Lieber Elbe statt Starnberger See

Vor einiger Zeit schrieb ich über einen ZEIT-Artikel, in dem das Hamburger und Münchner Kulturleben miteinander verglichen wurde - aus Münchner Sicht. Jetzt gibt es, ebenfalls in der ZEIT, eine wirklich brilliant geschriebene, sehr amüsante Antwort aus Sicht eines Hamburgers. Fazit: lieber vom Elbwind durchpusten lassen als fett werden und im seichten Wasser des Starnberger Sees ertrinken. Allerdings, kann man da nur sagen!

Stichwörter: , ,

Das Rheingold III: In Hamburg nichts Neues

Hamburger Ring Vielleicht erschließt sich das im vorangegangen Eintrag erwähnte Sensationelle am Stuttgarter Rheingold nicht absolut, aber relativ zu anderen Inszenierungen, zum Beispiel der, die kürzlich an der Hamburgischen Staatsoper herausgekommen ist (unter diesem Link gibt es auch ein Video, das einen ganz guten Einblick in die Inszenierung gewährt). Denn was Claus Guth und sein Bühnenbildner abliefern ist souveräne, routinierte, heutige, im Ergebnis überraschungsfreie Regietheater-»Lesart«. Hier ein paar Beispiele: Den ganzen Beitrag lesen »

Stichwörter: , , ,

Kultur in Hamburg und München

Kunst und Kultur in Hamburg gibt es als Rechenaufgabe oder Predigt, sagt Harriet Köhler in einem Artikel in der Zeit. Während in der Residenzstadt Münchner kunstbeflissene Herrscher eine reichhaltige kulturelle Infrastruktur geschaffen haben, war Kultur in Hamburg immer Sache engagierter Bürger, die in Sachen Finanzkraft und Einfluss mit größenwahnsinnigen Königen natürlich nicht mithalten konnten.

Zur Musik wird in dem Artikel nichts gesagt, was aber nicht daran liegen kann, dass es dessen Tenor widersprechen würde. Während die Bayerische Staatsoper in der Champions League der internationalen Opernhäuser spielt, bewegt sich die Hamburgische Staatsoper auf einem mittleren Bundesliga-Tabellenplatz. Und auch das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks spielt in einer anderen Preisklasse als das sicher nicht schlechte NDR-Sinfonieorchester. Ein Hamburger Pendant zu den Münchner Philharmonikern gibt es gar nicht erst. Daran wird auch die Elbphilharmonie nichts ändern, obwohl sie sicher eine bessere Akustik haben wird als der Gasteig.

Stichwörter: , , ,