg zum Besten gegeben hat: »Ein rostiges Dach lässt auf einen [...] Weiterlesen – ‘Rostiges Dach’.
Helvetisiert
Heute in der Mittagspause habe ich mich volle Kanne blamiert, als ich beim »grillieren« auf dem Balkon fragte, wer noch »Puleh« (Poulet=Hühnchen) haben möchte. Korrekt schwyzerdütsch heißt es nämlich »Pulä« mit kurzem Ä. Naja, war etwas peinlich, weil ich damit ein haltloses Kichern auslöste, aber andererseits auch ein ganz beruhigender Hinweis darauf, dass sich meine [...] Weiterlesen – ‘Helvetisiert’.
Von Natur aus dünn
Vorhin bin ich mal auf die Seite von Germany’s Next Topmodel gesurft, weil ich gerüchteweise las, dass eine gewisse Hana morgen abend zur Siegerin gekürt werden soll. Ich wollte dann mal sehen, wie diese Hana aussieht. Naja, geht so. Auf jeden Fall kann man sich dann schonmal drauf gefasst machen, dieses Gesicht zukünftig in allen [...] Weiterlesen – ‘Von Natur aus dünn’.
Koffeinfrei
In einigen gern gelesenen Blogs geht gerade ein Kaffee-Stöckchen herum, wo man u.a. gefragt wird, ob man koffeinfreien Kaffee oder Bohnenkaffee bevorzugt. Ungeachtet der Tatsache, dass koffeinfreier Kaffee ja wohl auch aus Kaffeebohnen und damit Bohnenkaffee ist, wurde der Genuss von koffeinfreiem Kaffee stets mit einer Mischung aus gespieltem Entsetzen und ehrlicher Empörung vehement abgelehnt. [...] Weiterlesen – ‘Koffeinfrei’.
Banause
Gestern haben wir einen Ausflug nach Worpswede gemacht. Ich muss sagen, dass Paula Modersohn-Becker jetzt nicht so mein Fall ist, obwohl sie eindeutig die beste – im Sinne von eigenständigste – dieser Worpsweder Künstler ist. Überhaupt Malerei ist eigentlich nicht so mein Ding. Es gibt Bilder, die gefallen mir ganz gut und andere, die gefallen [...] Weiterlesen – ‘Banause’.
Alle glücklich bis auf zwei
Das schöne an der Bremer Bürgerschaftswahl am vergangen Sonntag war ja, dass alle irgendwie gewonnen haben. Besser kann es eigentlich nicht laufen, denn jetzt sind alle zufrieden. Die FDP darf endlich wieder in der Bürgerschaft mitquaken und die Linke überhaupt zum ersten Mal in einem westdeutschen Landesparlament. Die Grünen haben die größten Zugewinne gegenüber der [...] Weiterlesen – ‘Alle glücklich bis auf zwei’.
Fünf Mal Barock
Auch für das Wattenmeer gibt es eine musikalische Entsprechung: Die Barock-Musik. Auf den ersten Blick überaus langweilig, wenn man genauer hinhört jedoch von unvergleichlichem Reichtum und Schönheit. (1) Bei Bach empfiehlt es sich natürlich, gleich eine eigene Liste anzulegen. So wie Y. aka beisasse das in seinem Eintrag Das Evangelium nach St. Johann Sebastian getan [...] Weiterlesen – ‘Fünf Mal Barock’.
Auch du, mein Sohn?!
Mich beschäftigt schon seit längerem die Frage, warum Ober beim Weineinschenken die linke Hand immer hinterm Rücken verstecken. Neulich fand ich nun irgendwo eine Erklärung dafür. Im römischen Reich wollten die Consuln so sicherstellen, dass ihnen nicht aus einem Ring noch schnell etwas Gift mit in den Wein gemischt würde, denn das ließe sich nur [...] Weiterlesen – ‘Auch du, mein Sohn?!’.
Bedingungsloses Grundeinkommen
Im letzten Eintrag habe ich mich etwas über selbst ernannte Querdenker aufgeregt. Eine Ausnahme mache ich bei Götz Werner und seiner Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen. Die Idee ist zwar vielleicht nicht realisierbar und nicht finanzierbar und hätte praktisch umgesetzt möglicherweise verheerende Folgen, aber sie ist mal tatsächlich originell und nicht banal, wie Lotters Eigenverantwortungs-Bullshit. (Ja, [...] Weiterlesen – ‘Bedingungsloses Grundeinkommen’.
Querdenker raus!
Mir sind selbsternannte Querdenker sehr suspekt. Sich selbst so zu nennen ist eitel und erstmal nichts als eine Behauptung. Häufig steckt auch die als Stärke getarnte Unfähigkeit geradeaus denken zu können dahinter und dann dient der Begriff »Querdenker« nur als Euphemismus für »Idiot«. Als besonders unangenehmes Beispiel stößt mir immer wieder der ewig neunmalkluge Brand-eins-Leitartikler [...] Weiterlesen – ‘Querdenker raus!’.
Verhext
Es ist wie verhext. Irgendwann schrieb ich ja mal, dass ich nicht soooo viel von guten Vorsätzen halte. Seit ein paar Jahren verfolge ich allerdings den guten Vorsatz, mich weiterzubilden und dadurch die Rentabilität meines Humankapitals zu optimieren. Und hier liegt es gar nicht an mir, zumindest nicht direkt, dass er nicht Wirklichkeit wird. Indirekt [...] Weiterlesen – ‘Verhext’.
Internationales Flair
Diese Zeilen schreibe ich, unter Palmen sitzend und internationales Flair atmend, am Münchner Flughafen. Nachdem ich festgestellt habe, dass die Telekom sage und schreibe 8 EUR für eine Stunde W-Lan-Bereitstellung am Abflugsbereich am Terminal verlangt (gleiche Preise wie in der Bahn) habe ich mich in die Lounge des Kempinski verkrümelt, wo ich so ins Netz [...] Weiterlesen – ‘Internationales Flair’.
12 reicht
Jetzt habe ich 24 zu Ende geguckt und muss sagen, dass meine anfängliche Begeisterung doch etwas verflogen ist, weil der zweite Teil gegenüber dem ersten erheblich einbüßt. Hochgradig spannend ist es auf jeden Fall, keine Frage. Aber trotzdem wäre es besser, die Serie würde nur 12 heißen. Denn nach 12 Stunden zerfasert die Geschichte, alle [...] Weiterlesen – ‘12 reicht’.
1:0
für Oldenburg. Oldenburg ist eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands, wenn nicht Europas oder sogar der Welt. Es gibt nicht nur schöne, breite Radwege, sondern teilweise eigene Verkehrsführung für Radfahrer, durch die ich mich ausgesprochen ernst genommen und zuvorkommend behandelt gefühlt habe. Bremen ist für Radfahrer dagegen anstrengend, gefährlich und pannenträchtig. Es ist zum Beispiel nicht [...] Weiterlesen – ‘1:0’.
Vai in der Tube
Vor ungefähr zehn Jahren gab es eine Zeit, in der jede Metalband, die etwas auf sich hielt, ein Album mit Orchester machte: Metallica, Yngwie Malmsteen, Deep Purple nahm ihr Concerto for Orchestra noch einmal auf, die Scorpions machten was mit den Berliner Philharmonikern usw. usf. Steve Vai war damals nicht dabei, aber bastelt jetzt gerade [...] Weiterlesen – ‘Vai in der Tube’.
0
Die Friedrich-Naumann-Stiftung, die sich jetzt in etwas missglücktem Deutsch »Friedrich Naumann – Stiftung für die Freiheit« nennt, hat eine Studie bezahlt, die »die Forderung nach einem differenzierten Studienentgeltsystem« unterstützt. Die Begründung für Studiengebühren ist, dass Akademiker »trotz ihres guten Verdienstes über Steuern weniger ans Hochschulsystem zurück[zahlen], als sie an Ausbildungsleistungen erhalten haben.« Ich bin neulich [...] Weiterlesen – ‘0’.
24
Wie gesagt habe ich mir neulich die erste Staffel von 24 gekauft. Die Serie hat einen enormen Suchtfaktor. Die erste Folge ging noch etwas plänkelich los, ich war fast schon in Versuchung, doch erstmal lieber die NEON zu lesen. Aber ab ca. 25 Minuten hat es mich echt gepackt und ich habe mir die ersten [...] Weiterlesen – ‘24’.
30
In Herr der Diebe heißt es so ungefähr, dass man sich als Kind immer wünscht, erwachsen zu werden und groß zu sein und wenn man es dann endlich ist, dann wünscht man sich, wieder ein Kind sein zu können. Da in meinem Schweizer Quartier eine wii-Konsole vorhanden ist, muss dieser Wunsch keiner bleiben und ich [...] Weiterlesen – ‘30’.
Mehr Luft
Vor ein paar Tagen habe ich als Valentino Yiyuan meine ersten Gehversuche im Second Life gemacht. Jetzt mit neuem, schnellen Rechner ging das endlich mal. Mit dem alten Ding hatte ich es zwar einmal kurz versucht, aber das hat einfach keinen Spaß gemacht. Es ist genau so, wie man immer liest: Man führt sinnfreie Unterhaltungen [...] Weiterlesen – ‘Mehr Luft’.
The Departed. Unter Feinden.
Neulich haben wir uns The Departed auf DVD ausgeliehen. Ein sehr, sehr spannender Film mit sehr guten Schauspielern. Allerdings missfällt es mir immer, wenn bestimmte erzählerische, filmische Mittel zu einer Masche verkommen. Das ist der Grund, warum ich keine Tarantino-Filme mag, zumindest nicht die, für die ihn seine Fans bewundern. Es wird nichts Nennenswertes erzählt, [...] Weiterlesen – ‘The Departed. Unter Feinden.’.
Hitler ein Mann des Widerstands?!
In der aktuellen Ausgabe der Zeit gibt es eine absolut brillante Kolumne von Harald Martenstein über die unsägliche Filbinger-Trauerrede von Günther »Butthead« Oettinger. Die Kolumne ist so sarkastisch, dass einem schon etwas mulmig zumute wird. Aber sie führt dadurch in Martensteins typischer Unbedarftheit vor Augen, wie haarsträubend Oettingers umstrittene Sätze eigentlich waren. Weiterlesen – ‘Hitler ein Mann des Widerstands?!’.
Ende der Einwegkommunikation
Die Zeit berichtet in der aktuellen Ausgabe über die Macher der Documenta XII. Ich habe nicht nur aufgehorcht, weil mir der Name Roger Buergel noch aus Lüneburg bekannt vorkam, wo er den Kunstraum mit aufgezogen hat, sondern auch, weil er und seine Frau als Documenta-Macher einige interessante Ideen haben. Zum einen ist es erfrischend, dass [...] Weiterlesen – ‘Ende der Einwegkommunikation’.
Frühling ist da
Der Frühling ist da. Das merkt man nicht nur am blauen Himmel und den Temperaturen, sondern auch, wenn man sich auf youtube umsieht. Dort sind Blumen gerade ein großes Thema. Wie z.B. in diesem Spot: Oder auch in target=”_blank”>diesem besonders schrecklichen Clip. Weiterlesen – ‘Frühling ist da’.
Halsabschneider auf schweizerisch
Anstelle des Wortes »Halsabschneider« sagen Schweizer auch »Apotheker«. Seit neulich weiß ich warum. Ich wollte Augentropfen kaufen, die in Deutschland ca. 4 Euro kosten. In der Schweiz sind es schlappe 27,60 Franken. Obwohl der Euro gerade sehr stark ist, ist das trotzdem noch das Vierfache des deutschen Preises! Weiterlesen – ‘Halsabschneider auf schweizerisch’.
Kultur auf den Fahrersitz
Lese gerade ein Superbuch mit dem Titel »Wir nennen es Arbeit«. Darin geht es grob gesagt um die immer größer werdende Gruppe der digitalen Bohème. Damit sind Leute gemeint, die auf einen festen Anstellungsvertrag verzichten und mit Hilfe neuer Technologien, insbesondere des Internets, freiberuflich und damit selbstbestimmt arbeiten. Es passt zu der Diskussion um das [...] Weiterlesen – ‘Kultur auf den Fahrersitz’.
Ganz großes Kino
Zugfahrt gestern: Der Pate III. In der Kritik kommt dieser Film ja nicht so gut weg, irgendwo habe ich gelesen, Coppola habe ihn nur gemacht, weil er Geld brauchte. Ich muss aber sagen, dass ich das dem Film nicht angemerkt habe. Ich finde sogar, er ist fast der beste der Reihe, zumindest besser als der [...] Weiterlesen – ‘Ganz großes Kino’.
Erstaunlich sakral
Vergangenen Samstag bekam die Zürcher Oper eine zweite Chance. Es gab Parsifal, Inszenierung Hans Hollmann, von dem ich noch nie was gehört hatte, musikalische Leitung Bernard Haitink, den ich endlich einmal hören wollte. Auch wenn die Inszenierung sehr abstrakt war, hat sie mir unterm Strich doch ganz gut gefallen. Erstaunlich war nämlich, dass die sakralen [...] Weiterlesen – ‘Erstaunlich sakral’.
Knut in Bern
Die Berner Lokalzeitung »Berner Bär« hat sich in der Ausgabe vom 29. März bereits einen vorzeitigen Aprilscherz erlaubt. Titelgeschichte am Donnerstag war nämlich, dass Eisbär Knut aus Berlin zu Besuch kommt, um den trostlosen, aber berühmten Berner Bärengraben zu begutachten. Anlässlich des Besuchs entbrannte im Gemeinderat angeblich ein hitziger Streit, wer Knut denn nun als [...] Weiterlesen – ‘Knut in Bern’.
Berühmte Waldorfschüler
Bin heute auf eine Liste mit berühmten Waldorfschülern gestoßen. Sind ja doch mehr, als ich gedacht hätte. Z.B. Heiner Lauterbach – tsss. Ich dachte dagegen immer, dass Annie Lennox Waldorfschülerin gewesen sei und deswegen ihr Duo mit Dave Stewart »Eurythmics« genannt hat – eben auch in der typischen Schreibweise. Im Wikipedia-Eintrag über Lennox ist nur [...] Weiterlesen – ‘Berühmte Waldorfschüler’.
Bremsen
Heute war ich bei einem Fahrsicherheitstraining im Driving-Center in Veltheim. Ein ganz lustiger Tag, obwohl wir eigentlich nichts anderes gemacht haben, als bremsen zu lernen. Nur bremsen, bremsen mit Ausweichen, bremsen auf nasser Fahrbahn, bremsen mit »Pnö« (schwyzerdütsch für Reifen) ohne Profil auf nasser Fahrbahn usw. usf. Dazu ein bisschen Theorie, bei der ich mich [...] Weiterlesen – ‘Bremsen’.
Oper 2.0
Bin gerade durch Zufall auf einen interessanten Artikel gestoßen, der fragt, wem eigentlich die Oper gehört. Es knüpft zwar nicht ganz direkt dort an, aber ich frage mich schon seit längerem, ob das Web 2.0-Prinzip nicht geeignet ist, die altehrwürdige Kulturszene ordentlich aufzumischen. Zum einen, weil das Web 2.0 solche bzw. ähnliche Möglichkeiten zur Teilhabe [...] Weiterlesen – ‘Oper 2.0’.
Party
Auf der Fahrt nach Bern habe ich einen Zwischenstopp in Essen gemacht. Scotty ist 30 geworden und halb Essen war da. Nicht nur Essen, die Leute kamen von überall her, Bremen, Bamberg, Berlin, Marburg usw. Also feiern kann er noch, der alte Sack. Die Bahnfahrt war ziemlich chaotisch. Verspätung, verpasste Anschlüsse, verpasste Reservierungen. Die schlechte [...] Weiterlesen – ‘Party’.
Wink mit dem Lattenzaun
Um hier die Reihe meiner Opernkommentare fortzusetzen, ein kleiner Bericht aus dem Berner Stadttheater, wo ich vorgestern Le Nozze di Figaro sah. Die Vorstellung begann damit, dass kreischende Choristinnen Flugblätter aus den Rängen ins Parkett warfen, auf denen die Abschaffung des Rechts der ersten Nacht gefordert wurde. Aus dieser Forderung ergeben sich nämlich die zahlreichen [...] Weiterlesen – ‘Wink mit dem Lattenzaun’.
Frauenmusik zum 30.
Ich habe an dieser Stelle schon mehrfach eine Lanze für den Schlager gebrochen. Bastian Sick tut das an anderer Stelle derzeit übrigens auch. Und zwar für Udo Jürgens, dessen Schlager er für ihre gediegene Sprache – na klar – bewundert. Das ist in der Tat bewundernswert, denn Udo Jürgens ist mittlerweile Schweizer und das sind [...] Weiterlesen – ‘Frauenmusik zum 30.’.
McKinsey im Theater
In der Februar/März-Ausgabe von crescendo gibt es einen Bericht über das neue Marketingkonzept der Frankfurter Oper, das McKinsey-Berater über »mehrere Monate« mit Mitarbeitern der Oper entwickelt haben. Natürlich ist es recht opportun, ins McKinsey-Bashing einzustimmen, aber nach dem Bericht zu urteilen, sind die Beratungsergebnisse doch erstaunlich konventionell. Laut dem Artikel empfahlen die Berater der Oper [...] Weiterlesen – ‘McKinsey im Theater’.
Huere grusig
In Zürich sieht man allerdings auch keine bessere Oper als in Bremen. War dort vorgestern in der Zauberflöte, in einer Inszenierung von Martin Kusej, dirigiert vom Godfather unter den lebenden Mozartdirigenten: Nikolaus Harnoncourt. Die Regie fußte auf der mittlerweile nicht mehr neuen und ohnehin recht müßigen Frage, ob nicht eigentlich Sarastro der Böse ist und [...] Weiterlesen – ‘Huere grusig’.
Pelleas in Bremen
Ich mag Bremen ja, fühle mich hier zu Hause und leide mittlerweile schon mit Werder mit, weil sie gerade den Anschluss in Sachen Meisterschaft verpassen. Aber gute Oper kann man hier nicht sehen. Zuletzt musste ich das in Pelleas et Melisande feststellen. Eine Inszenierung von Konstanze Lauterbach, einer Schauspielregisseurin, deren Herangehensweise von wenig Gespür für [...] Weiterlesen – ‘Pelleas in Bremen’.
Segnungen des WWW
Wie kam man bis vor relativ kurzer Zeit eigentlich ohne Internet aus? Man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen und ich würde eher aufs Telefon verzichten. (Na klar, man kann ja auch übers Internet telefonieren!) Eine neue Segnung des Internets ist Monkey Kick-Off. Man kann sich kaum was dämlicheres vorstellen und sich selbst [...] Weiterlesen – ‘Segnungen des WWW’.
Wolf im Schafspelz
Gute Popmusik zeichnet sich für meinen Geschmack durch in raffinierte Arrangements gekleidete, einschmeichelnde Melodien aus sowie durch Texte, die ihre eigene Banalität mit einem wissenden Augenzwinkern bedenken. Ein Kriterium, das übrigens erstaunlich viele Schlager erfüllen, weswegen deren Ruf in meinen Augen zu Unrecht so schlecht ist. Man denke z.B. einmal an »Zwei kleine Italiener« oder [...] Weiterlesen – ‘Wolf im Schafspelz’.
Musik als Sport
Ach, hätte ich doch etwas mehr geübt! Am besten gefällt mir aber eigentlich dieses unbestechliche Pokerface zu dieser Fingergymnastik für Fortgeschrittene. Weiterlesen – ‘Musik als Sport’.
Hymne auf Apple
Ich verstehe nicht, was an Apple-Geräten so toll sein soll, schon gar nicht, seit ich selbst damit arbeite. Gut, »beautiful« ist so ein 24-Zoll-Teil vielleicht, aber sonst haben die Dinger mindestens so viele Marotten wie ein PC mit Windows 98. Nichtsdestotrotz ist das hier ein sehr unterhaltsamer Videoblog von einer New Yorkerin, die offenbar die [...] Weiterlesen – ‘Hymne auf Apple’.
Fünf Mal Spätromantik
Neulich wurde ich gefragt, welche (klassische) Musik man denn meiner Meinung nach kennen sollte. Ich habe mich daraufhin entschlossen, eine kleine Reihe einzuführen und dem geneigten Hörer die aus meiner Sicht wichtigsten oder schönsten Werke bestimmter Gattungen zu empfehlen. Heute: Spätromantik. Was die Berge in geographischer Hinsicht sind, ist die Spätromantik in musikalischer Hinsicht: sie [...] Weiterlesen – ‘Fünf Mal Spätromantik’.
Des Kaisers neue Kleider
Im Schweizer Fernsehen gibt es seit einiger Zeit eine Werbung mit folgender Botschaft: »Verarsch deine Eltern und deine Lehrer. Besorg dir jetzt den unhörbaren Klingelton für’s Handy.« Wirklich! Kein Scherz. Natürlich sind die Werbeleute nicht ganz so dermaßen blöd, wie man jetzt auf den allerersten Blick denken muss. Sie scheinen geahnt zu haben, dass selbst [...] Weiterlesen – ‘Des Kaisers neue Kleider’.
Zeitung lesen
Die Strecke Bremen – Bern dauert acht Stunden im Zug, wenn man Pech hat länger. Man hat also Zeit ohne Ende. Die ZEIT ist daher allein wegen ihres Umfangs eine gute Lektüre für lange Bahnfahrten. Aber natürlich vor allem, weil sie eine anständige Zeitung ist. Manchmal vielleicht ein bisschen blasiert und manchmal ist die phlegmatische [...] Weiterlesen – ‘Zeitung lesen’.
Jenseits des Zaunes
Der Jahreswechsel dient gerne als Anlass für gute Vorsätze, ab jetzt dieses und jenes anders zu machen als bisher. Ich habe solche Vorsätze nie gefasst, weil mir der Anlass viel zu abstrakt ist und sich Handlungsbedarf ja nicht aus der Tatsache ergibt, dass ein neues Jahr begonnen hat. Allerdings verleitet die Woche »zwischen den Jahren« [...] Weiterlesen – ‘Jenseits des Zaunes’.
Pünktlich
Für die Bahnfahrt von Basel nach Hamburg am vergangenen Freitag hatte ich schon die schlimmsten Befürchtungen: Freitags ist eigentlich immer etwas, genauso wie Sonntag abends – meinen bevorzugten ICE-Reisezeiten. Am Freitag vor Weihnachten standen die Chancen auf einen »Horrortrip« meiner Einschätzung nach besonders gut. Aber weder war der Zug hoffnungslos überfüllt, noch bestätigten sich meine [...] Weiterlesen – ‘Pünktlich’.
Schluss mit Langeweile
Für euro26.de haben wir neulich diesen kleinen, ‘trashigen’ YouTube-Clip gedreht. Das hat richtig Spaß gemacht. Weitere Folgen sind deswegen schon in Planung. Weiterlesen – ‘Schluss mit Langeweile’.
Winterwonderland
Gestern habe ich mit John einen Ausflug ins Berner Oberland gemacht und mich von den majestätisch in der Sonne liegenden Bergen beeindrucken lassen. Sie haben es wirklich leicht, muss man sagen: Es ist ein tolles Panorama, das sich auf dem gut einstündigen Fußweg von Grütschalp nach Mürren vor einem ausbreitet. Während man auf dem Plateau [...] Weiterlesen – ‘Winterwonderland’.
Spieler-Interview deluxe
Erstaunlicherweise lief Sönke Wortmanns WM-Doku »Deutschland. Ein Sommermärchen« vor wenigen Tagen bereits im Fernsehen, nur wenige Wochen – nicht wie normalerweise zwei Jahre – nach dem Kinostart. Ich vermute, das war ein Befehl von ganz oben, direkt aus dem Kanzleramt oder dem Wirtschaftsministerium. Eine Maßnahme, um den frappierenden deutschen Aufschwung zu stabilisieren. (Ich glaube, es [...] Weiterlesen – ‘Spieler-Interview deluxe’.
Erfolgreiche Integration
Inwieweit die Integration geglückt ist, lässt sich am besten anhand dieser kleinen Checkliste prüfen. Da es sie offenbar bislang nur in Englisch gibt, habe ich diejenigen Punkte übersetzt, die mir am auffälligsten oder witzigsten erschienen. Woran du merkst, dass du schon zu lange in der Schweiz bist: Du findest Spontanität gut – solange sie geplant [...] Weiterlesen – ‘Erfolgreiche Integration’.
Fluchtweg in die politische Korrektheit
Weil die Frage aufkam: Wenn die Schweizer Handy meinen, sagen sie »Natel«. Das ist das Mobilfunk-Angebot der Swisscom, dem schweizerischen Pendant zur Telekom. Da es jahrelang das einzige Angebot auf dem Schweizer Markt war, ist der Markenname zum Synomym für mobiles Telefonieren geworden. Es handelt sich dabei übrigens um eine Abkürzung von »Nationales Autotelefon«. Also [...] Weiterlesen – ‘Fluchtweg in die politische Korrektheit’.
Missverständnisse im Windschatten von Uschis Ente
In meinen Augen hat der Schlager einen unverdient schlechten Ruf, denn Schlager können große Freude bereiten. Mein Lieblingsschlager ist »Im Wagen vor mir« von Henry Valentino und Uschi. Als ich dieses Lied zum allerersten Mal gehört habe, habe ich lauthals gelacht, weil ich es für eine Parodie hielt. Bis heute höre ich dieses Lied wirklich [...] Weiterlesen – ‘Missverständnisse im Windschatten von Uschis Ente’.
Merci für’s Telefon
Heimat ist natürlich auch da, wo man versteht und verstanden wird. Schweizer machen es da einem nicht immer einfach. Einmal natürlich dieser merkwürdige Akzent, der klingt, als würde er starke Hals- und Rachenschmerzen verursachen, weil er so kratzt und knorzt. Die übertriebenen Verzögerungen auf bestimmten Konsonanten, die die sprichwörtliche Langsamkeit der Schweizer ausmachen, interpretiere ich [...] Weiterlesen – ‘Merci für’s Telefon’.
Berge haben es leicht
Je länger ich in der Fremde bin, umso mehr entdecke ich meine heimatliche Verwurzelung, die ich bis vor nicht allzu langer Zeit wahrscheinlich konsequent bestritten hätte. Als ich neulich in Bremen auf dem Weserdeich spazieren ging und mir der Wind ins Gesicht pfiff, da fühlte ich mich zu Hause und dachte: So muss es sein! [...] Weiterlesen – ‘Berge haben es leicht’.
Der kleine Unterschied
Heute war ich im neuen Bond-Film. Um das Fazit vorweg zu nehmen: es ist ein guter Action-Film und ein weniger guter Bond-Film. Im Vorfelde wurde bereits überall lobend erwähnt, dass der Film realistischer und glaubwürdiger als die Vorgänger sei. Als sei das jemals ein geeigneter Maßstab für einen Bond-Film gewesen. Im Gegenteil: das surrealistische Moment [...] Weiterlesen – ‘Der kleine Unterschied’.
Berühmte Schweizer
Die Selbstgenügsamkeit der Schweizer führt dazu, dass nur wenige von ihnen über die Grenzen des Landes hinweg eine gewisse Berühmtheit erlangen. Man weiß ja nicht mal, wer die Schweiz überhaupt regiert. Schweizer, die man auch im Ausland kennt sind z.B. DJ Bobo, Josef Ackermann, Sepp Blatter und diese Architekten, die das neue Stadion in München [...] Weiterlesen – ‘Berühmte Schweizer’.
Wer hat’s erfunden?
Ach ja, Ricola haben die Schweizer auch erfunden. Ich frage mich dabei allerdings, warum sich die Schweizer so explizit der Erfindung von Kräuterbonbons rühmen? Die Deutschen erfinden Autos und die Schweizer Kräuterbonbons. Hm. Ein bisschen was können die sich vielleicht auch von uns abgucken!? Einen sehr guten und prägnanten Einblick in die Schweizer Vorstellung eines [...] Weiterlesen – ‘Wer hat’s erfunden?’.
Birchermüesli
Otto Schily soll sinngemäß einmal gesagt haben: »Nicht die Schweiz sollte der EU beitreten, sondern die EU der Schweiz.« Wahrscheinlich würde sie das ja auch sofort tun, wenn die Schweiz sie ließe. Gemeint war natürlich, dass sich EU-Länder im Allgemeinen und Deutschland wahrscheinlich im Besonderen ordentlich was abgucken sollten von der Schweiz. In vierlei Hinsicht [...] Weiterlesen – ‘Birchermüesli’.
Neue Blogs braucht das Land
Deutschland fällt international ab: Lohnkosten, Steuern, Arbeitszeit, Gesundheitskosten, Bildungsniveau, Staatsquote usw. usf. Und was Blogs angeht, haben wir auch schon längst den Anschluss verloren. Nur 8% der Deutschen nutzen diese schöne Möglichkeit des so genannten Web 2.0. In den USA – auch hier die Amis vorbildhaft – sind es dagegen 24%. Also fragte ich mich, [...] Weiterlesen – ‘Neue Blogs braucht das Land’.