Deutsches Kulturleben in Zahlen

Vor kurzem hatte ich bereits per Twitter auf eine Studie des Statistischen Bundesamtes zum deutschen Kulturleben verlinkt. Inzwischen habe ich da auch mal reingeguckt und ein paar griffige Kennzahlen über Kulturrezeption in Deutschland herausgepickt:

  • Die Deutschen lassen sich ihr Kulturleben 8 Mrd. EUR im Jahr kosten, das sind 1,6% des gesamten Haushalts und 97,10 EUR pro Person im Bundesschnitt. Sachsen ist in dieser Hinsicht das spendabelste Bundesland und gibt pro Person und Jahr 155,40 EUR für Kultur aus. Das heißt aufgeschlüsselt:
  • 137 Mio. Kinobesuche, d.h. 1,7 pro Bundesbürger und Jahr,
  • 434 Mio. Entleihungen in Bibliotheken (d.h. 5,3 pro Bundesbürger und Jahr),
  • 102,6 Mio. Museumsbesuche, d.h. 1,2 pro Bundesbürger und Jahr
  • 34,8 Mio. Theaterbesuche, d.h. 0,4 pro Bundesbürger und Jahr, Tendenz übrigens rückläufig.
  • 870.000 Menschen arbeiten in Kulturberufen, 31% mehr als 1997.
  • Interessant ist auch, dass die drei Stadtstaaten kulturell immer ganz vorne mit dabei sind. 7,5% der Erwerbstätigen in Berlin sind im Kulturbereich beschäftigt, in Hamburg sind es 5,9%, in Bremen 3,1%. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,3%.
  • Bei den Theaterbesuchen pro 1.000 Einwohner liegt Hamburg mit 2.380 vorne - Stage Entertainment dürfte daran wesentlich mitschuldig sein; es folgen Bremen mit 920 (erstaunlich!) und Berlin mit 910. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 420.

Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2006.

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Lieber Elbe statt Starnberger See

Vor einiger Zeit schrieb ich über einen ZEIT-Artikel, in dem das Hamburger und Münchner Kulturleben miteinander verglichen wurde - aus Münchner Sicht. Jetzt gibt es, ebenfalls in der ZEIT, eine wirklich brilliant geschriebene, sehr amüsante Antwort aus Sicht eines Hamburgers. Fazit: lieber vom Elbwind durchpusten lassen als fett werden und im seichten Wasser des Starnberger Sees ertrinken. Allerdings, kann man da nur sagen!

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